Sonntag, 30. September 2007

Sonntagsausflug mit Überraschungen

Heute fuhren mein Mann und ich kurzfristig nach Gengenbach, um eine gute Bekannte während ihres Kuraufenthaltes zu besuchen.
Gengenbach liegt im Kinzigtal, von uns aus lediglich eine gute halbe Autostunde entfernt. Dieses Städtlein ist bekannt für ihren alljährlichen Adventskalender.
Doch zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich es bisher nicht geschafft habe, Gengenbach in der Weihnachtszeit zu besuchen.
Um ganz ehrlich zu sein, ich kann mich eigentlich nur an 2 Gengenbach-Besuche überhaupt erinnern.
Umso überraschter war ich heute. Dieses kleine Städtchen war so hübsch und gemütlich.
Viele kleine Gasse luden durchwandern ein.









Die Fachwerkhäuser waren überschwenglich mit Blumen geschmückt.







Verträumte Hinterhöfe


Mit Kletterpflanzen geschmückte Hausfassaden







Überall gab es solch liebevolle Details zu entdecken


Nach einem gemütlichen Cafe-Besuch machten wir uns dann wieder auf den Heimweg.
Natürlich hatte ich schon längst bemerkt, daß in Gengenbach morgen Sperrmüllabfuhr sein mußte. Ab und zu sah man verschiedenes an Ausrangiertem vor den Häusern liegen.
Ja, und wie wir durchs Stadttor gingen, beobachteten unsere Bekannte und ich, wie
ein älterer Herr gerade dabei war verschiedene Holzteile vors Haus zu legen.
Neugierig blieben wir stehen, denn diese Einzelteile sahen nach einem alten Holztisch aus. Auf meine Frage hin, ob dem so sei, meinte er, ja - ich könne mir das Gestell im Innenhof gerne ansehen. Ihr glaubt nicht, wie schnell ich hineinsauste.
Ein wunderschöner alter Tisch, mit Ausziehplatten und einer Schublade. Und dazu 4 richtig, schöne, alte Holzstühle. Er meinte, ich könnte das Zeug gerne haben !

Tja, mein lieber Mann war nicht ganz so erfreut über diese sonntägliche Aussichten, alte Möbel ins Auto zu laden. Doch was macht man nicht alles für sein liebes Weib.
So holte er das Auto und wir luden das "Zeug" ein.
Innerhalb der 5 Minuten, während Heidi und ich auf unsere autoholenden Männer warteten, wollte man uns die Möbel 2 mal wegnehmen.



Ja, wär hätte das gedacht, daß dieser Sonntagsbesuch so endet.

Übrigens, was wir auf der Heimfahrt Schönes sahen, erzähl ich euch im nächsten Post.

Sonntag, 23. September 2007

Ich bin .......

Sicherlich wundert ihr euch über diesen Titel. Ich bin .....

Ich möchte euch ein bißchen aus meinem Leben erzählen. Es sind Begebenheiten,Gegenstände und manches andere, die ein Teil meines Lebens sind. Oft einfache Dinge, die mich jedoch immer wieder faszinieren, wenn mein Blick darauf fällt. Dinge, die mich an vergangene Zeiten und Augenblicke erinnern. Dinge,an denen ich mich freue und die manchmal Geschichten über Menschen erzählen.


Der Schweinetrog.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich das erstemal hierhier kam. Zwei riesige Sauen hielten sich im Sauhof auf und fraßen aus dem Trog. Essensreste, Getreidebrei, gekochte Kartoffeln standen auf ihrem Speiseplan. Und im Herbst kam frühmorgens der Hausmetzger. Meine Schwiegermutter hatte große Mengen Salz und Gewürze gerichtet. Ich jedoch nahm Reißaus und kam erst nachmittags wieder heim. Dann half ich meiner Schwiegermutter beim Fett schneiden. Der Bauchspeck mußte fein gewürfelt werden, eine richtige fettige, für mich unangenehme Arbeit, und wurde in den Blutbrei gegeben. Daraus entstand die Blutwurst, bei uns Schwarzwurst genannt.
Und schon abends waren die zwei Schweine dann fix und fertig zu Dosenwurst, Leberwürsten, Schwarzwürsten und Bauernbratwürsten verarbeitet. Das Fleisch wurde küchengerecht in die Gefriertruhe verfrachtet oder in Salzlake gelegt.
Vor allem kann ich mich noch an den Geschmack der Bauernbratwürste erinnern. Sie waren herrlich, bis heute habe ich nie mehr so gute Bratwürste bekommen. Und abends gab es die ersten frischen Leberwürste mit Zwiebeln und Essig angemacht.

Das war vor ca. 15 Jahren. Dieses Schlachtfest habe ich, so ich mich erinnern kann,
5 mal miterlebt bis wir die 'Schweinerei' aufgeben mußten.

Geblieben sind die Schweinetröge, die jetzt als Blumentröge weiterverwendet werden und an die gute, alte Zeit erinnern.

