Sonntag, 8. November 2009

Noch immer Herbst - im November

Herbst.... und es geht mit Riesenschritten auf den Winter zu. Doch noch immer gibt es Farbe in meinem Herbstgarten, auch wenn man schon etwas genauer hinschauen muß.
So hab ich mich heut morgen mit meiner Digi bewaffnet, auf die Suche gemacht.
Vorsichtig...., denn auf meinem abschüssigen Gelände sind gerade jetzt zur Herbstzeit die Regenwürmer sehr fleißig. Überall haben sie Spuren ihrer Arbeit hinterlassen, im Nu ist man auf den wertvollen Arbeitsnachweisen ausgerutscht


Nicht zu übersehen sind die sehr viel größeren Arbeitsbereiche meines diesjährigen Gartenbegleiters


Der eigentlich Grund meines Morgenspazierganges war die Aster tartaricus, ich wollte schauen ob sie noch immer blüht.

Tatsächlich, sie blühte noch immer, die späteste Astern aller Astern. An anderer Stelle gepflanzt hat sie allerdings nur ihre untypischen Asternblätter getrieben, von Blüte keine Spur.

Neben der Aster blüht noch immer die dunkelrote Clematis


Vorbei an meinem diesjährigen Gartenprojekt, einer neuen zusätzlichen Treppe - links davon mein neues Hostareich, wollte ich noch schnell nach meinen Trockenbeeten am Hügelausblick schauen.

Unterwegs der Blick nach unten zu Rubus thibatenus 'Silver Farn' dessen weiße Bereifung schon jetzt ein Blickfang ist. Die Umpflanzaktion hat er gut überstanden.


Wolfsmilch 'Jessie' überrascht mich mit einer tollen Herbstfärbung. Dappigerweise, habe ich nur noch wenige Stiele stehen lassen.

Naja, das passiert mir nur einmal. Wobei ich den Verdacht habe, daß sie sehr platzeinnehmend sein wird.

Dem Farbton passen sie die Blätter von Rosa Rugosa 'Roseraie d l'Hay' an.


Ganz toll entwickelt hat sich am Hügelausblick die rosmarinblättrige Weide, eine Weide, die auch auf trockenen Standorten wächst.

Ich habe schon einige davon Stecklinge bewurzelt und auch verschenkt.

In unmittelbarer Nachbarschaft der panaschierte Giersch.

Er soll ja nicht ganz soo ausbreitungsfreudig sein, wie sein unkrautmäßiger Verwandter, doch nun ja, vermehrt hat er sich schon. Gut, daß man auch ihn verspeisen kann.

Etwas spät dran - der einjährige Sonnenhut

Ein Neuzugang, Hortensie arborescens 'White Dome', deren weißen Blütenstände mich von Anfang an faszinierten. Und nun noch die gelbe Herbstfärbung der Blätter - eine zusätzlicher Grund zur Freude


Die erste Christrose blüht


Nicht widerstehen konnte ich letzte Woche dieser Chrysantheme, obwohl bei mir noch nie eine über den Winter gekommen ist. Die Farbe gefiel mir jedoch so gut ....


Die letzten kleinen Lampionblüten leuchten

Übrigens habe ich letzte Woche gelernt, daß man die kleinen roten Beeren im Inneren essen kann. Sie sind ebenfalls wie die Andenbeeren ausgereift sehr schmackhaft - das kann ich nun bestätigen - und kleine Vitaminbomben sollen es auch sein.

Noch ein letzter Blick, da noch eine letzte Blüte

Montag, 26. Oktober 2009

Also gut, sprechen wir vom Herbst

Sigrun spricht vom Herbst, Susanna spricht vom Herbst, gut unterhalten wir uns.
Eigentlich mag ich den Herbst. Doch dieses Jahr hat er mich auch ein bißchen enttäuscht. Durch den frühzeitigen Frost und vielleicht auch durch die wochenlange Trockenheit blieb die Herbstfärbung einiger Pflanzen und Sträucher ganz aus oder sie war nur sehr kurz oder es war nur eine kurz Wischiwaschifärbung.
So der Kuchenbaum - ich hatte sooo tolle Fotos mit umwerfender Herbstfärbung gesehen und dazu noch der hochgelobte Duft der fallenden Blätter. Nix war, leicht gelblich färbten sich die Blätter dann fielen sie duft- und saftlos zu Boden.

