Dienstag, 29. September 2009

Drei auf einen Schlag

Wie versprochen, gibt es nun einen kleinen Bericht über 3 tolle, jedoch grundverschiedene Gärten, die ich letzten Sonntag auf der Heimfahrt von Basel besuchen durfte.

--------------- der Garten von Iris --------------

Unser erster Halt war bei Iris, einer Forumsfreundin in Wutöschingen. In diesem Garten war ich vorletztes Jahr schon einmal, jedoch zur Sommerzeit. Iris ist eine
hervorragende Pflanzenkennerin und ihre Pflanzen sind meist ausgesuchte Raritäten.
Diesen Garten wollte ich mir daher zur Herbstzeit nicht entgehen lassen und freute mich sehr, daß Iris Zeit für einen Gartenrundgang in ihrem Hausgarten hatte. Dieser ist nicht sehr groß, doch die Pflanzenvielfalt ist dafür umso größer. Höhenstaffelungen und farbliche Abstimmungen sind absolut stimmig (da muß ich noch einiges lernen)

Schon der seitliche Garteneingang wirkt sehr einladend.



Rechts daneben gleich eine weiterer Hingucker


Gleich links vom Weg eine gelungene Kombination in weiß mit Knöterich, Hortensie Annabell und verschiedenen Gräsern.


Clematis Huldine blüht noch immer im schönsten weiß hat sich ungestüm über einem Obelisken ausgebreitet.


Im Mittelpunkt des Gartens das Beet mit überschäumenden Astern, in zarten Farben














im schattigen Bereich sind einige Hostas zu bewundern


und auch zwei besonders hübsche Farne


Überall tolle Blattkombinationen


Leider hatten wir eine geballtes Programm vor uns und so konnten wir auf diesem einladenden Bank nicht Platz nehmen. Wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, wäre ich wahrscheinlich, statt mich zu setzen, noch ein weiteres Mal durch den Garten gegangen.

Ein herzliches Dankeschön an Iris für diesen schönen Sonntagvormittag und für die
vielen Ableger die nun meinen Garten bereichern.

------------- der Garten von Ursel ------------

Der Besitzerin des nächsten Gartens bin ich auf einer Gartenreise im letzten September begegnet. Ihre mitreißende Gartenbegeisterung und auch ihre Homepage (www.garten-ebnet.de) hatten mich sehr neugierig gemacht. Deshalb habe ich mich riesig gefreut, daß sie auch sie ihre Gartentür extra für mich öffnete. Ich muß gestehen, noch immer träume ich von diesem Garten, der auf mich unwahrscheinlich
beruhigend und entspannend wirkte. Die Pflanzenkombinationen in ihrer Natürlichkeit waren mit Fingerspitzengefühl ausgewählt und wir kamen aus dem Staunen nicht heraus.
Da Ursula auf ihrer HP den Garten sehr treffend beschrieben hat, lade ich euch ein, meine Fotos einfach zu genießen





















































Auch ein Ursel ein ganz herzliches Dankeschön dafür, daß wir mit noch 4 Gartenfreunden den Garten ausgiebig genießen durften. Und wer weiß, vielleicht gelingt es uns tatsächlich einmal einen kleinen Urlaub in Ursels Ferienwohnung einzuplanen.



----------------- der Garten von Flora -----------------

Nachdem Flora schon Bedenken hatte, daß ich ihren Garten in 10 Minuten durchwandern wollte - smile - nein, die 10 Minuten waren nur als Treffpunkt mit Pene und Evodia vorgesehen - besuchten wir nun Floras 'offene Gartentür', die eigentlich der Auslöser für meine Gartenheimfahrt war.


Eingebettet in die Weite der Wiesenlandschaft liegt Floras Gartenreich. Kein Zaun und sonstige Begrenzung engt ihre Deko- und Pflanzenleidenschaft ein.
Viele dieser hübschen aufgepießten und dekorierten Äpfelchen zeigten den Besuchern wo es lang ging und führten auch über die Wiese bergan zu romantischen Sitzplätzen. Also folgt mir und den Äpfelchen




































































Verabschieden möchte ich mich mit dem Foto von Floras Freundschaftsbeet, in das sie die Pflanzenmitbringsel unseres Forumstreffen integriert hat. Eine tolle Idee, oder ?



Für mich war es ein rundherum schönes, gelungenes Wochenende.

