Montag, 19. September 2011

Kurzes Wochenende in Rheinhessen

Wie jedes Jahr stand vergangenes Wochenende das Klassentreffen meines Mannes an. Dieses Jahr fand es in Mainz statt, was mich besonders freute.Zum einen konnte ich so auf der Hinfahrt einen kleinen Abstecher in den Odenwald einplanen, zum anderen gibt es in Rheinhessen einiges, was ich mir schon lange einmal anschauen wollte.
Donnerstagmorgen starteten wir als Richtung Mainz. Unterwegs machten wir einen kleinen Abstecher nach Affolterbach in die Staudengärtnerei von Till Hofmann, von der ich nur Gutes gehört habe. Eine kurze Mittagspause legten wir in dem kleinen, hübschen Städtchen Waldmichelbach ein.



Eingerahmt von diesem herbstlichen Ambiente schmeckte uns das Essen besonders gut.Dieser Bücherbrunnen begeisterte mich total. Aus den Büchern sprudelte nicht nur Wissen sondern teilweise auch kühles Naß.

Aus der tollen Gärtnerei habe ich leider keine Bilder. Wie immer packte mich die Pflanzengier und ließ mich das fotografieren vergessen. Doch wer einmal in die Nähe von 'Die Staudengärtnerei' in Affolterbach kommt - unbedingt empfehlenswert.

Anschließend fuhren wir weiter nach Bodenheim, einem kleinen Ort kurz vor Mainz. Dort hatten wir für 3 Nächte eine hübsche kleine Ferienwohnung gemietet.Auf der Suche nach einem leckeren Abendessen fanden wir eine wunderschöne Strauße, in der wir sehr preiswert toll aßen und uns ein tolles rheinhessisches Weinchen gönnten. Gut, daß wir zu Fuß unterwegs waren.
Die kleinen, engen Straßen in den rheinhessischen Dörfern und Städtchen waren doch recht ungewohnt.Aber so konnte man doch ab und an einen Blick in einen der zahlreichen Hinterhöfe tun. Richtig schöne Dinge konnte man hier entdecken.



Freitag hatten wir dann volles, dicht gedrängtes Programm.Zuerst besuchten wir die Augenwaide in Flörsheim. Dieser toll dekorierte Laden mit Pflanzen und Deko begeisterte selbst meinen Mann. Ganz besonders sehenswert war auch der dazugehörende Garten, den man durch eine große Scheune betrat.


Nach einem kleinen Mittagessen fuhren wir weiter nach Dexheim, in den Holunderhof. Hier gab es ausgewählte, wunderschöne Wohnassesoires und auch besonders schöne Gartendekorationen, die zum Teil im dazugehörenden Garten ausgestellt waren.

Besonders die geschmackvollen, rostigen Elemente hatten es mir angetan Aber nun ja, erstens hatte ich nicht genug Gespartes dabei, und zweites nicht genügend Platz im Auto. Für ein paar Kleinigkeiten reichte es aber schon.
Schon knapp in der Zeit fuhren wir weiter nach Hahnheim zu Astrantia. Wir hatten schon ab und an Mailkontakt, und so war ich sehr gespannt die 'Queen of the Green' persönlich kennenzulernen.


An dieser Stelle nicht nur lieben Dank an Anne, die uns so nett empfing, sondern auch an 'Akaleia', die an diesem Nachmittag mit Freunden eine Gartenführung bei Anne hatte, an der wir teilnehmen durften.


Vor lauter 'Gucke' vergaß ich zu fotografieren. Leider mußten wir uns schon bald verabschieden, was mich im Nachhinein noch immer 'wurmt'. Gar zu gerne, hätte noch Annes weiteren Gartengedichten auf rheinhessisch gelauscht und mich anschließend an die einladenden Kaffeetische gesetzt. Ich darf garnicht an die vielen tollen Gartenwinkel denken, die ich so verpaßte.

Aber was mut, dat mut - wir mußten weiter zu unserem eigentlich Reisegrund, nach Mainz zum Klassentreffen. Es war ein netter Abend, und wie immer gab es viel zu erzählen.Samstagvormittag trafen wir und dann nocheinmal mit den 'Klassenkameraden' um eine kleine Rundfahrt im Bähnle durch Mainz zu machen. Anschließend stand das Gutenberg-Museum auf dem Programm, den restlichen Tag erkundeten wir Mainz zu Fuß.



Nach einem gemeinsamen Abendessen in der Altstad hieß es dann auch hier Abschied zu nehmen und wir machten uns mit der S-Bahn auf nach Bodenheim in unsere Ferienwohnung.In Bodenheim schallte uns schon von weitem Musik entgegen. Es war 'Kerb' in Bodenheim, eine Art Winzerfest. In vielen Weingehöften gab es Essen, Trinken, Musik und Tanz. Es war so verlockend, daß auch wir uns trotz fortgeschrittener Stunde noch zu einem Weinle verführen ließen und obwohl die Küche eigentlich schon geschlossen hatte, konnten wir auch noch den Spundekäs, eine rheinhessische Spezialität probieren. Und wieder war es gut, daß wir zu Fuß unterwegs waren - smile.

Es war ein rundherum gelungenes Wochenende in Rheinhessen und bestimmt nicht das letzte.