Eigentlich sollte dies niemals vorkommen, ein Monat ohne Blogbeitrag. Doch nun ist es passiert. Irgendwie hatte ich so viel um die Ohren - und ja, schließlich war ich fast 14 Tage in England auf Gartenreise.
Vorweg - es war supertoll im Land der Gärten. Ich war mit 'Unterwegsreisen' unterwegs. Es war unbedingt empfehlenswert, erholsam, informativ und vorallem habe ich außer Gärten dieses Mal auch ein bißchen was von England gesehen. Es war eine völlig lockere Gartenreise mit Freiräumen. Wie bei allen Gartenreisen habe ich nette Leute kennen gelernt, wir waren ein richtig gute Truppe. Nur eines war dieses Mal anders - ich war fast die einzige 'Gartenverrückte' - smile. Aber auch das war in Ordnung.
Die vielen, vielen Fotos muß ich erst noch sichten und sortieren - dann werde ich euch die Gärten im blog vorstellen.
Kaum von der Gartenreise zurück, kamen dann in der darauffolgenden Woche Gartenleute zu mir angereist. Die Badische Bauernzeitung hatte ihre jährliche Gartenfahrt ausgeschrieben und mein Garten war ein Teil des Programms. Ich hatte schon ab und zu Gartenbesuche, kleine und größere Gruppen. Doch innerhalb einer Woche 4 Busse mit jeweils fast 40 Personen war schon aufregend. Es hat riesig Spaß gemacht und ich glaube ich kann behaupten, daß es allen sehr gut gefallen hat und dies obwohl das Wetter nicht an allen 4 Tagen mitspielte. Dies macht mich natürlich richtig stolz.
Und besonders stolz war mein Mann, als wir dann die nächste Ausgabe der Badischen Bauernzeitung zugeschickt bekamen und feststellten, daß ein Foto unseres Gartens die Titelseite schmückte.
Zeit benötigt natürlich auch unsere Ferienwohnung. Sie ist diesen Sommer fast durchgehend vermietet. Oft kommen Gäste, die wie ich gartenbegeistert sind und es ist immer wieder schön gemeinsame Gartenrundgänge zu machen. Eine belgische Dame schenkte mir ein selbstgemaltes Gartenbild.
Richtig schön, ich werde es einrahmen und dann wird es in unsere Ferienwohnung aufgehängt.
Ansonsten blieb nur wenig Zeit für meinen geliebten Garten. Ein paar fast aktuelle Fotos habe ich dennoch gemacht.
Toll entwickelt hat sich dieser bepflanzte Topf, der als Sicherheit für rückwärtsfahrende Auto in unserer Hofeinfahrt dient. Dahinter ist nämlich ein kleiner heimtückischer Graben, den schon so mancheiner verflucht hat. Die Pflanzen habe ich allesamt im Februar aus Samen gezogen und ich bin selbst überrascht, wie gut sie sich entwickelt haben. Walzenwolfsmilch, spanisches Gänseblümchen und Frauenhaargras haben einen gemeinsamen Vorteil, sie sind trockenheitsverträglich und benötigen wirklich wenig Wasser.
Ausgesät hatte ich auch diese Cosmeen, bei vielen auch als Schmuckkörbchen bekannt.
Schade, daß sie dieses Jahr - wie so manch anderes auch - sehr schnell verblühen, trotz regelmäßigen Ausputzens.
Ebenfalls einjährig - Ammi oder auch Zahnstocherkraut, ein wunderschön filigraner Doldenblütler.
Diese klitzekleinen Eimerle habe ich spaßeshalber mit Dachwurzkindern bepflanzt. Unglaublich wie toll sie gewachsen sind und auch selbst schon wieder Kindel machen.Meine Gartenbesucher sind immer total fasziniert, wenn sie diese kleinen Eimerchen am Zaun entdecken.
Kummer bereiten mir die an meine Pavillons gepflanzte Rosen. Das extrem trockene Frühjahr machte den wurzelnackt gepflanzten Rosen schwer zu schaffen. Gut, daß ich wieder Hörnchenkürbisse (danke- liebe Margit) ausgesät hatte. Die schnellstwachsenden Pflanzen haben den Pavillon am Hügelausblick in Rekordzeit begrünt, lediglich der Duft fehlt.
Am unteren Pavillon fallen die fehlenden Rosen aufgrund der hohen Hintergrundbepflanzung nicht sehr auf. Jedoch eine Rose hat es geschafft und inzwischen ein paar wunderschöne Blüten zur Schau gestellt. Nicht nur die Blüten sind schön - sie duften zudem umwerfend.
Der im Frühjahr angelegt Gartenweg, mit Hangsteinen eingefaßt, hat sich bewährt.
Die Steine am unteren Teil des Weges habe ich im Juni mit gefüllten, roten Sonnenröschen bepflanzt, die noch immer blühen.
Am oberen Teil sind die Steine mit weißblühenden Sonnenröschen bepflanzt. Die Pflanzen blühten zwar ganz schön lange, doch irgendwann war die Blüte vorbei. Doch das silbergraue Laub macht sich auch sehr gut. Ich bin gespannt wie die Sonnenröschen den kommenden Winter überstehen.
Der Weg endet in der orangefarbenen Gartenecke. Dort sind die Farben noch immer leuchtend und intensiv. Die roten und orangenfarbenen Dahlien bilden ein Treppenspalier.
Richtig freuen tu ich mich über die Rudbeckien trifolia, die ich von 'Majorahn' geschickt bekam. Die orange-roten Blütchen sind richtiggehende Leuchtpunkte und beleben diesen Gartenteil sehr.
Achja, es gäbe noch vieles zu berichten -
die Dahlien blühen sehr viel früher
Aralia californica nimmt immense Ausmaße an
und Knöterich orientalis (einjährig) hat sich dieses Jahr tatsächlich auch selbst ausgesamt
ansonsten ist es wie bei anderen auch viel zu früh herbstlich geworden. Die Gräser sind zwar schön - aber halt zu früh. Überall im Garten hat die Herbstfärbung schon eingesetzt.
Mit diesem letzten Bild wünsch ich euch noch ein paar schöne Augusttage
bis dann im September
eure Monika