Auch die Schmuckrebe Vitis coignetiace, letzten Herbst mit tiefrot leuchtenden Blättern in meinem Garten eingezogen - toll angewachsen - dann im unteren Bereich ein leicht lasche Färbung - und sonst nix.

Hab ich mich halt mit meinen Gräser und sonstigen Samenständen trösten müssen.

Phlomis - Brandkraut


Staudenclematis


Hübsch wirken die wuscheligen braunen Blütenständen der Rispenhortensie


Die letzten Blüten von Astrantia


Blattährengras


Überhaupt haben jetzt die Gräser ihren ganz großen Auftritt bei mir. Ich muß gestehen, daß ich meinen Garten schon doch schon ziemlich abgeräumt habe. Ja ich weiß, die Vögel und sonstige Insekten mögen einen unaufgeräumten Garten. Doch ist mein Garten inzwischen ganz schön groß, und ich möchte einfach nicht zuviele Arbeiten auf einmal erledigen müssen. Denn dann wird Gartenarbeit streßig, und das darf sie bei mir nicht werden. So habe ich schon Berge von Schnittgut gehäckselt, die meisten Astern und sonstigen Herbstblüher mußten dran glauben.
Für die Gräser bedeutet dies, sie kommen nun so richtig zur Wirkung. Nur schade, daß sich die duftigen Gräser und auch die Molinas so schlecht digifieren lassen.

Diamantgras - es legt jedes Jahr zu und wird immer hübscher


ein Miscanthus, das nicht ganz so hoch wird und immer sehr spät zur Blüte kommt


namenlos - aber schon den ganzen Sommer sehr duftig wirkend, eins meiner vielen Lieblingsgräser


als großes amerikanisches Liebesgras gekauft, aber ich bin nicht ganz so überzeugt ob es ein Liebesgras ist. Auf jeden Fall ist es nicht sehr standfest und hat deshalb einen Stuhl zum 'sitzen' bekommen. Diese Idee kam mir letztes Jahr, als ich mir überlegte, ob ich nun dieses Gras raus reiß oder wie ich es in Form bringen könnte.
Da fiel mein Blick auf einen Stuhl, dessen Sitzfläche durchgefault war und zum verbrennen bereit stand. Nun dürfen meine wenig standfesten Gräser alle 'sitzen', gerade für hanglastige Gräser war das die Idee.
Darum bin ich auch ab und zu Sperrmüllsammler, eine tolle Fundgrube für Gräserstühle.


Keinen Stuhl benötigt dieser riesige Miscanthus

auch im Detail faszinierend


Aber es gibt auch noch Farbe im Garten. Der Eisenhut ist fast das letzte intensive blau im Garten, der sich vor den verblühten Hortensien ganz besonders gut abhebt


Und - es blühen auch noch ein paar letzte Rosen.
Polka


vielleicht können wir unsere Unterhaltung demnächst fortsetzen ?
Ich freu mich schon drauf - bis dahin

Samstag, 17. Oktober 2009

kurz gefasst

Sehr kurz gefasst hat sich dieses Jahr der Herbst. Der Sommer war unglaublich lang und trocken und noch vor 14 Tagen hatten wir 30 °C. Sehr verspätet begann dann die eigentliche Herbstzeit. Die letzten beiden Tage war es dann schon winterlich kalt. In der kurzen Herbstzeit blühten die Astern in meinem Garten um die Wette. Ich habe inzwischen ganz schön viele Astern, und muß zu meiner Schande gestehen, daß ich die wenigsten mit Namen kenne.
Ich liebe meine Astern, doch dieses Jahr habe ich mich -wieder mal- von zweien trennen müssen. So schön große Tuffs wirken, einige Astern haben einen unbändigen Drang sich auszubreiten und machen dann ihren Nachbarn das Leben schwer.



