Punkt neun gings los und nach 1 Stunde Fahrt hielt unser Bus an einem an der Straße gelegenen alten Bauernhaus. Auf den ersten Blick war kein Garten zu sehen. Auf den zweiten Blick sah man dann dieses hübsche, uralte, strohgedeckte Bauerhäusle auf der gegenüberliegenden Seite.
Eigentlich waren es dann 2 kleine Bauerngärten. Der erste lag hinter Hecken versteckt genau gegenüber dem eigentlichen bewohnten Bauernhaus. Ein großer, blau blühender Hortensienbusch markierte den Eingang zum Garten
Im Garten waren alle erdenklichen Gemüsesorten und wie es sich für einen Bauerngarten gehört, bunt gemischt mit Gewürzen und Blumen.
Im zweiten Gärtchen sah es ähnlich aus. Dieser lag ein Stück weiter direkt vor dem uralten Häusle. Dieses alte idyllische Haus war liebevoll umpflanzt und ich hätte es gerne einmal von innen gesehen.
Der zweite Garten, den wir besuchten war kein Bauerngarten. Es war ein Raritäten- und Spezialitätengarten, der einem ehemaligen Staudengärtner gehört. Er sprühte nur so vor Begeisterung für seine Pflanzen und wir waren sehr beeindruckt von der Vielfalt.
Die natürlichen Pflanzungen waren beeindruckend und die 2 Steingartenbereiche, deren Grundlage verschiedene Gesteinsorten sind begeisterte auch mich, obwohl ich es eigentlich nicht so mit Steingarten und Alpinum habe.
Mit vielen Notizen und auch wieder einigen Habenwünschen machten wir uns dann auf den Weg zum 3. Garten. Die Anfahrt auf einer schmalen Straße durch Wald und Wiesengelände war alleine schon fast abenteuerlich. Doch damit nicht genug. Als wir aus dem Bus ausstiegen war nirgendwo ein Bauernhaus geschweige ein Bauergarten zu sehen, lediglich Wald, Wiese, Schwarzwald.
Ein kleiner Fußmarsch war angesagt, ca. 1 km wanderten wir erwartungsvoll und neugierig zu unserem letzten Ziel. Die Überraschung war groß. Auf einer kleinen Hochebene angelangt lag vor unser ein großer Bauernhof mit Leibdinghaus, Stallungen und einem fantastischen Bauerngarten. Man wußte garnicht, wo zuerst hinschauen, so vieles gab es rund ums Haus und Hof zu sehen.
Das große Staudenbeet vor dem Treppenaufgang
die vielen kleinen geschmackvollen Dekorationen
auch hinterm Haus große Blumen- und Staudenbereiche
ausrangiertes nochmal wiederverwendet
Der eigentliche Höhepunkt war für mich jedoch der Bauerngarten. Selbstgezogene, aus eigener Samengewinnung Gemüsesorten, in Reihen angepflanzt nach einem durchdachten
Fruchtwechselplan. Es gab seltene Gemüsesorten wie Erdbeerspinat, ewiger Kohl, verschiedene Erbsensorten, und dazwischen immer wieder eine Reihe Kapuzinerkresse.
Oberhalb des Bauernhauses war der Kräutergarten. Und auch dort gab es als Einrahmung
Stauden in Hülle und Fülle. Besonders die Phloxe in tollen Farben begeisterten mich.
Als Abschluss gab es dann ein 'Vesper'
Auf dem Tisch standen Köstlichkeiten wie Kräuterbutter, Rosenbutter, einen Karotten-Brotaufstrich mit selbstgebackenem Brot, Kräuterbrot, einen Hefekuchen sowie fruchtige Quarkschnitten. Dazu leckeren Kräutertee mit frisch überbrühten Kräutern und Ringelblumen.
Schade, daß die Zeit so schnell vorüber ging. Ich hätte gerne noch einen zweiten Gartenrundgang gemacht. Doch der Bus wartete schon und brachte uns wohlbehalten zurück nach Freiburg.
Es war insgesamt wieder einmal ein wunderbarer Tag und ich freue mich, daß ich diese Fahrt mitgemacht habe.
Unerfreulich war dann jedoch die Heimfahrt. Ich geriet in einen Stau und so wurden aus einer Stunden 3,5 Stunden Fahrt. Als ich dann nachts um 1 Uhr zuhause ankam, war ich dann wirklich geschafft.