Donnerstag, 24. September 2009

September - zum ersten

Der September ging viel zu schnell vorbei. Eigentlich hatte ich ja davon 14 Tage Urlaub, aber naja wenn man eine Nebenerwerbs-Landwirtschaft hat und im Urlaub nicht konsequent das Weite sucht, ist nicht viel mit Entspannung und Erholung.
Lediglich ein Tag Bodensee - unterwegs hab ich dieses blecherne Hühnle gefunden -



und ein Tag Richtung Bayern, um ein im ebay ersteigertes Gartentor abzuholen, waren urlaubsähnlich.
Noch ein Schnäppchen hab ich in dieser Zeit im ebay gemacht, 3 tolle Gartenstühle für ganz kleines Geld - freu.


Und bei einem Sperrmüllrundgang wurde ich auch wieder fündig. So ein Rundgang ist immer spannend und man kann es manchmal nicht fassen, was Leute alles wegschmeißen.
Manch anderer wär froh, um manches schöne Teil. Ich war dieses Mal auf der Suche nach neuen 'alten' Holzstühlen für meinen Garten und gefunden habe ich unter anderem 2 schöne Stühle.





Doch letztes Wochenende hatten wir dann doch noch einen Miniurlaub. Wir fuhren zum Klassentreffen meines Mannes nach Basel. Vorbei gefahren bin ich an Basel schon oft, vorbei an häßlichen Fabrikgebäuden und rauchenden Chemieschornsteinen. Auch war ich mit den Kindern des öfteren im Basler Zoo. Daß Basel jedoch eine so schöne Altstadt hat, überraschte mich.

Das Klassentreffen fand in Basel-Land, in Pratteln statt. Dort trafen wir uns Freitagabend und wir verbrachten einen gemütlichen Abend bei Gino und Irena.
Samstagmorgen ging es dann mit dem Straßenbähnle Richtung Basel-Stadt, d.h. direkt in die Innenstadt.


Eine sehr nette Stadtführerin erwartete uns bereits und wir machten einen informativen Stadtrundgang. Vorbei an schönen Brunnen




und durch heimelige Gassen













Überrascht hat mich, daß die Altstadt von Basel ziemlich hügelig war. Auf einem der höchsten Punkte steht die Barfüsserkirche. Eine faszinierende Kirche, wobei mir die Bestuhlung am besten gefiel. In der ganzen Kirche gab es keine Bänke, überall standen Holzstühle, deren Lehnen mit unterschiedlichen Ornamenten geschnitzt waren.



Hinter der Kirche dann ein toller Ausblick über den Rhein.



Interessant war auch der Ausblick auf die gegenüberliegende Rheinseite. Die Häuserfassaden waren zum Teil kaum 3 m breit, was daher kommt, daß die Steuern früher entsprechend der Fassadengröße bezahlt werden mußte.




Eigens für uns spielte das Polizeikapelle im Innenhof des Rathauses.













Nicht nur die Rathausfassade beeindruckte uns, es gab viele schöner Häuser zu sehen.













Es war insgesamt ein richtiger schöner Tag bei noch immer sommerlichen Temperaturen und gutem Schweizer Essen.





Sonntagmorgen bestaunte ich noch den Oldtimer eines Klassenkameraden, ein atemberaubender Cadillac.












Ein herrliches Gefährt, ein fast 6 m langer Traum in altrose. Zum Parken benötigt Konrad allerdings 3 zusammenhängende Parkplätze, was nicht immer so einfach zu finden ist. Wenn Konrad mit glänzenden Augen von seinem Caddy erzählt, spürt man die Liebe zu seinem Oldtimer, der übrigens alltagstauglich ist und nicht nur für sonntägliche Spazierfahrten genutzt wird.

Wir machten uns jedoch in unserer klapprigen alten Blechkiste auf dir Heimfahrt. Ich muß gestehen, daß mir die Heimfahrt mindestens genauso viel Freude machte, wie das Klassentreffen. Denn wir besuchten noch 3 tolle Gärten,

den kleinen, feinen Garten von Iris


Floras offene Gartentür


und den außergewöhnlichen Garten von Ursula




Doch dazu mehr im nächsten blog

Montag, 24. August 2009

Grün

Endlich Urlaub, Ferien zu Hause. Wobei die Ferien daheim um diese Zeit doch meist mit Arbeit verbunden sind.
So haben wir heute 10 Kisten Kartoffeln aus der Erde geholt - der Winter kann kommen.

Ja und dann ist auch bei mir gießen angesagt. Wenn ich morgens aus der Haustür komm fällt mein erster Blick auf unseren Brunnentrog. Und falls noch irgendwo eine volle Kanne Wasser steht wird sie meist auch gleich verteilt. Ansonsten ist das Befüllen der Kannen Aufgabe meines Sohnes - meistens, aber so ganz klappts nicht immer.


Der Innenhof ist inzwischen richtig grün, blühendes gibt es nur noch wenig. Wobei ich diese verschiedene Grünschattierungen und Blattstrukturen sehr mag.