Diese Aster dürfen bleiben, sie waren schon vor meiner Gartenzeit hier und lassen sich einigermaßen leicht im Zaum halten. Es sind alte Sorten, die unermüdlich blühen.


Eigentlich keine Aster, aber unbedingt empfehlendswert ist Boltonia asteroides 'Snowbank, deren graugrünes Laub auch im Sommer sehr zierend ist und dann Anfang Oktober nach und nach ihre weißen Sternblütchen öffnet. Daneben Aster 'Purple Dom, eine niedrige dunkellila Aster.



Noch ein Asternkandidat, deren Verbleib nicht ganz sicher ist. Mal sehen ........

Bleiben darf diese helllila Kissenaster



Diese beiden Astern mit ihren gefüllten Blüten mag ich sehr, sie wuchern nicht und sind eigentlich auch gut standfest. Ob sie auch ausdauernd sind, wird sich wohl noch zeigen



















Aster 'snowflurry', die sich sehr schön über die kleine Mauer schmiegt




Leider auch sehr starkwüchsig, ist diese Kissenaster. Doch sie paßt so herrlich zu dem herbstlichen Laub der eichenblättrigen Hortensie



Aster turbinellus mit lockeren Blütenrispen und leuchtend blauen Blüten


Das müßte Aster 'Crimson brocade' sein, letztes Jahr in Holland gekauft, zeigt im Wurzelbereich jedoch auch schon kräftige Ausläufer. Die Farbe, ein leuchtendes dunkles burgunderrot ist einfach umwerfend schön.



Gartenbesucher sind von dieser Aster begeistert - ein toller Kontrast die kühle Farbe der Blüten zum dunklen Laub


Bevor diese Aster zum erstenmal blühte, hab ich mich den ganzen Sommer gefragt, was das wohl gibt. Die drahtigen Stengel mit dem nadelartigen Laub sehen im Austrieb schon richtig gut aus. Ende September fangen dann die winzig kleinen Blütchen an zu blühen. Eine tolle Aster für im Garten und für Blumensträuße.


Aus einem verlassenen Gartenstück stammt diese leuchtend blaue Aster. Es könnte eine Aster laevis sein



In meinem Gartenleben habe ich schon einige der sogenannten Schleierastern ausprobiert. Leider hatten sie einen unbändigen Ausbreitungsdrang, so daß ich sie letztendlich doch wieder ausgegraben habe.
Von einer Bäuerin bekam ich dann diese Sorte. Nun sie breitet sich auch gerne aus,
jedoch wirkt sie so zart und duftig, daß ich mich nicht mehr von ihr trennen kann - bisher - smile



Ich hätt ja noch einige Astern, doch diese eine muß ich noch zeigen. Ich nenn sie einfach meine Puschelaster. Die Stiele sind ziemlich dunkel, darauf die weißen Blütenpuschel, die im Verblühen oder Aufblühen ? - so recht kann ich es eigentlich garnicht sagen - leicht lila angehaucht sind. Sie blüht unwahrscheinlich lange ohne zu wuchern.



Außer Astern und Gräsern - die leider so schwer zu fotografieren sind - gab es im herbstlichen Garten auch noch

diesen grandiosen Tabak, der nicht nur einen sommerlang, sonder einen sommer- und herbstlang blühte. Nur schade, daß er keinerlei Samen ansetzte.


Ebenfalls einjährig, dieser Knöterich, gut 2 m hoch mit leuchtend roten hängenden Blütenähren. Und freu, davon habe ich Samen gerettet. Falls jemand möchte, einfach melden.


Leuchtend gelb, die Blüten der weidenblättrigen Sonnenblume


Leuchtend blau, Bleiwurz aus dem Herbststauden-Sortiment.


Intensives Grün mit weißen Blütendolden, Zahnstocherkraut.


Fast durchgängig blüht diese rote Clematis, während fast alle anderen sich inzwischen mit zierenden und faszinierenden Samenständen schmückten.


Viele Cosmeen blühten dieses Jahr, weiß, rose, dunkelpink, einfachblühend, gefüllt blühend. Den krönenden Abschluß machte dann dieses Schmuckkörbchen, das sich selbst ausgesät hat