Samstag, 2. Juni 2007

Rundgang in Straßburg

Heute waren wir mit Freunden meines Mannes in Straßburg. Obwohl Straßburg nur ca. 40 km von uns entfernt ist, liegt mein letzter Straßburg-Besuch schon viele Jahre zurück.
Wir fuhren mit einem Kleinbus bei Kehl über den Rhein. Unser erster Halt war in der Orangerie, einem wunderschönen kleinen Park.





Formale Buchsschnitte und orginell bepflanzte Beete begeisterten mich. Wenn ich mir vorstelle wie die Beete in vielleicht 6 Wochen aussehen. Es muß herrlich sein.




















Auf dem Dach eines kleinen Schloßes entdeckten wir ein Storchennest. Der Storch ist das Wahrzeichen Straßburgs.
Auf der Weiterfahrt in Richtung Centrum entdeckten wir unterwegs noch einige Nester auf Dächern und Bäumen.





In Petit France, einem alten Stadtteil von Straßburg setzte uns der Bus ab, um uns dann abends wieder abzuholen.
Petit France manchmal auch als Klein-Venedig bezeichnet, wird von vielen kleinen Kanälen durchzogen. Beim Spaziergang gibt es vieles zu bestaunen und zu entdecken.






















Natürlich statteten wir auch dem Straßburger Münster einen Besuch ab. Von unserem Reiseführer erfuhren wir viele Details über dieses weltbekannte Bauwerk. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus. Gerade bei solchen Sehenswürdigkeiten ist es toll, wenn man einen kompeteten Reiseführer hat, der viele Hintergründe, Fakten und auch Anekdoten vermittelt und erzählt.

Nach einem elsässischen Mittagessen in einem guten Restaurant nahe des Münsters hatten wir noch Gelegenheit, ein paar Gassen rund ums Münster auf eigene Faust zu erkundigen.
Während mein Mann mit Sohnemann den Turm des Münster bestiegen - es galt ca. 330 Stufen zu bewältigen - machte ich einen kleinen Einkaufsbummel durch die Gassen.
Überraschenderweise fand ich in einem Geschäft endlich einen richtig schönen Sommerhut, der hoffentlich auf meiner baldigen Gartenreise zum Einsatz kommt.









Begeistert war ich von diesem außergewöhnlichen Fensterschmuck, Hortensien auf der Fensterbank. Es müssen nicht immer Geranien sein.





Bei einem Blick in den Hinterhof entdeckte ich diesen Sandsteinbrunnen. Über dem Brunnen bewegen sich an Schnüren aufgehängte Tonfische.



Wir haben diesen Tag im nahen Ausland sehr genossen. Bestimmt werden wir Straßburg bald wieder besuchen, jedenfalls haben wir uns dies fest vorgenommen.

Samstag, 26. Mai 2007

Kleiner Rundgang


Täglich mache ich einen Gartenrundgang. Und wie in jedem Garten gibt es eigentlich immer neue Blütenüberraschungen.
Diese Woche war es der rosa Staudenmohn, den ich letztes Jahr aus Samen gezogen hatte. Ich war so begeistert von der Blüte, daß ich an diesem Tag mehrmals zu diesem Beet ging. Eingerahmt von der pinkfarbenen Spornblume - man könnte meinen, diese Kombination sei so gewollt.
Aber ich muß gestehen, es war Zufall. Überhaupt bin ich immer wieder von diesen Zufällen überrascht.

Eine wunderschöne Blüte zeigt uns die Jungfer im Grünen. Und auch hier entdeckte ich Unterschiede in der Blütenform.








Sind diese zarte Blütenformen nicht zauberhaft ?












Und bevor ich dann wieder ins Haus gehe, erfreue ich mich an den vielen kleinen Dekorationen im Innenhof.
Auf dem Bild die Rose Veilchenblau, eine Clematis die von Spätfrühling, bis in den Herbst durchblüht, im Kohlenpott wächst eine Passionsblume, vor dem alten Korbstuhl steht die Zitronenverbene. Bevor ich mich auf die Bank daneben setze, streichle ich diesen Halbstrauch, um den frischen Duft zu genießen.





Samstag, 12. Mai 2007

Akeleien im Mai

Der Wonnemonat Mai ist der Monat der Akeleien.

Ich mag diese Blumen sehr. Sie blühen in vielerlei Farben, gerüscht, gefüllt, ungefüllt und und und.