Bepflanzt hab ich diesen Trog mit kleinen, kriechenden Knöterich mit wunderschönen, rosanen Blütenköpfchen. Der Knöterich stammt aus dem Botanischen Garten in München, den wir vor zwei Jahren im Sommerurlaub besucht haben. Der nette Gärtner hat ihn mir für eine Kaffekassenspende aus dem Beet ausgegraben. Nun erinnert mich dieser kleine Knöterich im ehemaligen Schweinetrog an einen wunderbaren München-Urlaub mit meinen Mann und meinem Sohn.

Samstag, 15. September 2007

Sonntagsausflug

Nicht nur am Samstag war ich unterwegs, nein auch am Sonntag zog es mich in die gleiche Richtung. Zu besichtigen gab es einen Garten, der für mich einer der schönsten und stimmigsten Gärten ist, die ich bisher besucht habe.

Jede Pflanze, jedes Detail, jede Kombination, jede Dekoration, einfach alles stimmte und wirkte natürlich. Ein Garten zum Freuen, ein Garten fürs Herz.
Meine Fotos möchte ich aus diesem Grund einfach auf euch wirken lassen.











Nachträgliche Bemerkung :
Da mir zu Ohren gekommen ist, daß die Gartenbesitzer über die Veröffentlichung der Bilder aus ihrem Garten nicht sehr glücklich sind, habe ich sämtliche Fotos mit Dekorationen gelöscht. Natürlich werde ich diese Wünsche respektieren und möchte mich für das unbedarfte Einstellen der Fotos entschuldigen.
Ich wollte lediglich die Freude über diese wunderbare Gärten meinen Mitbloggern mitteilen.
Monika







Ich wünsche allen ein schönes, erholsames Wochenende

Sonntag, 9. September 2007

Pflanzenmarkt - klein aber fein

Gestern war ich in Freiamt bei einem kleinen aber feinen Pflanzenmarkt.
Dieser fand im Kurpark statt, der von einer Gruppe Gartenliebhaberinnen gehegt und gepflegt wird. So konnte ich beides miteinander verbinden. Einen Spaziergang durch den Kurpark und ein paar schöne Einkäufe.


Es gab rustikale Wildbienenhäuschen zu kaufen.


Keramik und Pflanzen



Irisableger und Kürbis



Kränze und Angerostetes



Wo man hinschaut, schöne Dinge und viele Ableger.

Ja und eine gefüllte Annabelle wird nun bald in meinem Garten stehen. Ist sie nicht schön ?



Dieses Diamantgras, das hier im Kurpark an mehreren Stellen gepflanzt, steht nun auch auf meiner Wunschliste unter "unbedingt haben wollen".

Mittwoch, 5. September 2007

Besuch im Nachbarland

Heute habe ich es endlich geschafft, eine liebe Gartenfreundin im Elsaß zu
besuchen.
Auf der Autofahrt ins Büro heute morgen fiel mir siedendheiß ein, daß
ich eins der wichtigsten Utensilien für einen Gartenausflug vergessen habe:
meine Digi.
Man sollte es nicht glauben. Doch wo ein Wille ist, ist ein Weg.
Kurzentschlossen nahm ich dann nach Büroschluß unsere Büro-Digi mit,denn ganz
ohne Bilder wollte ich nicht nachhause kommen.

Mit den Bildern bin ich jedoch nicht zufrieden, die Kamera war mir doch fremd.
Nichtsdestotrotz möchte ich euch wenigstens ein paar wenige noch akzeptable Fotos
zeigen. Vielleicht könnt ihr erahnen, wie schön und vor allem wie natürlich der
Garten ist. Viele liebevolle Ecken, besonders die Vielfalt der Hostas hat mich
begeistert.
Und im nächsten Jahr werd ich mich bestimmt zur Rosenzeit in diesen Garten
einladen .... versprochen.









Ein weiterer Höhepunkt war der Blumenschmuck eines kleinen elsässischen
Städtchens, durch das meine Fahrt ging.
Selten habe ich solch wunderschöne Pflanzzusammenstellungen im öffentlichen Grün
gesehen.
Ich wünsche mir nun einen schönen Herbst, damit ich nochmal über die Grenze fahren kann, um diese herrlichen Blumenbeete und Kübel in aller Ruhe zu genießen.













Ja, es tut mir wirklich leid, daß die Bilder doch sehr unscharf sind. Doch ich glaube, man kann erahnen, welch einen schönen Nachmittag ich hatte. Und auf meiner Wunsch-Habenwollen-Liste steht ab sofort




Hosta Big Daddy

Sonntag, 2. September 2007

September-Blicke

Nachdem ich im August ja nicht gerade blogfleißig war, habe ich für den September gute Vorsätze. Es müssen mindestens 2 Beiträge werden !

Sodann bin ich heute durch meinen kleinen Garten marschiert, auf der Suche nach Neuigkeiten. Es war ein frühherbstlicher Tag, sonnig mit angenehmen Temperaturen.

Die blaue, naja fast blaue Dahlie blüht zum erstenmal. Ihre Farbe gefällt mir jedoch außerordentlich gut. Sie paßt wunderbar zu den blauen Astern und zum blauen Leberbalsam in ihrer Nachbarschaft.




