Sonntag, 6. Februar 2011

Lichtblick

Gestern Vormittag ca. 10.30 Uhr, ich höre Motorsägen heulen. Nun, nichts ungewöhnliches wenn man so nahe am Wald wohnt. Irgendwo wird um diese Jahreszeit immer gesägt.
Zufällig schau ich zum Badfenster hinaus und seh am Hang dicht gegenüber Bewegung.
Mehrere rote Sicherheitswesten sind auszumachen, das Gejaule der Sägen kommt tatsächlich von dort.

Gespannt beobachtete ich das Treiben der Männer, welche Bäume müssen weichen ?

Ruckzuck, ist der erste große Baum gefällt, und ja, eine der großen Koniferen liegt auch schon am Boden. So schnell wie die Bäume fallen werden sie von einem Riesenschlepper aus dem Weg geräumt und auf die höher gelegene Wiese gezogen. Dort werden sie sofort von weiteren Waldarbeiten in Kleinteile zerlegt.

Kaum zu glauben, auch die 2. riesige Thuja liegt am Boden. Irgendwie tut es mir leid um diese schön gewachsenen Nadelgehölze. Ich denke sie waren schon sehr alt, denn eigentlich standen sie schon als ich vor 20 Jahren hierher zog so majestätisch am Hang.


Dann kommen die nächsten Bäume unterhalb des Weges an die Reihe. Sie können nun ungehindert nach oben fallen. Es wird richtig licht gegenüber und man kann tatsächlich den dahinterliegenden Hügel sehen.


Der Mann mit der großen Motorsäge klettert nun langsam nach unten. Nicht so einfach, er muß das Gestrüpp erst klein sägen um dann an einem besonders großen Baum das Seil zu befestigen. Dann setzt er auch dort die Säge an. Ich halte den Atem an, der Waldarbeiter springt zur Seite, der Baum fällt.


Mir scheint der Baum fiel nicht ganz so, wie er eigentlich hätte fallen sollen. Aber es ist wieder einmal gut gegangen. Das Seil wird an einer anderer Stelle befestigt und das Ungetüm wird nach oben gezogen.


Grade mal 2 Stunden dauerte es und wir haben nun diesen wunderbaren Durchblick. Wir werden dadurch im Sommer um einiges länger die Sonne auf unserem Sitzplatz am Hügelausblick genießen können und auch den Zwetschgenbäumen am Fuße des Hügels wird das zusätzliche Licht richtig gut tun.