Dienstag, 27. Dezember 2011

Danke



Ich möchte einfach nur danke sagen.
Danke dafür, daß es solche Wunderwerke der Natur gibt. Danke für die schönen Begegnungen mit netten Menschen. Danke für so vieles.

Ich wünsche allen ein gesundes, gutes Neues Jahr.


Eure Monika

Sonntag, 6. November 2011

Staudenfreunde in Potsdam

Nachdem ich vor 3 Jahren mit Susanna schon einmal in Potsdam war, hatte ich dieses Jahr die Gelegenheit, mit den Staudenfreunden noch einmal diese schöne Stadt zu besuchen.

Wir, eine Reisegruppe von 20 Personen, starteten am 31. August in Freiburg. Pünktlich kamen wir am frühen Nachmittag mit der Bahn in Berlin an. Vor dort holte uns ein Kleinbus ab, um uns zu unserem ersten Ziel zu bringen.
Mitten im Wohngebiet vermutete niemand den skandinavischen Steingarten eines begeistersten Sammlers. Mit viel Liebe angelegt und vielen Raritäten öffnete sich uns ein sehenswerter Garten.



Anschließend brachte uns der Bus zur Königlichen Gartenakademie von Gabriella Pape, wo uns ihre Mitarbeiterin begrüßte und viel Spannendes über Stauden erzählte. Es war so spannend, daß ich schier vergaß zu fotografieren. Die Akademie mit ihren tollen Schaubeeten und der dazugehörenden Gärtnerei ist wirklich zu empfehlen und unbedingt einen Besuch wert.


Nach diesem langen Tag fuhren wir erschöpft aber glücklich ins art-hotel-potsdam, wo wir für die restlichen Tage bestens untergebracht waren.

Ganz im Zeichen Karl Försters stand der folgende Tag. Zuerst besuchten wir den privaten Garten eines langjährigen Mitarbeiters von Karl Förster. Die dortige Fuchsiensammlung der Dame des Hauses machte uns allesamt sprachlos. In unglaublich kleinen Töpfen eine riesige Vielfalt von großen Fuchsienpflanzen, die im ganzen Garten verteilt waren. Besonders angetan hatte es mir diese Fuchsie, deren Glöckchen nach oben gerichtet waren.

Man hätte noch lange in diesem weitläufigen Gartenparadies verweilen können.


Doch als nächstes wartete der Förster Garten auf uns. Es bot sich mir ein ganz anderes Bild als vor drei Jahren. Damals besuchten wir den Garten im Sommer.
Jetzt im frühen Herbst boten die Gräser ein interessantes Schauspiel. Besonders Micanthus sinensis Flamingo hatte es mir angetan. Dieses Gras muß ich noch haben - smile.

Aber nicht nur dieses Gras, die gesamte Anlage war auch zu dieser Jahreszeit grandios.




Wenn man schon im Förster Garten ist, muß man natürlich auch in die daneben liegende Gärtnerei - oder ?


Wer jetzt noch fit war, machte noch einen Schlenker durch Sonssouci, leider machten meine Füße da nicht mehr mit.
Den Tag endete mit einem Besuch im holländischen Viertel, ein Stadtteil mit roten Backsteinhäuschen, in denen viele kleine Geschäfte untergebracht sind. Ganz besonders lecker schmeckte mir das Essen bei einem Thai.
Gebratene Nudeln, Tofu in Omlettröllchen, Sojasprossen, Salat und Erdnüsse.....mmhh


Der Freitagmorgen begann abenteuerlich. Das öffentliche Busnetz wollte nicht wie wir, ein Bus fuhr ohne zu halten an uns vorbei, und so erreichten wir unser Ziel mit einer kleinen Verspätung. Der japanisch angehauchte Staudengarten war dieses Abenteuer jedoch unbedingt wert. Leider war fotografieren nicht erwünscht, um die Privatsphäre dieses beeindruckenden Anwesens zu schützen. Gerade deshalb fand ich es besonders nett von den Eigentümern, daß wir die Möglichkeit hatten, mit dem Gartenarchitekten durch die Anlage zu gehen.
Anschließend fuhren wir mit dem Wassertaxi die Havel entlang und konnten Potsdam vom Wasser aus besichtigen. Gut das dieses Wassertaxi verläßlicher als die Busse war, es setzte uns punktgenau unweit unseres Hotels ab.

Der Samstag gehörte dann dem Botanischen Garten Berlin-Dahlem, wo gerade der sehr bekannte Dahlemer Staudenmarkt statt fand.

