Sonntag, 29. April 2007

Letzte Apriltage

Es ist unglaublich, obwohl wir nun 4 Wochen keinen Regen hatten, verändert sich der Garten mit jedem Tag.
Gegossen wird in meinem Garten nur, was neu gepflanzt wurde oder offensichtlich am Verdursten ist. Damit bin ich bis jetzt ganz gut über die Runden gekommen. Natürlich würde mein Gartenreich bestimmt um einiges grüner sein, wenn ich mit dem Wasserschlauch anrücken würde. Aber ich denke ich bin es der Natur schuldig, daß ich mit dem kostbaren Wasser maßvoll umgehe. Ich bin immer wieder aufs Neue erstaunt und begeistert, wenn ich sehe mit wie wenig Naß die Pflanzen, Bäume und Sträucher auskommen.
Wir sind in der glücklichen Lage eine eigene Quelle auf unserem Grundstück zu haben.
Darüber bin ich sehr froh, denn wenn ich nur städtisches Wasser hätte, würde ich ganz bestimmt meine Pflanzensammlung in Töpfen und auf dem Balkon um einiges reduzieren.



Einer meiner Lieblingsplätze ist seit 3 Wochen diese gelbe Bank. Beim Anlegen und Verbreitern eines Gartenweges bemerkte ich, daß ich an eben dieser Stelle einen wunderschönen Einblick in meinen Garten habe. Auf der Stelle machte ich mich an die Arbeit, grub eine Einbuchtung in meinen Hügel, setzte eine kleine Mauereinfassung und stellte die Bank auf (Zum Glück hatte ich auf eine der letzten Haushaltsauflösungen 2 Gartenbänke ergattert).







Achja, die Aralia wächst und gedeiht auch ohne zusätzliche Wassergaben. Es ist unglaublich. Vor 14 Tagen hatte ich die ersten Spitzen entdeckt und jetzt hat sie schon ca. 40 cm geschafft.







Sind diese Schuhe nicht schön. Ich fand sie vor Jahren auf unserer 'Bachofebühne'. Nicht auszudenken was sie uns erzählen würden.

Montag, 16. April 2007

Warten auf Aralia und andere

Einer meiner Lieblingspflanzen in meinem Hügelgarten ist die Aralia californicum.
Ich hatte sie vor ca. 5 Jahren auf einer Gartenreise gekauft und obwohl ich dort ihre Größe sah, doch an den falschen Platz gesetzt. Irgendwo konnte ich nicht glauben, daß solch ein Pflänzlein diese Ausmaße erreicht. Und so war ich dann vorletztes Jahr gezwungen, dieses prachtvolle Stück Grün wieder auszugraben.
Frohen Mutes machte ich mich an die Arbeit. Ich wars ja gewohnt ab und zu etwas zu versetzen. Doch dieses Mal verzweifelte ich fast. Die Aralia hatte sich unwahrscheinlich tief eingewurzelt. Und dazu war es ein riesiger Wurzelballen.
Bei dieser Aktion ging so auch eine Grabgabel zu Bruch. Letztendlich hab ichs
dann geschafft. Ich rollte den großen Wurzelballen an den Gartenzaun. Dort ließ ich ihn dann in eine Mörtelwanne rollen, um ihn zusammen mit meinem Mann über den Zaun ins Wiesengelände zu heben.

Die Aralie bekam ihr neues zu hause außerhalb des eigentlichen Gartens. Voller Bangen wartete ich letztes Frühjahr darauf, daß sich ihre Spitzen aus dem Boden schoben.
Es klappte. Sie wuchs letztes Jahr sehr viel langsamer als die Jahre vorher und sie wurde auch längst nicht so groß. Ich war jedoch froh, daß sie überhaupt wieder Fuß fasste.

Und auch dieses Frühjahr wartete ich. Seit Anfang April führte mich mein Weg alle zwei Tage an den Standort der Aralia. Nichts tat sich. Der Boden trocken und mit jedem Tag trockener. Freitagabend hab ich dann eine Kanne Wasser auf die Stelle gegossen, an der sich doch nun langsam etwas tun sollte.

Ja - juchhu und gestern war es dann soweit. Die ersten 5 Triebspitzen schauten neugierig ins neue Gartenjahr.


Wenn man diese zarten Pflanzenteile betrachtet, ist es doch fast nicht zu glauben, daß daraus in 2 bis 3 Monaten ein ausgewachsener Strauch entsteht, der gut 2 m hoch und fast ebenso breit wird. Wunderschön sind dann auch die grünlich-weißen Blütenstände, die sich dann zu kleinen schwarzen Kugelfrüchten entwickeln.
Im Sommer werde ich euch ein Bild zeigen. Ich bin überzeugt, auch ihr werdet begeistert sein.












Eine weitere Lieblingspflanze von mir ist das Schöllkraut. Es ist eine Pflanze, die mich an meine Kindheit erinnert. Wenn wir Kinder irgendwo eine Warze hatten, betupfte sie unsere Oma mit dem gelben Pflanzensaft, der aus dem Stängel tropfte.
Leider weiß ich nicht mehr, ob das etwas genutzt hatte.
Zufällig bekam ich Samen von Chelidonium Flore Pleno. Diese Sorte hat entgegen ihrer Wildform gefüllte Blütchen. Es ist mit das erste gelb in meinem Garten.

Montag, 2. April 2007

Osterhasen


Der Frühling ist angekommen. In 6 Tagen ist Ostern und meine Osterhasen haben ihre Plätze eingenommen.
Einige meiner Hasen haben ihre ganz eigene, besondere Geschichte. So mein Lieblingshase, mit der blauen Latzhose und dem Ringelshirt. Mein verstorbener Bruder hat ihn mir angefertigt, nachdem ich irgendwo einen ähnlichen Hasen sah und dann eine Zeichnung anfertigte. Nun ist mir nur noch die Erinnerung an meinen Bruder und der Hase geblieben.



Auch der Lattenzaunhase hat einen persönlichen Hintergrund. Er ist eine Bastelarbeit meines Papas. Da mein Papa sehr gerne mit Holz werkelt werden mir fast alle Wünsche erfüllt. Zum Glück haben wir eine beheizte Bastelküche, denn solche Sachen fertigt er mir meist im Herbst und Winter. Wie es Frühling wird ist auch er nur noch im Garten und ums Haus anzutreffen.
Ganz besonderen Wert legt mein Papa auf Details. Mit Hingabe werden kleinste Feinheiten ausgeführt und auch der Umgang mit Farbe ist meinem Papa in die Wiege gelegt.


Sieht dieser Hase nicht lustig aus ? Das pinkfarbene Primelchen hab ich ihm geschenkt.


Den Tonhasen habe ich letzte Woche bei einer Haushaltsauflösung gerettet.



Allen meinen Blogger-Freunden wünsche ich ein frohes, gesundes Osterfest.