Dienstag, 11. Juni 2013

Iris - frühsommerliche Farbträume

Zu den pflegeleichten Stauden in meinem Garten gehören die Iris oder auch Schwertlilien genannt. Mayestätisch strecken die Iris Barbata-Sorten ihre wunderschönen Blüten gen Himmel und bereichern mit ihren wunderschönen Farbspielen den Frühsommer-Garten.
In zarten Farben beginnt die Irisblüte. Die erste Iris, die bei mir blüht, ist diese zartlilane, die sich durch das Geranium-Laub gearbeitet hat. Kurz darauf öffnen auch die fast zerbrechlich wirkenden hellgelben Irise ihre Blüten.
 


Dann kommt auch schon der erste Knalleffekt in lila-weiß.

 In vielen Ecken sind nun diese Farbspiele zu bewundern.

 Ganze Flächen haben sie sich zum Teil erorbert und es wird nun an der Zeit, daß ich die Horste verkleinere.
Die hellblaue Sorte stand schon vor 20 Jahren in meinem Garten und ist total unempfindlich. Sie blüht sehr früh und sehr lange. Sie trotzt nur so vor Gesundheit, eine richtig alte Gartensorte ohne Zuchtallüren.  Auch die Iris im Vordergrund ist sehr vermehrungsfreudig und unempfindlich. Nur halb so lange blüht die weiße Iris in der Mitte.


Auch im Einfassungsbeet am Hügelausblick fühlen sich die Irise wohl. Diese drei passen farblich gut zueinander.


Treppabwärts wird es dann sommerlich gelb.








Eigentlich müßte ich diese Akelei zur Iris pflanzen, es ist fast exakt die gleiche Farbe



So langsam kommen aber auch die anderen Stauden in die Gänge. Entgegen sonstigen Jahren hat sich die Blütezeit bei vielen um fast 2-3 Wochen verschoben. Der Mai war einfach zu kalt und nass. Nicht ausrotten läßt sich der knallorange Mohn. Seit Jahren möchte ich mich von ihm trennen, doch jedes kleinste Wurzelstück treibt wieder durch und es werden statt weniger immer mehr Blüten. Ich werde mich wohl mit ihm arrangieren müssen. Gut, daß die Blütezeit relativ kurz ist.




Leider sind Lupinen nur kurzlebig, höchstens 2-3 Jahre bereichern sie meinen Garten - dann muß ich wieder für Ersatz sorgen. Schön ist die Kombination mit der weißen Bergflocken-Blume (Centaurea montana), die sehr viel länger blüht als die blaue Wildform.

Montag, 20. Mai 2013

aufgesammelt - oder Hostas in der Wanne

Eigentlich wollte ich meine Hostasammlung verkleinern - wenigsten die Topfhostas. Aber irgendwie funktioniert das nicht. Nachdem vorletzten Winter viele Hostas in den Töpfen und Wannen erfroren sind, mußte ich letztes Jahr gezwungermaßen einige ersetzen. Ehrlich - ich wollte wirklich nur, daß meine Badewanne nicht leer ihr Dasein fristen muß.  Der vergangene Winter war nun hostafreundlich - kein einziger Ausfall, selbst die klitzekleinen haben den langen Winter bestens überstanden. Warum es nun plötzlich mehr Hostas in Töpfen waren wie ach zuvor?  - verstehen tu ich es nicht - smile.

So habe ich letzte Woche meine Schatzkammer durchforstet und tatsächlich für den größten Teil der Topfhostas ein neues zu Hause gefunden - welch ein Glück. 

Die Sammlung der klitzekleinen Hostas wurde in einem alten Tisch verstaut
 

Die nächste Größe darf nun in der Sitzbadewanne Platz nehmen
 Die Mittelgroßen mußten in diese Wanne. Falls das Wetter mal etwas freundlicher werden sollte, werde ich die Töpfe noch dem Wannenrand angleichen.

 Und das Ganze wurde an einem einigermaßen schattigen Ort dann arrangiert.