Auch vom blauen Phlox bin ich begeistert. Ich habe ihn letzten Jahr beim Treffen der GdS ersteigert.





Hortensie Lemonlight, letzte Woche neu gepflanzt. Jeden Tag nehme ich mir vor, wenigstens 3 Blütenrispen zu schneiden, damit sie mehr Kraft hat um einzuwurzeln. Und jeden Tag verschiebe ich es auf den nächsten. Die Blütenbälle sind zu schön.






Die eichenblättrige Hortensie 'Snowflake', sie ist halbgefüllt, bekam ich vor 4 Wochen von einer lieben Gartenfreundin. Sie kam direkt aus der Baumschule, ohne Blüten. Dafür ist sie schon wunderbar eingewachsen und ich mußte sie fast nicht gießen. Schon jetzt freue ich mich auf die Blüten im nächsten Jahr.


Ebenfalls ein Neuzugang ist das gelbblättrige Mädesüß. Die Blätter dieser bis jetzt noch kleinen Pflanze sind von unwahrscheinlicher Leuchtkraft.



Die Glockenrebe hat sich wunderbar um den Baumkranz gewunden.




Eine meiner überzähligen Susanna-Sämlinge hatte ich zu Füßen des Gartenfahrrads gepflanzt. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten erobert sie jedoch nun das Fahrrad.







Aloha ist wohl einer der schönsten und vor allem die gesündeste Rose in meinem Garten. Sie steht an einem meiner 2 Rosenbögen und blüht durchgehend überreich.


Ja und das ist die Rose 'Ina an Mona'. Sie war eine meiner allerersten Rosen. Ich habe sie bei einem meiner ersten Besuche einer offenen Gartentüre vor ca. 6 Jahren gekauft. Ohne Blüte und ohne Namen. Inzwischen hat sie sich zu einem Riesenstrauch entwickelt. Die Hauptblüte ist Anfang Juni. Dann macht sie eine kurze Pause und blüht nun ganz ordentlich zum zweiten Mal. Mir gefallen diese Blüten mit dem fruchtigen Duft, deren Farbe sich laufend verändert.
Woher ich ihren Namen weiß ? Vor 3 Jahren bin ich mit einem Rosenzweig nochmals zu dieser offenen Gartentür gegegangen um den Namen zu erfragen. Und so weiß ich nun wie sich mein Röslein nennt. Sie ist dieses Jahr ca. 3 m hoch und fast genauso breit.




Interessant sind auch die Blütenbüschel der Nelkenrose. Leider duftet sie nur leicht.


So und verabschieden möchte im mich nach diesem Sonntagsspaziergang mit einem Foto von Aralia calofornicum. Sind die Samenstände nicht wunderschön ?

Sonntag, 19. August 2007

August

Irgendwie bin ich blogmüde oder blogfaul. Die Zeit fliegt an mir vorüber, kein Innehalten, kein Durchatmen, keine Erholung trotz Urlaubszeit.

Auch im Garten geht die Zeit viel zu schnell vorüber. Die ersten Stauden habe ich schon runtergeschnitten und gehäckselt. Noch nie habe ich Anfang August den Häcksler aus seiner Ecke geholt.

Die Farben werden satter, intensiver. Die ersten Hostas fangen an zu vergilben und die Blätter werden unansehlich.



Einer unserer alten Zwetschgenbäume mag nicht mehr. Die Früchte wurden nicht mehr richtig reif und die Blätter wurden gelb. Eigentlich müßte er ganz raus. Da jedoch mein Dekorad dann keinen Hintergrund und Halt mehr hätte, haben wir den Baum ringsrum gestutzt.
Schön sieht es nicht aus. Mal sehen.........


Sehr hübsch sieht momentan eine meiner Susannas aus. Ich habe sie aus Samen gezogen und die verschiedenen Blütenfarben wirken sehr apart. Anstatt eines Klettergerüstes habe ich ihr eine Holzgestell als Stütze gegeben.


Wunderschön auch die Kapfuchsie . Die zartgelben Glöckchen wirken sehr zerbrechlich. Hoffentlich bekomme ich sie gut über den Winter.



Eigentlich hatte ich Samen der Dahlie Bishof of Llandaff bestellt und ausgesät. Ich freute mich riesig über die wenigen Sämlinge und war total von den Socken wie schnell die Pflänzlein wuchsen. Das Laub war tatsächlich sehr dunkel, ja schwarzrot wie ich sie in Erinnerung hatte. Und dann die erste Knospe. Und dann die Enttäuschung. Statt der leuchtend roten Blüte ein leuchtendes dunkelpink. Na denn, werd ich mir die eigentliche Dahlie Bishop of Llandaff wohl doch kaufen müssen.
Ja und wenn ich ehrlich bin, diese Dahlienüberraschung paßt farblich wunderbar zu den zarten Schmuckkörbchen.



Auch auf diesen Moment habe ich mich gefreut. Die leuchtend roten Cannablüten öffnen sich in Reih und Glied. Vor der Holzbiege kommen meine verzinkte Töpfe sehr gut zur Geltung.
Für mich ist dies ein kleiner Höhepunkt im Gartenjahr.