Neben unserem Hofbänkle steht die Zitronenverbene, meine Lieblingsduftpflanze. Davor eine besonders schöne Buntnessel. Ich darf es nicht verpassen, rechtzeitig Stecklinge zu bewurzeln, die dann auf der Fensterbank auf ihren Auftritt im nächsten Jahr warten. Dahinter steht ein Tomatenbaum mit inzwischen mächtigen Blättern, den ich als kleines Pflänzle im Joghurtbecher im Mai auf einem Pflanzenmarkt gekauft habe. Er soll ja tatsächlich einmal Früchte tragen, vielleicht nächstes Jahr, wenn ich ihn über den Winter bring.


Neben der Haustür steht die nächste Grünpflanzenkombi.

Ein Fruchtsalbei, auch eine tolle Streichelduftpflanze, daneben wieder eine Buntnessel und dahinter ein Solanum (oder so ähnlich - smile)



Meine Leiter hat sich dem Grüntrend ebenfalls angepaßt. Unten ein Basilikum, darüber 2 verschiedene Duftperlagonien.


Der Korallenstrauch wird wohl erst nächstes Jahr blühen, doch ich kann es erwarten. Hat er doch dieses Jahr schon kräftig zugelegt.

Auf dem Pflanztisch drängen sich zur Zeit jede Menge Pflänzlis. Dort steht auch meine Glasglocke, unter der die nächsten Staudenbabys heranwachsen.
Es sind Stecklinge von einem sehr duftigen Blutweiderich, den ich vor kurzem erst gekauft habe. Die ersten Wurzeln konnte ich schon nach gut 2 Wochen durch die Bodenöffnung des Topfes ausmachen. Die Anzucht von Stecklingen unter der Glocke ist genial einfach. Warum bin ich nicht schon früher darauf gekommen.
Auf die gleiche Art und Weise habe ich inzwischen richtig gut aussehende Ableger von meiner Hanfmalve gemacht.
Sieht doch prima aus - oder ? Wie es mal wieder regnet werde ich sie auspflanzen, damit sie noch gut einwurzeln und dann hoffentlich den Winter überstehen. Falls nicht, werde ich nächstes Jahr einfach etwas früher die Stecklingszucht angehen.




Dies ist eine meiner Lieblingsgrünpflanzen.


Davon hab ich auch schon wieder Ableger gemacht, die dann im Wohnzimmer auf der Fensterbank überwintern. Ich hatte letztes Jahr einen kleinen Ableger aus einem Balkonkasten in Drusenheim im Elsaß stiebitzt (ich weiß, das macht frau nicht) und zuhause im Wasserglas bewurzelt. Die Pflanze wächst innerhalb kurzer Zeit zu einer kräftigen Pflanze und fühlt sich in der Sonne wie im Schatten wohl. Zudem ist sie nicht übermäßig durstig. Die Blätter sind ziemlich dick und samtweich behaart. Kaum verständlich, daß ich sie noch bei keinem Gärtner hier bei uns gesehen habe.

Und Dank Wurzel weiß ich nun auch, um welche Pflanze es sich handelt. Es ist ein Haferstrauch -Plectranthus madagascariensis 'Variegatus'.
Liebes Wurzel herzlichen Dank dafür !

Doch da, etwas blühendes. Eine Fuchsie, ein Andenken aus unserem letztjährigen Urlaub in Dänemark. Nicht stiebitzt, sondern ehrlich gekauft.


Und vor dem Pflanzentisch stehen noch einige blühende Errungenschaften von meinem Maikammerbesuch vorletzten Sonntag. Darunter die Clematis rebecca, in einem herrlichen Weinrot.

Samstag, 8. August 2009

einmal im Halbkreis im August

heute morgen war das Wetter ideal; der Himmel war bedeckt und so konnte ich endlich mal wieder einen richten Foto-Garten-Rundgang machen.
Dieses Mal habe ich den Garten am Rasenmäher-Törle betreten, gleich vorne am an der orangenen Gartenecke. Momentan ist dort nicht gerade viel los. Der Johanniskrautstrauch hat sich mit roten Beeren geschmückt. Die Taglilien haben ihre wirklich allerletzten Blüten aufgesetzt. Rose Graham Thomas weiß noch nicht, ob sie tatsächlich nochmal blühen will, Euphorbie griffithii hat von ihrer Vitalität eingebüßt und neigt sich der Erde zu. Ich werde sie wohl bald zurückschneiden müssen.
Lediglich die Dahlien laufen zu ihrer Höchstform auf.