Die großen Hostas durften natürlich in die große Badewanne - wie es sich gehört.

Darüber erhebt sich dieses kleine Hügeldorf.

Derweil ist im Garten diese Pfingstrose aufgeblüht - eine ungefüllte Sorte, die hoffentlich nicht gestützt werden muß.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Aufgehübscht

Unser Wetter lädt ja momentan überhaupt nicht zur Gartenarbeit ein. Und so hab ich in einer regenfreien Stunde Balkon, Innenhof und meine Holzlagerfenster aufgehübscht. Die große weiße Schüssel durfte zum erstenmal ins Regal und wurde mit Begonien bepflanzt. Ich bin jetzt schon gespannt wie sie sich den Sommer über halten, es ist mein erster Versuch mit Begonien.


Ansonsten hübscht sich mein Gärtle gerade selbst auf. Die weißblühenden Silberlinge leuchten in einem herrlichen weiß. Ich hatte schon die Befürchtung, daß sie sich nicht ausgesamt haben, da sie letztes Jahr im Beet von den Mäusen gekillt wurden und die Samen noch nicht ganz ausgereift waren. Aber sie sind wieder da und ich bin glücklich..



Leider ist uns im letzten Jahr an der Stelle, wo ich die beiden Rebkugeln aufgetürmt habe, ein Flieder eingegangen. Den Stamm habe ich stehen lassen, da darunter noch eine Clematis wächst. Diese darf sich dann dieses Jahr über Kugeln legen. Eigentlich müßte ich noch einen Schnabel und Flügel flechten, dann wäre das Rebvögele fertig. Mal sehen, ob ich noch irgendwo Material auftreiben kann.


Weiß blüht auch der Klarapfelbaum. Ob uns dieses Jahr wieder die Amseln bei der Ernte zuvor kommen?

Überschäumend weiß blüht  Exochorda macrantha 'Niagara Falls', eine Prunkspiere. Damit sie etwas besser wirkt und die Grundtriebe etwas senkrechter wachsen, durfte sie sich setzen. Wofür alte Stühle ohne Sitzfläche doch gut sind.
 



Die Blütchen der Bitterorange haben sich in der  Zwischenzeit geöffnet und leuchten wie weiße Sterne.


Und nocheinmal weiß, meine Lieblingsprimelchen, die recht spät aufblühen. Aber sie sind sowas von schön und duftig, zum Niederknien.



Es ist so schön, die Treppe am Sonnenhang hinunter zu gehen. Den Sträuchern hat der viele Regen gut getan.


Die Artischocke hat den langen Winter gut überstanden. Auch die Schwesterpflanze zeigt schon ihr silbergrünes Blatt. Etwas wärmere Temperaturen wären jetzt vielleicht nicht schlecht.










Auch am Hostahügel tut sich was. Es wird nicht mehr lange dauern und keine Erde wird mehr zu sehen sein. Hostas, Farne, Knöteriche werden wohl miteinander um meine Aufmerksamkeit buhlen. Hübsch sind sie allesamt.
















Persicaria runicinata, der Taschenknöterich mit seinem auffallenden Blatt. Leider hat er mein gelbgrünes Flattergras vertrieben. Gut, daß ich es noch an anderer Stelle habe.

Am Fusse des Hostahügels sitzt seit letztem Jahr ein Zierapfelbaum, der den Hostas einmal etwas mehr Schatten spenden soll. Dieses Jahr blüht er zum erstenmal. Hübsch die roten Blüten, die das rote Blattwerk noch mehr betonen. Die Wahl eines Gehölzes für diesen Standort ist uns recht schwer gefallen, doch wir haben gut gewählt.


 noch schnell ein Tulpenbild - auch diese waren dieses Jahr zahlreich erschienen, es gab so gut wie keine Ausfälle. Den Mäusen war wahrscheinlich das Frühjahr zu naß.


