Von Donnerstag bis Sonntag - 4 wunderschöne Tage lang - war ich auf Gartenreise am Niederrhein.
9 Gärten standen auf unserem Programm. Es war für jeden Geschmack etwas dabei, kein Garten glich dem anderen.
Auf dem alten Hof einer Biologin machten wir das erstemal Halt. Rambler- und Kletterrosen waren ihre Leidenschaft auf einem riesigen naturhaften Gelände.


Ganz anders der zweite Garten. Eine sehr sympathische Lehrerin öffnete uns ihren ländlich englischen Garten. Ganz besonders gefielen mir dort die außergewöhnlichen Storchschnäbel.In einem überdachten Gartenzimmer mit innenliegenden Brunnen und einer riesigen Auswahl Gartenbücher tranken wir Kaffee oder Tee, dazu gabs einen ganz herrlichen Kirschkuchen.
Der zweite Gartentag begann mit dem Garten einer Künstlerin. Ungewöhnliche Muster der Ziegel- und Kieselsteinwege im Vorgarten begeisterten uns. Was uns dann hinter dem Haus erwartete, löste bei allen Begeisterung aus. Ein wunderschön gestalteter Bauergarten mit phantasievollen Ziegelmauern eingefasst, herrlich duftende Rosen, ein toll dekorierter Sitzplatz, und drumherum Wildnis für die Kinder der Gärtnerin zum Spielen und Verstecken. Dazwischen überall die Kunstwerke der Besitzerin. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus.



Nach einer kurzweiligen Busfahrt nach Holland machten wir uns dann im wahrsten Sinne des Wortes auf den Weg durch ein Naturschutzgebiet zum nächsten Garten den Millinger Theetuin. Auf einer mediterranen Terrasse bekamen wir ein Lunch vom Feinsten, bevor wir auf eigene Faust das fast schon dschungelartige Blumen- und Blütenparadies erkunden konnten.
Zurück in Deutschland stand dann der wohl "berühmteste" Garten auf dem Programm.
Wir waren zu Gast im Garten von Klaus Bender und Manfred Lucenz. Beide Männer waren imponierende Persönlichkeiten mit viel Humor und Gelassenheit. 4000 qm gezähmte Wildnis mit Sichtachsen zu ihren wunderschönen Haus boten sich uns. Manchen Höhepunkt mußte man sich jedoch denken oder das Buch der Gärtner kaufen.
Diese Clematis steht nun auf meiner Wunschliste.

Der Samstagmorgen begann mit dem Besuch des Gartens einer Floristen. Ein bis aufs letzte Stücken Boden durchdachter Garten empfing uns. Sachlich - geradlinig - gegliedert - doch auch romantisch mit Wasserbecken , tollen Sitzplätzen. Bei frischen Erdbeeren mit Minzgelee ließen wir es uns gutgehen.

Nocheinmal fuhren wir über die grüne Grenze nach Holland, in den Garten Rosenhaege.
Auf dem ein Hektar großen Gelände einer Gartenarchitekten waren viele Pflanzideen zu sehen. In der angeschlossenen Rosengärtnerei fand ich, wie könnte es anders sein, 2 neue Röslein.
Nach dem Mittagslunch in einer Gartenwirtschaft gings es zurück nach Deutschland in den Garten Picker. Der Garten eines Landschaftsgärtners sprühte vor Ideen. Herrlich angelegt - Inspiration pur.
Ein besonders Highlight war die angeschlossene Gärtnerei sowie die Verkaufsräume für Dekorationen. 4 neue Hostas haben nun (unter anderem) ihren Besitzer gewechselt.
Sonntag war dann unsere Heimreisetag. Einen ausgiebigen Zwischenstop machten wir auf Schloss Dyck. Der größte Teil unseres Buses machte einen 4 km langen Rundgang aufs Dycker Feld. Ich muß jedoch gestehen, daß mich die auf dem Schloss statt findende Gartenmesse mehr anzog. Mit einer lieben Gartenfreundin genoß ich es ausgiebig zu bummeln. Es gab ein riesiges Angebot an schönen Dingen, Dekorationen und auch Pflanzen.

Es waren wunderschöne Tage, mit lieben Menschen, schönem Wetter, vielen neuen Garteneindrücken.
Davon werd ich wohl nun eine Weile zehren. Vielleicht geht es dann nächstes Jahr wieder auf Gartenreise.