Ich muß sie jedoch immer im Auge behalten. Sie samen sich sehr gerne aus und was das Unangenehme an ihnen ist, sie nisten sich ganz frech in den Wurzelbereich anderer Stauden ein.
So bin ich immer auf der Hut. Genauso frech werden dann die Vagabunden von mir entfernt.

Hier eine kleine Auswahl
























noch ein kurzer Blick zur Aralia



sie wächst munter weiter !

Donnerstag, 10. Mai 2007

Mai - Mai - Mai - Mai

Es ist endlich Gartenzeit.
Nach wochenlangem Sonnenschein, jetzt endlich ein paar Regentage. Der Boden ist nun feucht und es ist der richtige Zeitpunkt die angesammelten Pflanzenschätze einzupflanzen.
Und da sind ja noch die vielen, vielen kleinen Pflänzchen, die ich über Wochen liebevoll herangezogen habe.

Da bleibt nicht viel Zeit für die Pflege dieses Blogs über. Doch ein paar Bilder möchte ich euch zeigen. Es sind eigentlich Aprilbilder - Sonnenbilder, in der Farbe des Sonnenscheins.






Die Euphorbia griffithii 'Fireglow Dark Form' und auch dieser wunderschöne zartorange Staudenmohn stehen in meinem gelb-orangen Beet.
Eigentlich ist ja mein Garten kunterbunt. Doch mit der Farbe orange bin ich doch vorsichtig. Ich hab meist Probleme einen passenden Platz für die Pflanzen zu finden. So habe ich mich letztendlich zum extra-Beet entschlossen. Ab und zu taucht in diesem Beet noch die Farbe weiß auf, was das ganze etwas mildert. Als Rose habe ich eine 'Graham Thomas' dort stehen. Leider ist sie nicht so wüchsig, wie ich es mir vorgestellt habe.
Heute habe ich gelbe Nachtviole und orangefarbene Cosmea eingepflanzt. Sie bilden hoffentlich mit dem duftigen Mädchenauge, gelben Taglilien und ein paar weiteren Stauden eine schöne Pflanzengemeinschaft.

Sonntag, 29. April 2007

Letzte Apriltage

Es ist unglaublich, obwohl wir nun 4 Wochen keinen Regen hatten, verändert sich der Garten mit jedem Tag.
Gegossen wird in meinem Garten nur, was neu gepflanzt wurde oder offensichtlich am Verdursten ist. Damit bin ich bis jetzt ganz gut über die Runden gekommen. Natürlich würde mein Gartenreich bestimmt um einiges grüner sein, wenn ich mit dem Wasserschlauch anrücken würde. Aber ich denke ich bin es der Natur schuldig, daß ich mit dem kostbaren Wasser maßvoll umgehe. Ich bin immer wieder aufs Neue erstaunt und begeistert, wenn ich sehe mit wie wenig Naß die Pflanzen, Bäume und Sträucher auskommen.
Wir sind in der glücklichen Lage eine eigene Quelle auf unserem Grundstück zu haben.
Darüber bin ich sehr froh, denn wenn ich nur städtisches Wasser hätte, würde ich ganz bestimmt meine Pflanzensammlung in Töpfen und auf dem Balkon um einiges reduzieren.



Einer meiner Lieblingsplätze ist seit 3 Wochen diese gelbe Bank. Beim Anlegen und Verbreitern eines Gartenweges bemerkte ich, daß ich an eben dieser Stelle einen wunderschönen Einblick in meinen Garten habe. Auf der Stelle machte ich mich an die Arbeit, grub eine Einbuchtung in meinen Hügel, setzte eine kleine Mauereinfassung und stellte die Bank auf (Zum Glück hatte ich auf eine der letzten Haushaltsauflösungen 2 Gartenbänke ergattert).







Achja, die Aralia wächst und gedeiht auch ohne zusätzliche Wassergaben. Es ist unglaublich. Vor 14 Tagen hatte ich die ersten Spitzen entdeckt und jetzt hat sie schon ca. 40 cm geschafft.







Sind diese Schuhe nicht schön. Ich fand sie vor Jahren auf unserer 'Bachofebühne'. Nicht auszudenken was sie uns erzählen würden.