Sonntag, 28. April 2013

Frühlingsfest im Garten

Endlich geht es mir wieder gut - endlich wieder in der Gartenerde wühlen, Unkraut rupfen, Sträucher schneiden, mich an jeder neuen Blüte erfreuen. Und irgendwie geht es mir wie jedes Jahr - wenn der Frühling endlich da ist - viel zu schnell. Kaum hat die Narzissenblüte begonnen, ist sie auch schon wieder vorbei.
Mein Gewürzfass ist gesäubert. Rosmarin, Salbei, Knollau und weitere Kräuter sind für unsere Feriengäste wieder erntebereit.

 Ein Teil der Semperviven sind geputzt, gedüngt und können wieder aufgetischt werden.

Die erste Irisblüte - zugegeben  - ich habe sie auf meinem ersten Gartenmarktbesuch dieses Jahr gekauft und sie hat ihre ersten Wochen geschützt am Treppenhausfenster verbracht. Kaum hatte sie jedoch Frühlingsluft geschnuppert, schob sie auch schon ihre Blüte in die Höhe.
Leider habe ich meine kleine, handliche Digi verloren. Noch habe ich die Hoffnung, daß ich sie nur einfach verlegt habe. Deshalb mußte ich auf meine alte große Digi zurückgreifen und die Bildqualität ist halt nicht grad optimal. Doch ihr könnt auch so sehen, daß die Christrose unglaublich viele Blüten zeigt.
Elfenblume - Epimedium x rubrum hat inzwischen einen kleinen Teppich gebildet.Obwohl ich dieses Jahr frühzeitig (und rechtzeitig) die alten Blätter zurückgeschnitten habe, sind die wirklich elfenhaft wirkenden Blütchen schon wieder vom Neuaustrieb der Blätter bedeckt. Man hat fast das Gefühl sie werden von den Blättern beschützt.

Jedes Jahr aufs Neue erfreue ich mich am Judaspfennig auch Silberling genannt (Lunaria annua). Die Blütenfarbe ist in natura um einiges dunkler und intensiver. Die Samenstände verwende ich Herbst für kleine Gestecke und Kränze.
Noch viel zu tun gibt es an diesem Teilstück. Es sind noch einige qm Unkrautwiese zu bearbeiten. Irgendwann möchte ich diesen Teil mit Geranium bepflanzt haben. Ein Anfang ist gemacht, jedes Jahr werden es 2 - 3 qm mehr.
Besser sieht es schon hier aus. Die Wildwiese (Rasen kann man es wirklich nicht nennen) ist das erste Mal gemäht und die Kirschbaumblüte ist dieses Jahr richtig schön.
Dann machen wir uns langsam auf den Weg nach oben, auf Tritt und Schritt begleitet von Vergißmeinnicht in himmelblau und weiß. Es wird nicht lange dauern und sie müssen wieder auf den Kompost. Trotzdem werden sie sich bestimmt wieder reichlich versamen.
Die Zierquitte 'Crimson and Gold' sollte eigentlich laut Baumschulbeschreibung dunkelrote Blütchen haben.
Naja, nun sind sie halt leuchtend dunkelorange und wärmen uns durch ihre frühlingsfrische Farbe.
Zwischenstation, erstmal eine kleine Pause. Ganz so schlimm ist der Anstieg nun doch nicht, aber es ist immer schön von hier in den Hang zu blicken oder auch nach oben. Rechts oben im Bild seht ihr die Bitterorange (Poncirus trifoliata), einen unglaublich stacheligen Strauch, der dieses Jahr zum ersten Blüten angesetzt hat.


Und ich bin schon so gespannt, ob daraus dann tatsächlich Früchte werden.

 
Wenn ich hier rumkraxle komme ich mir fast wie eine Bergziege vor. Die Bepflanzung versuche ich so pflegeleicht wie möglich zu halten. Bis in 4 Wochen hat der Wollziest einen großen Teil der Fläche bedeckt und hindert dann hoffentlich einen Teil des Unkrautes am keimen.

