Freitag, 22. Juni 2007

Ein- und Ausblicke in Hof und Garten

Natürlich habe ich mich über die Kommentare zu meiner Gartenreise sehr gefreut. Nach Durchsicht der restlichen - zugegebenermaßen spärlichen Bilder, die auch nicht unbedingt blogwert und blogschön sind - möchte ich euch ein paar Bilder aus meinem Gartenreich zeigen.

Vor einer Woche hatte ich zum 2.mal offene Gartentür. Es machte mir wieder riesigen Spaß neue Gartenmenschen kennenzulernen. Und ich bin jedesmal überrascht, wieviel Freude es macht zu diskutieren, Fragen zu beantworten, mit den Menschen in Kontakt zu kommen.
Und ich muß zugeben, es tut auch meiner Seele gut, Lob zu bekommen und zu spüren, daß mein Garten und das ganze drumherum anderen so viel Freude macht.



Ups, erwischt ! Am Arbeitstisch steht meine Krücke, die ich diese Woche aufgrund schlimmer Knieprobleme kurzfristig benötigte. Doch inzwischen gehts mir wieder besser und ich freue mich täglich über meine Krimskramskruschdel-Fenster. Sie werden jahreszeitlich dekoriert und meine gesammelten Flohmarktschätze kommen dort herrlich zur Geltung. Letztes Jahr hatte ich die Regale noch aus alten Weinkisten zusammengestellt. Auch das sah sehr schön aus, jedoch hatte ich immer Bedenken, daß unsere wilden Katzen die Kisten runterschmeißen würden. Deshalb nun ein feste Konstruktion aus alten Baudielen.








Es ist wunderschön im "Innenhof" zu sitzen, Kaffee zu trinken und es sich gut gehn zu lassen.






Die verzinkte Bierkiste habe ich vor 4 Wochen aus einem Abfallcontainer gerettet.
Sie stammt aus einer Bierbrauerei nicht weit weg von hier. Selbst mein Vater kann sich nicht daran erinnern solche Kiste früher einmal gesehen zu haben.














Eine wunderschöne Clematis, deren Namen ich leider nicht weiß. Sie blüht von Frühjahr bis in den späten Herbst. Inzwischen hat sie sich über die Rose Veilchenblau geschlängelt und ersetzt deren Blüten.



Erste, zartgelbe Blüten der russischen Stockrose.
Sie ist mehrjährig, das heißt sie blüht inzwischen das 4. Jahr und wird jedes Jahr üppiger. Sie hat eine ganz wunderbare Fernwirkung.











Die weiße Geißraute (Galega) ein alte Bauerngartenpflanze. Daneben "Lollipop", diese ist nicht immer winterhart, versamt sich aber willig. Die kleinen gelbbraunen Blütenkugeln wirken ungewohnt lustig. Davor eine gelbe Färberkamille und im Hintergrund Phlomis (Brandkraut).

Mittwoch, 13. Juni 2007

Gartenreise am Niederrhein

Von Donnerstag bis Sonntag - 4 wunderschöne Tage lang - war ich auf Gartenreise am Niederrhein.

9 Gärten standen auf unserem Programm. Es war für jeden Geschmack etwas dabei, kein Garten glich dem anderen.
Auf dem alten Hof einer Biologin machten wir das erstemal Halt. Rambler- und Kletterrosen waren ihre Leidenschaft auf einem riesigen naturhaften Gelände.








Ganz anders der zweite Garten. Eine sehr sympathische Lehrerin öffnete uns ihren ländlich englischen Garten. Ganz besonders gefielen mir dort die außergewöhnlichen Storchschnäbel.In einem überdachten Gartenzimmer mit innenliegenden Brunnen und einer riesigen Auswahl Gartenbücher tranken wir Kaffee oder Tee, dazu gabs einen ganz herrlichen Kirschkuchen.





Der zweite Gartentag begann mit dem Garten einer Künstlerin. Ungewöhnliche Muster der Ziegel- und Kieselsteinwege im Vorgarten begeisterten uns. Was uns dann hinter dem Haus erwartete, löste bei allen Begeisterung aus. Ein wunderschön gestalteter Bauergarten mit phantasievollen Ziegelmauern eingefasst, herrlich duftende Rosen, ein toll dekorierter Sitzplatz, und drumherum Wildnis für die Kinder der Gärtnerin zum Spielen und Verstecken. Dazwischen überall die Kunstwerke der Besitzerin. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus.
















Nach einer kurzweiligen Busfahrt nach Holland machten wir uns dann im wahrsten Sinne des Wortes auf den Weg durch ein Naturschutzgebiet zum nächsten Garten den Millinger Theetuin. Auf einer mediterranen Terrasse bekamen wir ein Lunch vom Feinsten, bevor wir auf eigene Faust das fast schon dschungelartige Blumen- und Blütenparadies erkunden konnten.


