Sonntag, 30. März 2008

Christrosen - ein Gartenbesuch

Schon vor einiger Zeit besuchten Susanna und ich diesen wunderschönen Christrosengarten. Letztes Mal war Susanna für die Photos zuständig, dieses Mal war ich an der Reihe.

Schon vor dem Haus empfing uns die Vielfalt der Christrosen


Im Garten kamen wir auch dieses Mal aus dem Staunen nicht heraus. Christrosen, so weit das Auge reicht. In wunderschönen, ungewöhnlichen Farben und Formen. Im Garten in großen Horsten und in Töpfen die Raritären zur genaueren Beobachtung








selbst in Mauerritzen entlang der Straße - unglaublich



Und es gab auch schon einen Vorgeschmack auf die nächste Blütestaffel, überall waren die ersten Austriebe der Päonien zu entdecken


Der faszinierende Blattaustrieb des Muskateller-Salbeis (meine ich jedenfalls)

Es war ein herrlicher Nachmittag. Und ich kann euch verraten, diesem sonnigen Nachmittag folgte ein überaus lustiger Abend.

Sonntag, 9. März 2008

Ostermarkt

Wie die Pilz schießen zur Zeit bei uns die Ostermärkte aus dem Boden. Fast jede Gemeinde im Umkreis veranstaltet inzwischen einen Ostermarkt, bei dem vorallem auch private Anbieter und Vereine selbst angefertigte Dinge anbieten.

Neben Glückwunschkarten in allen Variationen, Blumenbinderei, Marmeladen und Likören gab es 2 schöne Stände mit Töpfereien.

Ja, es war Liebe auf den ersten Blick und 'fast' ohne Zörgern wechselte der Garten-Hampelmann seinen Besitzer.




Von der gleichen Töpferin erstand ich diesen Hexenhut, der mit Holzwolle gefüllt und auf einem Stab befestigt den Ohrwürmern im Garten ein neues Zuhause sein soll.





Da ich Hühner in allen Variationen sammle, fand ich diesen Stecker sehr hübsch. Das dazugehörende Süßkraut muß ich allerdings noch kaufen - smile.





Und jetzt werde ich mich ans Pikieren meiner Sämlinge machen. Entgegen aller Erwartungen sind doch sehr viele Samen gekeimt und so werd ich schweren Herzens einige der Sämlinge auf den Kompost geben müssen. In meinen Samenhaus sieht es nämlich so aus :




Besonders freue ich mich auf Geranium maderense, das ja nur einjährig ist. Gesehen habe ich sie im Rahmen einer Gartensendung im Fernsehen. Nun bin ich gespannt, wie sie sich entwickelt und wie sie dann im 'wirklichen Leben' ausschaut.

Sonntag, 24. Februar 2008

Frühlingsgefühle am Samstag

Jedes Jahr nehme ich mir aufs Neue vor, mich mit dem Kauf der ersten Frühlingsblüher zurückzuhalten. Und wie jedes Jahr bleibt es bei diesem Vorsatz. Freitagabend war es soweit, ich kam nicht mehr am Blumengeschäft vorbei. Der Anblick von Primeln, Bellis, Narzissen und Stiefmütterchen in den schönsten Farben zog mich magisch ins Blumengeschäft hinein. Vollbepackt fuhr ich nachhause, ... ohne schlechtes Gewissen ... und freute mich auf die Pflanzaktion am Samstag.

Da ich Samstag ohne meine Männer verbrachte ging ich kurz vor Mittag in den Garten.
Ich begrüßte die inzwischen vollerblühten Schneeglöckchen,


bewunderte die zarten Krokusse


und bepflanzte die ersten Kübel und Töpfe.





Zwischendurch schob ich mir eine Bio-Pizza mit Spinat und Lachs in den Ofen.

Die Wartezeit verbrachte ich mit dem Fotografieren meiner Schönheiten.


Stiefmütterle mit herzigem Gesicht




Primeln in wunderschönen Farben :




















Ja und vor lauter Frühling hatte ich meine Pizza vergessen










Naja, zum Glück hatte ich noch eine Pizza in Reserve.

Sonntag, 17. Februar 2008

Erste Aussaaten

Letzten Sonntag habe ich mit dem Aussäen begonnen, für mich der Beginn des Gartenjahres.
Dazu verwende ich kleine Plastikdosen für Salate und sonstiges. Sie sind besonders praktisch, da in eine handeslsübliche Aussaatbox 9 dieser Dosen passen.
Vor Aussaat steche ich Löcher in den Boden der Behälter und beschrifte sie mit Kreppband.



Sobald sich die ersten Sämlinge zeigen, ist der erste Umzug in eine neue Box angesagt. Und zur Belohnung wird auch der Plastikbehälter mit einem sichtbaren Schildchen ausgestattet.





Das tägliche Beobachten beginnt.

Geschafft hat es ein weiß-lila farbenes (so hoffe ich jedenfalls) Erodium, das bereits am 3.Tag seines Daseins ganz keck seine beiden Keimblättchen aufstellt :






Ein einjähriges hohes Ziergras mit wunderschönen weißen Puscheln, dessen Samen ich letztes Jahr bei einem Besuch in Drusenheim stiebitzt habe:





Veilchenbusch - weißblühend - 1jährig, die Samen sind regelrecht explodiert:




und eine Sternwinde :


Es ist für mich jedes Jahr ein kleines Wunder und unheimlich faszinierend zu beobachten, wie aus winzigen Samen kleine Pflanzen entstehen.