Für Staudenfreunde ein absolutes Highlight. Der Markt war sehr weitläufig und ohne Schnickschnack-Stände, eine Fundgrube sondersgleichen. Vor lauter Raritäten habe ich total verpaßt dieses schöne Ambiente zu fotografieren.
Festgehalten habe ich jedoch einige Pflanzenschilder von Pflanzen, die ich auf Grund des etwas schwierigen Transportes nicht vor Ort kaufen konnte.
So wie Clematis Monika, die ganz bestimmt nächstes Jahr in meinen Garten einzieht.



Die Tage vergingen wie im Flug, viel zu schnell war es Sonntag, unser Abreisetag.

Während unsere gepackten Koffer und 'sonstiges' im Hotel auf unseren Kleinbustransfer warteten, besuchten wir die Freundschaftsinsel. Auch diese habe ich damals mit Susanna zu einer anderen Blütezeit besucht. Und obwohl sie auch dieses Mal unbedingt einen Besuch wert war, gefiel sie mir zur Taglilienzeit noch besser.





Den Abschluss unserer Gartenreise bildete dann noch der Besuch des Gartens des Künstlers Max Liebermann. Der Garten der in seiner ursprünglichen Form auch heute noch bepflanzt war, lud zu einem letzten besinnlichen Spaziergang zwischen den weißstämmigen Birken ein.



Von dort wurden wir dann von unserem Bustransfer abgeholt, der Gepäck und 'sonstiges' schon eingeladen hatte.

So siehts aus, wenn Pflanzen reisen ............. und richtige Staudenfreunde unterwegs sind, auch mit Bahn und Bus ist vieles möglich - smile.



Und dies alles hat inzwischen einen Platz in meinem Gärtlein gefunden


An dieser Stelle an ganz besonderes Dankeschön
an Ulla und Sabine von den Staudenfreunden Südbaden, die diese tolle, abwechslungsreiche Reise mit unglaublich vielen verschiedenen Eindrücken supertoll vorbereitet und organisiert haben. Es stimmte wirklich alles - es war einfach nur schön.

Sonntag, 30. Oktober 2011

kurzer Oktober

Irgendwie war der Oktober viel zu kurz. Noch immer ist draußen einiges zu tun und wie immer gibt es auch im Oktober wunderschöne Gartenbilder.


Der untere Pavillon im Gegenlicht


Im Licht der Spätnachmittags-Sonne wirkt das Lampenputzergras noch üppiger


Aber auch das Diamantgras wird jedes Jahr schöner


Erst seit letztem Jahr bei mir zuhause, der Strauch '7 Söhne des Himmels', dessen weiße Blüten erst im Spätsommer aufblühen und auch duften


um sich dann von weiß ins Rote zu färben. Dieses Jahr hatte ich tatsächlich dann zur gleichen Zeit weiße und rote Blüten, ein tolles Schauspiel


Geschafft, der Oktober-Blog-Beitrag ......... morgen haben wir dann schon November und fast schon steht Weihnachten vor der Tür

Montag, 19. September 2011

Kurzes Wochenende in Rheinhessen

Wie jedes Jahr stand vergangenes Wochenende das Klassentreffen meines Mannes an. Dieses Jahr fand es in Mainz statt, was mich besonders freute.Zum einen konnte ich so auf der Hinfahrt einen kleinen Abstecher in den Odenwald einplanen, zum anderen gibt es in Rheinhessen einiges, was ich mir schon lange einmal anschauen wollte.
Donnerstagmorgen starteten wir als Richtung Mainz. Unterwegs machten wir einen kleinen Abstecher nach Affolterbach in die Staudengärtnerei von Till Hofmann, von der ich nur Gutes gehört habe. Eine kurze Mittagspause legten wir in dem kleinen, hübschen Städtchen Waldmichelbach ein.



Eingerahmt von diesem herbstlichen Ambiente schmeckte uns das Essen besonders gut.Dieser Bücherbrunnen begeisterte mich total. Aus den Büchern sprudelte nicht nur Wissen sondern teilweise auch kühles Naß.

Aus der tollen Gärtnerei habe ich leider keine Bilder. Wie immer packte mich die Pflanzengier und ließ mich das fotografieren vergessen. Doch wer einmal in die Nähe von 'Die Staudengärtnerei' in Affolterbach kommt - unbedingt empfehlenswert.

Anschließend fuhren wir weiter nach Bodenheim, einem kleinen Ort kurz vor Mainz. Dort hatten wir für 3 Nächte eine hübsche kleine Ferienwohnung gemietet.Auf der Suche nach einem leckeren Abendessen fanden wir eine wunderschöne Strauße, in der wir sehr preiswert toll aßen und uns ein tolles rheinhessisches Weinchen gönnten. Gut, daß wir zu Fuß unterwegs waren.
Die kleinen, engen Straßen in den rheinhessischen Dörfern und Städtchen waren doch recht ungewohnt.Aber so konnte man doch ab und an einen Blick in einen der zahlreichen Hinterhöfe tun. Richtig schöne Dinge konnte man hier entdecken.



