
Die Natur erstaunt mich - nach den letzten frühlingshaften Winterwochen wird es nun doch Winter.
Bei einem Spaziergang am Sonntagnachmittag entdeckten wir blühende Gänseblümchen und Löwenzahn und die ersten Kirschbaumblüten. Man konnte es fast nicht glauben.
Und heute Schnee - fast 30 cm hoch. Werden das meine gestern gepflanzten Christrosen überstehen ?
Ich hoffe, hatte ich mich doch so darüber gefreut.
Die Christrosen und unzählige Zwiebelblumen hatte ich letzte Woche aus einem herrenlosen Garten ausgebuddelt.
Die Gartenbesitzerin kann nicht mehr alleine in diesem verwunschenen alten Häuschen leben und mußte nun in ein Altersheim. Ihre Kinder lösen nun alles auf - der Garten, einst der ganze Stolz der Besitzer wurde zum größten Teil schon gerodet. Alte Bäume und Sträucher, die uns so viel zu erzählen hätten - wurden bodeneben abgesägt. Nun stehen noch einige große Buchsbüsche und einsame Rosen im Garten. Und überall sieht man Blumenzwiebeln aus dem Boden spitzen, sie konnten sich in den vergangenen Jahren ungestört ausbreiten und vermehren.
Wie wird es meinem Garten wohl einmal ergehen ?
Wie wird es sein, wenn sich in meinem Garten niemand mehr kümmert? Es ist liegt wohl in der Natur der Dinge, Leben und Vergänglichkeit. Wichtig ist das Jetzt und Heute, lehrreich das Gestern und spannend das Morgen.
Ja - und schön ist es, wenn ein kleines, vorwitziges Gänseblümchen im Winterfrühling ein Lächeln hervorzaubert.