Zurück in Deutschland stand dann der wohl "berühmteste" Garten auf dem Programm.
Wir waren zu Gast im Garten von Klaus Bender und Manfred Lucenz. Beide Männer waren imponierende Persönlichkeiten mit viel Humor und Gelassenheit. 4000 qm gezähmte Wildnis mit Sichtachsen zu ihren wunderschönen Haus boten sich uns. Manchen Höhepunkt mußte man sich jedoch denken oder das Buch der Gärtner kaufen.
Diese Clematis steht nun auf meiner Wunschliste.



Der Samstagmorgen begann mit dem Besuch des Gartens einer Floristen. Ein bis aufs letzte Stücken Boden durchdachter Garten empfing uns. Sachlich - geradlinig - gegliedert - doch auch romantisch mit Wasserbecken , tollen Sitzplätzen. Bei frischen Erdbeeren mit Minzgelee ließen wir es uns gutgehen.










Nocheinmal fuhren wir über die grüne Grenze nach Holland, in den Garten Rosenhaege.
Auf dem ein Hektar großen Gelände einer Gartenarchitekten waren viele Pflanzideen zu sehen. In der angeschlossenen Rosengärtnerei fand ich, wie könnte es anders sein, 2 neue Röslein.
Nach dem Mittagslunch in einer Gartenwirtschaft gings es zurück nach Deutschland in den Garten Picker. Der Garten eines Landschaftsgärtners sprühte vor Ideen. Herrlich angelegt - Inspiration pur.
Ein besonders Highlight war die angeschlossene Gärtnerei sowie die Verkaufsräume für Dekorationen. 4 neue Hostas haben nun (unter anderem) ihren Besitzer gewechselt.









Sonntag war dann unsere Heimreisetag. Einen ausgiebigen Zwischenstop machten wir auf Schloss Dyck. Der größte Teil unseres Buses machte einen 4 km langen Rundgang aufs Dycker Feld. Ich muß jedoch gestehen, daß mich die auf dem Schloss statt findende Gartenmesse mehr anzog. Mit einer lieben Gartenfreundin genoß ich es ausgiebig zu bummeln. Es gab ein riesiges Angebot an schönen Dingen, Dekorationen und auch Pflanzen.






Es waren wunderschöne Tage, mit lieben Menschen, schönem Wetter, vielen neuen Garteneindrücken.
Davon werd ich wohl nun eine Weile zehren. Vielleicht geht es dann nächstes Jahr wieder auf Gartenreise.

Samstag, 2. Juni 2007

Rundgang in Straßburg

Heute waren wir mit Freunden meines Mannes in Straßburg. Obwohl Straßburg nur ca. 40 km von uns entfernt ist, liegt mein letzter Straßburg-Besuch schon viele Jahre zurück.
Wir fuhren mit einem Kleinbus bei Kehl über den Rhein. Unser erster Halt war in der Orangerie, einem wunderschönen kleinen Park.





Formale Buchsschnitte und orginell bepflanzte Beete begeisterten mich. Wenn ich mir vorstelle wie die Beete in vielleicht 6 Wochen aussehen. Es muß herrlich sein.




















Auf dem Dach eines kleinen Schloßes entdeckten wir ein Storchennest. Der Storch ist das Wahrzeichen Straßburgs.
Auf der Weiterfahrt in Richtung Centrum entdeckten wir unterwegs noch einige Nester auf Dächern und Bäumen.





In Petit France, einem alten Stadtteil von Straßburg setzte uns der Bus ab, um uns dann abends wieder abzuholen.
Petit France manchmal auch als Klein-Venedig bezeichnet, wird von vielen kleinen Kanälen durchzogen. Beim Spaziergang gibt es vieles zu bestaunen und zu entdecken.






















Natürlich statteten wir auch dem Straßburger Münster einen Besuch ab. Von unserem Reiseführer erfuhren wir viele Details über dieses weltbekannte Bauwerk. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus. Gerade bei solchen Sehenswürdigkeiten ist es toll, wenn man einen kompeteten Reiseführer hat, der viele Hintergründe, Fakten und auch Anekdoten vermittelt und erzählt.

Nach einem elsässischen Mittagessen in einem guten Restaurant nahe des Münsters hatten wir noch Gelegenheit, ein paar Gassen rund ums Münster auf eigene Faust zu erkundigen.
Während mein Mann mit Sohnemann den Turm des Münster bestiegen - es galt ca. 330 Stufen zu bewältigen - machte ich einen kleinen Einkaufsbummel durch die Gassen.
Überraschenderweise fand ich in einem Geschäft endlich einen richtig schönen Sommerhut, der hoffentlich auf meiner baldigen Gartenreise zum Einsatz kommt.









Begeistert war ich von diesem außergewöhnlichen Fensterschmuck, Hortensien auf der Fensterbank. Es müssen nicht immer Geranien sein.





Bei einem Blick in den Hinterhof entdeckte ich diesen Sandsteinbrunnen. Über dem Brunnen bewegen sich an Schnüren aufgehängte Tonfische.



Wir haben diesen Tag im nahen Ausland sehr genossen. Bestimmt werden wir Straßburg bald wieder besuchen, jedenfalls haben wir uns dies fest vorgenommen.