Sonntag, 3. Februar 2008

Gartenbücher

Ich liebe Gartenbücher - und fast jeder Besuch einer Buchhandlung endet in der Abteilung der Gartenbücher. Inzwischen habe ich eine ganze Menge - verteilt in mehreren Regalen und Bücherschränken. Natürlich kaufe ich die Bücher nicht immer neu - das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten preiswert an gebrauchte Bücher zu kommen. Und genauso schnell trenne ich mich jedoch wieder von Büchern, die meinen Erwartungen und meinem Geschmack nicht entsprechen. Und da ich mich gerade auch die letzten zwei Jahre sehr intensiv mit dem Thema Garten beschäftige, bin ich manchem Buch auch entwachsen - denke ich - smile.

Vielleicht freut es den einen oder anderen von euch, einen Blick in meine Bücher werfen zu können.

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist:
Nachrichten aus dem Garten
von Jürgen Dahl


Es ist schon einige Jahre in meinem Besitz und ich nehme es immer wieder gerne zur Hand.
Es sind gesammelte Garten-Kolumnen aus der Zeitschrift Natur geordnet nach Monaten und unheimlich spannend und mitreißend zu lesen.

Zufällig habe ich dann eine Ausgabe mit 3 gesammelten Werken entdeckt und habe mir auch dieses gekauft.



Jürgen Dahl bringt uns mit Vorschlägen, Ratschlägen und Erfahrungen sowie Anregungen zum Nachdenken und Ausprobieren ohne belehrend zu sein.
Faszinierend bringt er uns seine Beobachtungen von Dingen und Pflanzen nahe, die oft achtlos hingenommen werden. Dazu wunderbare Fotos, Kleinigkeiten überraschend im Bild festgehalten.







Und hier noch zwei Auszüge aus dem Buch - von denen insbesondere ich mich sehr angesprochen fühle - smile:

- "Gegen das Sammeln läßt sich einwenden, daß es zur Habgier verleitet, zur Überschätzung materiellen Besitzes beiträgt und meistens viel Geld verschlingt, das man dringlicheren Dingen zuwenden könnte als ausgerechnet einer Sammlung, die irgendwann doch auf dem Müll landet."
(Anmerkung von mir: Bis auf das Sammeln von Pflanzen hat Herr Dahl vielleicht nicht ganz unrecht)

- "Im Januar sind auch die Gartenwege mit guten Vorsätzen gepflastert, und links und rechts davon gedeihen die großen Pläne."
(Anmerkung von mir: Wie recht hat er - smile)

Obwohl das erste Buch in der Sammlung enthalten ist, konnte ich mich bis heute nicht davon trennen. Vielleicht werde ich es einmal verschenken .......

Und noch zu guter Letzt: Mein blog hatte letzten Monat Geburtstag - ist das nicht (wieder einmal) ein Grund zur Freude ?

Donnerstag, 17. Januar 2008

17.Januar 2008 - Es blüht !

Bei diesem milden, wenn auch nicht sonnigen Wetter beschloß ich heute meinen Garten aufzuräumen. Einen großen Teil der Stauden habe ich schon im Herbst geschnitten und gehäckselt. Doch mit Beginn des neuen Jahres drängt es mich nach draußen, an Arbeit (um ehrlich zu sein, ich empfinde es überhaupt nicht als Arbeit) mangelt es nicht.

Und so ging ich bewaffnet mit Schere, Hacke, Eimern gutgelaunt in Richtung Gartentor.
Beim Abstellen der Utensilien stolperte ich über das erste blühende Frühlingsblümchen, ein Lungenkraut. Es hatte sich vor der Gartentür angesiedelt und ich brachte es im Herbst nicht übers Herz die Pflanze zu entfernen.
Normalerweise blühen bei mir zuerst die Schneeglöcken und dann kommt das Lungenkraut. Von den Schneeglöckchen ist jedoch noch nichts zu sehen, nicht einmal die Spitzen schauen heraus. Da wir in 300 m Höhe auf der Nordseite des Tales wohnen, ist dies völlig normal.
Ob das Blümchen weiß, daß es sich um Wochen in der Zeit vertan hat ?



Dennoch - ich habe mich über das zartrosa blühende Lungenkraut gefreut.

Und noch ein Grund zur Freude. Dies ist das erste Blog-Foto mit meiner neuen
Kamera, einer Panasonic FZ8.

Dienstag, 8. Januar 2008

Nostalgie oder Kitsch






Nach getaner Arbeit, dem Abräumen des Weihnachtsbaumes, hab ich mich heut mittag
gemütlich auf mein Sofa gesetzt. Im Rücken eines meiner uralten Sofakissen. Gestickt habe ich sie vor vielen Jahren, wo ich die Vorlagen her hatte ? Daran kann ich mich nicht mehr erinnern.
Aber ich weiß noch, daß es mir Freude machte die Kissen zu sticken. Es war spannend und entspannend. Das spannende daran war, ob ich sie jemals fertig stellen würde - grins.
Sie wurden fertig, genau wie eine ungarische Tischdecke in wunderschönen Farben, die
ich später einmal stickte.


Von Zeit zu Zeit tausche ich meine Kissenbezüge aus. Eigentlich bemerkt dies kaum jemand, obwohl ich wirklich schöne Exemplare habe. Passend zu den Vorhängen genäht oder Ton in Ton zum Sofa.
Doch diese beiden uralte Unikate, werden von fast jedem bemerkt. Und die wenigsten
können es kaum glauben, daß ich sie tatsächlich selbst gestickt habe und sie nicht von einem Flohmarkt sind.


Übrigens, ganz habe ich mich noch nicht von meinen Stickutensilien getrennt. Irgendwo in einem Schrank wartet noch ein nicht zu Ende gesticktes Etwas.
Irgendwann werde ich auch dies zu Ende bringen.