Heute habe ich endlich die 1-jährigen ausgesät. Nicht sooo viele wie in den vergangenen Jahren, ab es ist doch wieder einiges zusammen gekommen - smile. Und wenn es dann hoffentlich mal anhaltend warm wird, kann ich auch mit der Direktaussaat der 1-jährigen beginnen. Doch nun ist erstmal Regen angesagt - wieder einmal .........



Sonntag, 14. April 2013

Schneeglöckchenzeit vorbei oder - der Prinz ist eingetroffen

 letzten Sonntag waren wir noch mitten drin - in der Schneeglöckchenzeit. Und dann war sie über Nacht vorbei. Wir hatten liebe Gäste in unserer Ferienwohnung und Tag für Tag konnten sie nur die Schneeglöchenzeit genießen. Man konnte ihn erahnen - den Frühling, aber eben nur erahnen. Wie mich dann am Montag dieses hübsche Gedicht von Carine erreichte, war sie plötzlich vorbei - im ganzen Garten verblühte Schneeglöckchen - dabei wollte ich sie noch schnell für ein Foto festhalten. Dafür gibt es nun ein Helleborus-Foto. Die Christ- oder Lenzrosenblüten haben die Schneeglöckenblüte begleitet, obwohl sie um einiges größer sind - die Schneeglöckchen gaben dem Garten ihr Gesicht.

Schneeglöckchenzeit
Oppenau 1. – 8. April 2013 Carine Birckicht-Reiser

Wir wohnten am Wald
Es war Schneeglöckchenzeit
Wir bekamen ein Stück
Einfaches Glück

Der Garten
War noch am schlafen
Keine Knospen
Keine Tulpen

Lieber Garten
Du bist wie Schneewitchen
Geduldig wartest du auf deinen liebsten
Und sein Küsschen

Der Prinz Frühling
An diesem April
Liess auf sich warten
Zögerte und sagte zum Garten

Der Wind sitzt hier bei mir
Wir trinken noch ein letztes Bier
Ihm ist eisig und kalt
Er braucht meinen Halt

Ich erwärme ihn ruhig
Mache sein Herz sonnig
Bald kann ich ihn schier
Wegschicken ich verspreche es dir

Dann komme ich mein Schatz
Mache für tausend Blumen viel Platz
Du kriegst einen zarten Kuss
Und dann ist mit dem Winter endlich Schluss

Liebe Carine, ganz lieben Dank für dieses schöne Gedicht, inzwischen ist der Prinz Frühling eingetroffen und erfreut uns mit Wärme und den Narzissenblüten.
et à bientôt



Sonntag, 10. März 2013

Rebkugeln im Frühling

Ein komisches Wetter hatten wir heute, kräftige Regenschauer und dazwischen heute nachmittag dann doch ein paar wärmende Sonnenstrahlen. Gartenarbeit war nicht möglich - erstens weil heute ja Sonntag ist - und zweitens (der eigentliche Grund)
es war einfach zu naß im Garten.
Doch es gab noch eine andere Möglichkeit die Sonne zu genießen, Rebkugeln flechten. Die Rebzweige lagen schon seit Mitte Dezember im Hof und so machte ich mich an die Arbeit. Nach anfänglichen Schwierigkeiten entstanden 2 Kugeln, wobei die größere noch dichter geflochten werden muß. Doch dazu hätte ich gerne wieder ein bißchen Sonnenschein oder wenigstens trockenes Wetter. Zwischendurch band ich noch 2 Kränze, den größeren werde ich zum Stützen der Pfingstrosen nutzen, den kleineren ....... mal sehen.








Auch gestern war ich ein 'bißchen' fleißig. Ich begann meine "Wutze z'butze" - Dachwurze zu putzen. Und das an meinem vor kurzem erstandenen neuen Arbeitstisch. Es war ein super Schnäppchen - dieser ausrangierte Edelstahltisch vom Konditor, Arbeitshöhe wie an meine Körpergröße angepaßt. Wenn dann mal Kisten und Töpfe in der unteren Ablage eingeräumt sind, sieht auch er bestimmt gärtnermäßig aus.