Dienstag, 24. Juni 2008

Potsdam für Gartenverrückte

Letztes Wochenende machten Susanna und ich einen Traum wahr. Da Susanna letzten September grad mal Langeweile hatte, entstand diese Idee. Und für gute Ideen bin ich immer zu haben.
So stiegen wir Samstagmorgen in den Flieger Richtung Berlin-Potsdam. Ziel war der Förster Garten, von dem wir schon soviel gehört hatten. Er enttäuschte uns nicht. Es war eine wunderbare Stimmung im Garten und vor allem der Senkgarten hatte es uns angetan.


Wir wanderten von Bank zu Bank um immer wieder innezuhalten und die herrlichen Eindrücke auf uns wirken zu lassen.




Ein kleiner Frosch nutzte das schöne Wetter um in seinen hauseigenen Whirlpool zu steigen und auf einer kleinen Grasinsel im Wasserbecken spielten 7 Fröschlein Verstecken.



Und klar, wenn man so viele schöne Pflanzen bestaunt, da entsteht das "Auchhabenwill"-Gefühl. So stürzten wir uns nachdem wir uns gestärkt hatten, in die dazugehörende Gärtnerei. Sie hatten -ohelend- jedoch noch eine viel größere Pflanzenauswahl, als wir erwarteten. Wunderbar übersichtlich aufgereiht, alles in Zugriffhöhe. Da wir (vielleicht besser ich) unsere Koffer- und Fluggepäckgewichtsfreiräume gehörig unterschätzten, griffen wir nach sorgfältigem Abwägen zu - grins. Und so kam es, daß wir die Gärtnerei mit je "nur" einer Tasche flugtauglich präparierten Stauden verließen.

Den Abend verbummelten wir in den vielen romantischen Straßen Potsdams. Vor dem Brandenburger Tor begrüßte uns ein peppiger Chor mit einem munteren Folkloreliedlein und die Sonne hüllte uns zu Ehren diese Kirche in ein faszinierendes Licht.




Der Sonntag begann mit einem gemütlichen Frühstück im Innenhof des Hotels.


Dann fuhren wir mit der Straßenbahn zur Freundschaftsinsel, auf der ein Sichtungsgarten angelegt ist. Da es doch ziemlich heiß war, nutzen wir auch da die schattig stehenden Bänke, um den parkähnlichen Garten zu genießen. Ich traf ein ausgewachsenes Exemplar eines Mammutbaumes. Solch ein noch klein und filigran aussehendes Bäumchen habe ich im Frühjahr in einem Anfall von Leichtsinn auf einem Flohmarkt gekauft. Ob ich wohl diese Höhe noch erleben werde ?


Neben Taglilien waren natürlich auch Rittersporne in vielen Blautönen zu sehen. Dieser hier war so blau, daß es dem Auge schon fast weh tat

Dank unseres Ausfluges weiß ich nun auch, welche Ausmaße die von mir gepflanzte Becherpflanze einnehmen kann.


Was und wo wir anschließend traumhaft gut gegessen haben, seht ihr auf SUSANNAS KUDELMUDEL-blog.

Nocheinmal bummelten wir durch Potsdams Straßen - ein paar nette Geschäfte hatten extra für uns geöffnet - und dann gings wieder nach Hause.



Wer Träume verwirklichen will
muß wacher und tiefer träumen
als andere
Karl Förster





Danke Susanna, für diese 2 schönen Tage, die Dank deine Organisation ein tolles Erlebnis waren.

Sonntag, 15. Juni 2008

Rosenmarkt Zweibrücken

Samstag fuhr ich mit ein paar sehr netten und lustigen Kräuterfrauen nach Zweibrücken zum Rosenmarkt.
8 muntere Frauen nahmen 6 Stunden Zugfahrt mit dem Schönes-Wochenende-Ticket auf sich.
Doch allein der Rosengarten war diese letztendlich kurzweilige Zugfahrt wert.
Selbstverständlich war der Gartenmarkt ein Anziehungspunkt und die meisten von uns fanden wie sollte es auch anders sein, dort ein paar Kleinigkeiten. Vom Markt habe ich keine Fotos gemacht, da er sonstigen Veranstaltungen ähnelte.

Dafür gibt es Bilder vom Rosengarten. Ich hätte stundenlang fotografieren können.
Die Rosen ließen keine Wünsche offen und bei einer Führung erfuhren wir sehr viel Wissenswertes über Rosen und auch die Geschichte des Parks.