Doch dieses Blümchen, ich glaube sie ist einjährig, hat mich heute mit ihrer ersten leuchtend orangenen Blüte begrüßt.








Der Garten wirkt schon fast spätsommerlich. Die Gräser haben sich zu großen Büschen entwickelt und die staudigen Sonnenblumen leuchten lebhaft. Die ersten Hostas haben mit dem herbstlichen Rückzug begonnen. Fast wehmütig wirken sie.
Doch auch jetzt gefällt mir der Garten und nach einigen Fotopausen bin ich dann bis zum Himbeergarten vorgedrungen. Dieses Gartenstück hat sich dieses Jahr prächtig entwickelt und so langsam gibt es auch hier einiges zu sehen. Zufällig stand ich am
fast unten am Straßenrand, hinter mir der Weidezaun, der den Rehen den Einstieg in mein Reich erschweren soll. Dort hab ich mich Halbkreis gedreht und dies mit der Kamera festgehalten.

Rechts von mir die Hortensie Blaumeise, die noch immer neue Blütenansätze schiebt.


Dahinter Clematis viticella 'Rubra' ihre letzten beiden Blütchen.


Dann zeigt sich schon fast ein spätsommerliches Bild. Die weideblättrige Sonnenblume im Vordergrund hat an ihrem neuen Standort noch noch die endgültige Größe erreicht.
Dahinter Gras Miscanthus mit den herrlichen Blütenständen. Daneben Rose Glauca mit den schokoladig glänzenden Hagebutten. Federmohn und Baldrianblüten haben sich der Farbe angepaßt. Auch der Knöterich davor macht das Farbspiel mit.


Ich dreh mich leicht und eine meiner Hortensien Annabell bestimmt das Bild. Die riesigen Blütenköpfe haben unter den kräftigen Regenschauern gelitten. Die Stütze hat nicht viel genutzt. Im Hintergrund ist einer der letzten alten Zwetschgenbäume im Gartenbereich zu sehen. Er schaut dieses Jahr sehr schlecht aus und wir werden ihn im Herbst wohl kräftig zurückstutzen, in der Hoffnung, daß er noch ein paar Jahre durchhält. Die Sichtlücke zum Baum wird nächstes Jahr wohl zugewachsen sein. Dort habe ich verschiedene neue Stauden gepflanzt. Am rechten Bildrand der Kuchenbaum, davor ein gelb blühender, sehr wüchsiger Salbei.



Dann am Kuchenbaum links vorbei der Blick. Eine der schönsten meiner staudigen Sonnenblumen in einem warmen gelb, gefüllt und sehr standfest.
Bis in 2 Wochen wird sie wohl voll erblüht sein, ebenso wie der dahinter stehende große Busch Solidago 'Fireworks', der wenn er blüht ein Traum ist.
Komischerweise ist er recht selten in Gärten anzutreffen. Rechts davor eine weiß blühende Artemisia.



Ein kleines Stück weiter - das nächste Beet. Am Beetende der rote Perückenstrauch.
Rechts davon wachsen Rose Rapsodie in blue und eine weiß blühende Clematis als Verbindung zwischen den beiden.



Die Mitte diese Blumenbeetes bestimmt Rubus thibetanus, letzten Herbst in Holland gekauft und schon jetzt ein Hingucker mit den weiß bereiften Ästchen. Als Kontrast dazu Dahlie Bishop of Landloff mit ihren knallroten Blüten auf fast schwarzem Laub.



Dann drängt sich Aralia californica ins Bild, obwohl sie schon im Beet dahinter steht. Dieses Jahr noch stattlicher, gut daß ich ihr soviel Platz eingeräumt habe.


Das Beetende bildet Hortensie Hortensie Annabelle 'hayes Starburst' sowie Rose 'Falstaff', die gerade zur zweiten Blüte ansetzt. Zusammen mit einer sehr kompakten, großen Echinacea, einer Kermesbeere und einem duftigen Gras werden sie ,so hoff ich doch, eine richtige schöne Gruppe bilden.


Den Halbkreis beendet zu meiner linken ein 'stink'normaler Wiesendost, der sich einfach ohne zu fragen, hier angesiedelt hat. Doch mit seinen altrosenen Puschelblüten gefällt mir und darf deshalb bleiben. Schließlich müssen es nicht immer Raritäten sein, oder ?


Ganz schnell lohnt sich ein genaueres Hinsehen bei dieser Tabakpflanze, fast 2 m hoch und dann mit rosanen und weißen Blütchen bestückt.


Und auch an den Cosmeen komm ich nicht vorbei, ohne zum x-ten mal ein Bild zu machen.



Bevor ich mich nun zum Hügelausblick hinauf begebe und noch ein schneller Blick zurück