Freitag hatten wir dann volles, dicht gedrängtes Programm.Zuerst besuchten wir die Augenwaide in Flörsheim. Dieser toll dekorierte Laden mit Pflanzen und Deko begeisterte selbst meinen Mann. Ganz besonders sehenswert war auch der dazugehörende Garten, den man durch eine große Scheune betrat.


Nach einem kleinen Mittagessen fuhren wir weiter nach Dexheim, in den Holunderhof. Hier gab es ausgewählte, wunderschöne Wohnassesoires und auch besonders schöne Gartendekorationen, die zum Teil im dazugehörenden Garten ausgestellt waren.

Besonders die geschmackvollen, rostigen Elemente hatten es mir angetan Aber nun ja, erstens hatte ich nicht genug Gespartes dabei, und zweites nicht genügend Platz im Auto. Für ein paar Kleinigkeiten reichte es aber schon.
Schon knapp in der Zeit fuhren wir weiter nach Hahnheim zu Astrantia. Wir hatten schon ab und an Mailkontakt, und so war ich sehr gespannt die 'Queen of the Green' persönlich kennenzulernen.


An dieser Stelle nicht nur lieben Dank an Anne, die uns so nett empfing, sondern auch an 'Akaleia', die an diesem Nachmittag mit Freunden eine Gartenführung bei Anne hatte, an der wir teilnehmen durften.


Vor lauter 'Gucke' vergaß ich zu fotografieren. Leider mußten wir uns schon bald verabschieden, was mich im Nachhinein noch immer 'wurmt'. Gar zu gerne, hätte noch Annes weiteren Gartengedichten auf rheinhessisch gelauscht und mich anschließend an die einladenden Kaffeetische gesetzt. Ich darf garnicht an die vielen tollen Gartenwinkel denken, die ich so verpaßte.

Aber was mut, dat mut - wir mußten weiter zu unserem eigentlich Reisegrund, nach Mainz zum Klassentreffen. Es war ein netter Abend, und wie immer gab es viel zu erzählen.Samstagvormittag trafen wir und dann nocheinmal mit den 'Klassenkameraden' um eine kleine Rundfahrt im Bähnle durch Mainz zu machen. Anschließend stand das Gutenberg-Museum auf dem Programm, den restlichen Tag erkundeten wir Mainz zu Fuß.



Nach einem gemeinsamen Abendessen in der Altstad hieß es dann auch hier Abschied zu nehmen und wir machten uns mit der S-Bahn auf nach Bodenheim in unsere Ferienwohnung.In Bodenheim schallte uns schon von weitem Musik entgegen. Es war 'Kerb' in Bodenheim, eine Art Winzerfest. In vielen Weingehöften gab es Essen, Trinken, Musik und Tanz. Es war so verlockend, daß auch wir uns trotz fortgeschrittener Stunde noch zu einem Weinle verführen ließen und obwohl die Küche eigentlich schon geschlossen hatte, konnten wir auch noch den Spundekäs, eine rheinhessische Spezialität probieren. Und wieder war es gut, daß wir zu Fuß unterwegs waren - smile.

Es war ein rundherum gelungenes Wochenende in Rheinhessen und bestimmt nicht das letzte.

Mittwoch, 24. August 2011

Zeitnot


Eigentlich sollte dies niemals vorkommen, ein Monat ohne Blogbeitrag. Doch nun ist es passiert. Irgendwie hatte ich so viel um die Ohren - und ja, schließlich war ich fast 14 Tage in England auf Gartenreise.

Vorweg - es war supertoll im Land der Gärten. Ich war mit 'Unterwegsreisen' unterwegs. Es war unbedingt empfehlenswert, erholsam, informativ und vorallem habe ich außer Gärten dieses Mal auch ein bißchen was von England gesehen. Es war eine völlig lockere Gartenreise mit Freiräumen. Wie bei allen Gartenreisen habe ich nette Leute kennen gelernt, wir waren ein richtig gute Truppe. Nur eines war dieses Mal anders - ich war fast die einzige 'Gartenverrückte' - smile. Aber auch das war in Ordnung.
Die vielen, vielen Fotos muß ich erst noch sichten und sortieren - dann werde ich euch die Gärten im blog vorstellen.

Kaum von der Gartenreise zurück, kamen dann in der darauffolgenden Woche Gartenleute zu mir angereist. Die Badische Bauernzeitung hatte ihre jährliche Gartenfahrt ausgeschrieben und mein Garten war ein Teil des Programms. Ich hatte schon ab und zu Gartenbesuche, kleine und größere Gruppen. Doch innerhalb einer Woche 4 Busse mit jeweils fast 40 Personen war schon aufregend. Es hat riesig Spaß gemacht und ich glaube ich kann behaupten, daß es allen sehr gut gefallen hat und dies obwohl das Wetter nicht an allen 4 Tagen mitspielte. Dies macht mich natürlich richtig stolz.
Und besonders stolz war mein Mann, als wir dann die nächste Ausgabe der Badischen Bauernzeitung zugeschickt bekamen und feststellten, daß ein Foto unseres Gartens die Titelseite schmückte.