Hier beim Hochzeitspavillon begann die Führung


Der Stamm eines Blauregens, der sich über eine mächtige Pergola spannte

Herrliche Rosenbeete, wunderschöne Staudenkombinationen, bepflanzte Riesenschalen,
Rosen in traumhaften Farben, Ehrfurcht einflössende Bäume









Besonders angetan waren wir von diesen Kunstwerken, die in großen Bäumen hingen







Diese rosarote, puschelige Aster (Aster dumosus 'Augenweide') fand ich herrlich


und total fasziniert hat mich die Farbe der Rose 'Brillant', eine leuchtendes orangerot. Sie wurde auch auf dem Gartenmarkt angeboten, ob sie eines Tages auch in meinem ländlichen Garten steht, weiß ich noch nicht. Die Farbe ist doch sehr dominant und die Blüte wirkt sehr edel. Da werd ich wohl noch ein paar Nächte drüber schlafen.

Doch mit Sicherheit werd ich mich auf die Suche nach 'Sweet Pretty' machen, leider war sie bereits ausverkauft.



Einen Besuch des Rosengartens in Zweibrücken kann ich nur empfehlen. Besonders habe ich mich darüber gefreut, daß außer den Rosen auch Stauden und Sträucher beschriftet waren. Vielleicht reicht mir das nächste Mal die Zeit für den Wildrosengarten.

Bedanken möcht ich mich bei den Kräuterweiblen, daß sie mich so offen und herzlich in ihrer Mitte aufgenommen haben. Es war ein wunderschöner Tag.

Freitag, 23. Mai 2008

Überall zu finden Hostas

Da Sigrun nach meiner Hostawanne gefragt hat - bitte schön - hier ist sie



eigentlich sollten es weniger sein, hatte ich es doch tatsächlich geschafft, einige Exemplare in den Garten zu setzen. Doch wer erstmal der Hosta-Sammelleidenschaft verfallen ist, weiß, es gibt ja noch soooo viele schöne.
Die Formen-, Blatt-, Größen- und Farbenvielfalt ist fantastisch. Und jedes Frühjahr das spannende Schlüpfen der ersten Hörnchen, das Aufrollen der Blätter - es ist unbeschreiblich.



Und so hab ich halt, wie könnt es anders sein, auch einige wieder in Töpfen untergebracht.
Da ich über einen wunderbaren Sandsteinbrunnen in allernächster Nähe der Hostas verfüge, ist auch die Gießerei nicht so schlimm. Ich verfüge schließlich über einen lieben Helfer, der mir oft/manchmal ohne Murren - smile - die vielen Kannen griffbereit füllt.

Dieses Jahr bepflanzte ich auch meine verzinkten Einmachtöpfe und Eimer vor der Holzbiege mit Hostas. Sie benötigen sehr viel weniger Wasser als Cannas und das Blatt ist von Frühling bis Herbst interessant. Als Zugabe gibt es ab Sommer und zauberhafte Blütenstiele meist in zartem lila und manchmal in weiß.


Und schließlich verfügen alle Gartenbesitzer über Schattenecken - nur ich hatte keine. Die Betonung liegt auf hatte - smile - denn ich habe mir eine geschaffen.
Sie liegt hinterm Haus und außer mir findet sie fast keiner. Desto öfter findet man mich dort. Da in dieser Ecke nicht sehr viel Boden verhanden ist, formte ich mit Sandsteinen ein kleines Beet und füllte mit meiner Spezial-Erdmischung auf.
Jeden Tag freue ich mich darüber wie wunderbar die Hostas angewachsen sind und inzwischen haben sich noch Farne, eine Hortensie, freche Fingerhüte und ein paar andere Pflänzle dort eingefunden.












Eigentlich bin ich überrascht, daß die im Garten ausgepflanzten Hostas problemlos wachsen. Mein Garten ist den Tag über sonnig, dies macht meinen Hostas nicht das geringste aus, obwohl sie keine zusätzlichen Wassergaben bekommen.
Überhaupt bekommen bei mir nur Garten-Neulinge Wasser, solange bis ich denke, daß sie eingewachsen sind.
Inzwischen habe ich richtig staatliche Hostabüsche, die ich wohl irgendwann einmal teilen muß.

Noch schnell ein paar besonders schöne Pflanzen








Meine Hostas haben keine Namen - nein, das stimmt natürlich nicht. Bei einigen steckt ein Schildchen. Doch für mich ist es nicht wichtig zu wissen, das ist Hosta soundso.
Wenn ich tatsächlich in Versuchung komme eine neue Pflanze zu kaufen, schau ich in mein schlaues Büchlein. Darin habe ich alle Hostas aufgelistet.

Besonders freut es mich, daß Rehe anscheinend keine Hostas mögen. Bis jetzt wurde keine angeknabbert. Bis jetzt - es könnte natürlich sein, daß die lieben Rehlein nun böse auf mich sind, denn seit heute habe ich meine Rosen und sonstige Leckereien eingezäunt. Doch das ist eine andere Geschichte.

Freitag, 16. Mai 2008

Gartenlust

Es ist ein Lust, in den Garten zu gehen. Mir geht es wie Sigrun, Fenster bleiben schmutzig, in der Wohnung wird nur das Allernötigste gemacht. Vielleicht sollte ich mir mal wieder Gäste einladen, das beste Mittel um auch die eigenen vier Wände wieder in Ordnung zu bringen.