Montag, 16. April 2007

Warten auf Aralia und andere

Einer meiner Lieblingspflanzen in meinem Hügelgarten ist die Aralia californicum.
Ich hatte sie vor ca. 5 Jahren auf einer Gartenreise gekauft und obwohl ich dort ihre Größe sah, doch an den falschen Platz gesetzt. Irgendwo konnte ich nicht glauben, daß solch ein Pflänzlein diese Ausmaße erreicht. Und so war ich dann vorletztes Jahr gezwungen, dieses prachtvolle Stück Grün wieder auszugraben.
Frohen Mutes machte ich mich an die Arbeit. Ich wars ja gewohnt ab und zu etwas zu versetzen. Doch dieses Mal verzweifelte ich fast. Die Aralia hatte sich unwahrscheinlich tief eingewurzelt. Und dazu war es ein riesiger Wurzelballen.
Bei dieser Aktion ging so auch eine Grabgabel zu Bruch. Letztendlich hab ichs
dann geschafft. Ich rollte den großen Wurzelballen an den Gartenzaun. Dort ließ ich ihn dann in eine Mörtelwanne rollen, um ihn zusammen mit meinem Mann über den Zaun ins Wiesengelände zu heben.

Die Aralie bekam ihr neues zu hause außerhalb des eigentlichen Gartens. Voller Bangen wartete ich letztes Frühjahr darauf, daß sich ihre Spitzen aus dem Boden schoben.
Es klappte. Sie wuchs letztes Jahr sehr viel langsamer als die Jahre vorher und sie wurde auch längst nicht so groß. Ich war jedoch froh, daß sie überhaupt wieder Fuß fasste.

Und auch dieses Frühjahr wartete ich. Seit Anfang April führte mich mein Weg alle zwei Tage an den Standort der Aralia. Nichts tat sich. Der Boden trocken und mit jedem Tag trockener. Freitagabend hab ich dann eine Kanne Wasser auf die Stelle gegossen, an der sich doch nun langsam etwas tun sollte.

Ja - juchhu und gestern war es dann soweit. Die ersten 5 Triebspitzen schauten neugierig ins neue Gartenjahr.


Wenn man diese zarten Pflanzenteile betrachtet, ist es doch fast nicht zu glauben, daß daraus in 2 bis 3 Monaten ein ausgewachsener Strauch entsteht, der gut 2 m hoch und fast ebenso breit wird. Wunderschön sind dann auch die grünlich-weißen Blütenstände, die sich dann zu kleinen schwarzen Kugelfrüchten entwickeln.
Im Sommer werde ich euch ein Bild zeigen. Ich bin überzeugt, auch ihr werdet begeistert sein.












Eine weitere Lieblingspflanze von mir ist das Schöllkraut. Es ist eine Pflanze, die mich an meine Kindheit erinnert. Wenn wir Kinder irgendwo eine Warze hatten, betupfte sie unsere Oma mit dem gelben Pflanzensaft, der aus dem Stängel tropfte.
Leider weiß ich nicht mehr, ob das etwas genutzt hatte.
Zufällig bekam ich Samen von Chelidonium Flore Pleno. Diese Sorte hat entgegen ihrer Wildform gefüllte Blütchen. Es ist mit das erste gelb in meinem Garten.

Montag, 2. April 2007

Osterhasen


Der Frühling ist angekommen. In 6 Tagen ist Ostern und meine Osterhasen haben ihre Plätze eingenommen.
Einige meiner Hasen haben ihre ganz eigene, besondere Geschichte. So mein Lieblingshase, mit der blauen Latzhose und dem Ringelshirt. Mein verstorbener Bruder hat ihn mir angefertigt, nachdem ich irgendwo einen ähnlichen Hasen sah und dann eine Zeichnung anfertigte. Nun ist mir nur noch die Erinnerung an meinen Bruder und der Hase geblieben.



Auch der Lattenzaunhase hat einen persönlichen Hintergrund. Er ist eine Bastelarbeit meines Papas. Da mein Papa sehr gerne mit Holz werkelt werden mir fast alle Wünsche erfüllt. Zum Glück haben wir eine beheizte Bastelküche, denn solche Sachen fertigt er mir meist im Herbst und Winter. Wie es Frühling wird ist auch er nur noch im Garten und ums Haus anzutreffen.
Ganz besonderen Wert legt mein Papa auf Details. Mit Hingabe werden kleinste Feinheiten ausgeführt und auch der Umgang mit Farbe ist meinem Papa in die Wiege gelegt.


Sieht dieser Hase nicht lustig aus ? Das pinkfarbene Primelchen hab ich ihm geschenkt.


Den Tonhasen habe ich letzte Woche bei einer Haushaltsauflösung gerettet.



Allen meinen Blogger-Freunden wünsche ich ein frohes, gesundes Osterfest.