Zeit benötigt natürlich auch unsere Ferienwohnung. Sie ist diesen Sommer fast durchgehend vermietet. Oft kommen Gäste, die wie ich gartenbegeistert sind und es ist immer wieder schön gemeinsame Gartenrundgänge zu machen. Eine belgische Dame schenkte mir ein selbstgemaltes Gartenbild.

Richtig schön, ich werde es einrahmen und dann wird es in unsere Ferienwohnung aufgehängt.

Ansonsten blieb nur wenig Zeit für meinen geliebten Garten. Ein paar fast aktuelle Fotos habe ich dennoch gemacht.


Toll entwickelt hat sich dieser bepflanzte Topf, der als Sicherheit für rückwärtsfahrende Auto in unserer Hofeinfahrt dient. Dahinter ist nämlich ein kleiner heimtückischer Graben, den schon so mancheiner verflucht hat. Die Pflanzen habe ich allesamt im Februar aus Samen gezogen und ich bin selbst überrascht, wie gut sie sich entwickelt haben. Walzenwolfsmilch, spanisches Gänseblümchen und Frauenhaargras haben einen gemeinsamen Vorteil, sie sind trockenheitsverträglich und benötigen wirklich wenig Wasser.

Ausgesät hatte ich auch diese Cosmeen, bei vielen auch als Schmuckkörbchen bekannt.
Schade, daß sie dieses Jahr - wie so manch anderes auch - sehr schnell verblühen, trotz regelmäßigen Ausputzens.


Ebenfalls einjährig - Ammi oder auch Zahnstocherkraut, ein wunderschön filigraner Doldenblütler.



Diese klitzekleinen Eimerle habe ich spaßeshalber mit Dachwurzkindern bepflanzt. Unglaublich wie toll sie gewachsen sind und auch selbst schon wieder Kindel machen.Meine Gartenbesucher sind immer total fasziniert, wenn sie diese kleinen Eimerchen am Zaun entdecken.


Kummer bereiten mir die an meine Pavillons gepflanzte Rosen. Das extrem trockene Frühjahr machte den wurzelnackt gepflanzten Rosen schwer zu schaffen. Gut, daß ich wieder Hörnchenkürbisse (danke- liebe Margit) ausgesät hatte. Die schnellstwachsenden Pflanzen haben den Pavillon am Hügelausblick in Rekordzeit begrünt, lediglich der Duft fehlt.

Am unteren Pavillon fallen die fehlenden Rosen aufgrund der hohen Hintergrundbepflanzung nicht sehr auf. Jedoch eine Rose hat es geschafft und inzwischen ein paar wunderschöne Blüten zur Schau gestellt. Nicht nur die Blüten sind schön - sie duften zudem umwerfend.


Der im Frühjahr angelegt Gartenweg, mit Hangsteinen eingefaßt, hat sich bewährt.
Die Steine am unteren Teil des Weges habe ich im Juni mit gefüllten, roten Sonnenröschen bepflanzt, die noch immer blühen.

Am oberen Teil sind die Steine mit weißblühenden Sonnenröschen bepflanzt. Die Pflanzen blühten zwar ganz schön lange, doch irgendwann war die Blüte vorbei. Doch das silbergraue Laub macht sich auch sehr gut. Ich bin gespannt wie die Sonnenröschen den kommenden Winter überstehen.


Der Weg endet in der orangefarbenen Gartenecke. Dort sind die Farben noch immer leuchtend und intensiv. Die roten und orangenfarbenen Dahlien bilden ein Treppenspalier.


Richtig freuen tu ich mich über die Rudbeckien trifolia, die ich von 'Majorahn' geschickt bekam. Die orange-roten Blütchen sind richtiggehende Leuchtpunkte und beleben diesen Gartenteil sehr.


Achja, es gäbe noch vieles zu berichten -

die Dahlien blühen sehr viel früher


Aralia californica nimmt immense Ausmaße an


und Knöterich orientalis (einjährig) hat sich dieses Jahr tatsächlich auch selbst ausgesamt


ansonsten ist es wie bei anderen auch viel zu früh herbstlich geworden. Die Gräser sind zwar schön - aber halt zu früh. Überall im Garten hat die Herbstfärbung schon eingesetzt.


Mit diesem letzten Bild wünsch ich euch noch ein paar schöne Augusttage


bis dann im September
eure Monika