Ich kann mich an den einzelnen Gartenecken nicht satt sehen, nur wenige Schritte oder auch nur eine leichte Drehung und es bietet sich wieder ein neues spannendes Gartenbild.

Jeden Morgen gehe ich als erstes auf den Balkon, um kurz mal in den Garten - nein in einen Gartenteil zu gucken.



Manchmal reicht es mir auch noch für einen ganz kleinen Gartentrip. Leider nur manchmal.
Doch nachmittags hält mich dann nichts mehr. Inzwischen nehme ich mir selten gezielt eine Arbeit im Garten vor, denn kaum bin ich draußen, habe ich meine Vorsätze vergessen und sehe dies und das und dort





Eins meiner Gartenhühner, Erinnerung an einen schönen Wellnessnachmittag - smile



Der Kaskadenthymian hat sich wieder wunderbar ausgebreitet, obwohl ich ihn letztes Jahr wegen der Treppenarbeiten ausbuddeln und teilen mußte. Er ist über und über mit zarten Blüten bedeckt.




Zum erstenmal blüht Viburnum Mariesii, der sich am Waldrand an unserer Grundstücksgrenze sichtlich wohl fühlt.



Auf dem ersten Bild ist übrigens Viburnum Watanabe, ein Zwergschneeball zu sehen. Er hat eine unwahrscheinlich lange Blütezeit.
Ebenfalls am Waldrand - mit freundlicher Genehmigung des Waldbesitzers - sitzt seit 4 Wochen Azalea pontica , ein goldgelb blühender und duftender Rhododendrum. Schon von den ersten Blüten sind wir begeistert und mein Mann ist heute eigenhändig hoch geklettert und hat rundrum Farne und sonstiges beseitigt - grins




Und das erste Röslein blüht. Es ist ein fast weißes, ungefülltes Röslein mit leichtem Duft. Die Blüten sitzen aufgereiht wie Perlen an den bogigen Zweigen.
Leider weiß ich den Namen nicht


Samstag, 10. Mai 2008

Pfingsten



Ich wünsche allen ein wunderschönes Pfingswochenende

Monika

Montag, 28. April 2008

Fast vorüber


Fast vorüber ist dieser regenreiche April. Im Garten konnte man kaum arbeiten. Und doch ist im Garten viel passiert. Nach den Schneeglöckchen kamen die Narzissen. Die Traubenhyazinthen und Vergißmeinnicht haben ganzen Gartenteile in ein blaues Blütenmeer verwandelt, und dies obwohl ich stetig gegen diese kleinen Zwiebelchen der Muscaris ankämpfe und sie kurz vorm Verblühen büschelweise entsorge.

Täglich spaziere ich nun durch den Garten und begrüße die Stauden, die sich ans Tageslicht wagen. Groß ist die Freude, wenn vor allem selbst gezogene Staudenkinder es geschafft haben, diesen naßen Winter zu überstehen.


Zum ersten Mal blüht dieser Beinwell, den ich von einer Gartenfreundin bekam. Er ist wunderbar eingewachsen und ich werde ihn dieses Jahr wohl schon teilen, um damit einer größere Fläche zu bepflanzen.









Auch ein Neuling, dieser weiß blühende Lerchensporn. Das duftige Laub der verschiedenen Lerchensporn-Arten mag ich sehr. Der gelbe Lerchensporn vagabundiert inszwischen durch den gesamten Garten. Der blaublühende steht noch auf meinem Wunschzettel.










Primel Rosea leuchtet in einem kräftigen pink












zarte Blüte einer Küchenschelle











sind diese klitzekleinen Blütchen des Polsterphloxes nicht faszinierend ?




Eine Papageien-Tulpe, die ich in geschlossenem Zustand am schönsten finde


Der weiße Germer, eine seltene Pflanze. Sie soll Jahre brauchen, bis sie zum erstenmal blüht. Doch alleine der Blattaustrieb ist fantastisch. Da warte ich gerne noch 2 Jahre. Manchmal bin ich eine geduldige Gärtnerin - smile.


Ein diesjähriger Neuzugang ist dieser Sternwurz


Erst seit gestern ist der Federbuschstrauch bei mir zuhause. Ich werde ihm ein schönes Plätzchen suchen, damit seine wuscheligen Blüten schön zur Wirkung kommen.


Ja, da ich im Garten nicht viel werkeln konnte, hatte ich Zeit meine kleinwüchsigen Hostas in einem alten Tisch zu dekorieren. So ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis noch nicht. Es stört mich, daß man die Töpfe sieht. Vielleicht nähe ich aus Unkrautfolie kleine Pflanzsäcke, die ich dann in der Erde verstecken kann.