Donnerstag, 17. Juli 2008

Krautstanden

Wer kennt sie nicht, die alten Sauerkrauttöpfe. Heutzutage findet man sie sehr oft auf Flohmärkten oder auf Haushaltsauflösungen; mit viel Glück auf dem Sperrmüll und manchmal bekommt man sie auch geschenkt .....

Bevor ich die Töpfe bepflanze, bohrt mir mein Mann 2 - 3 größere Löcher in den Boden. Dies ist gar nicht so einfach, da die Töpfe sehr robust und dickwandig sind. Ich muß zugeben, es tut mir auch jedesmal etwas leid, diese schönen Behälter anzubohren.

Da ich nicht die ganzen Töpfe mit Erde auffüllen möchte, suche ich einen im Durchmesser passenden Plastiktopf, den ich bepflanze. Dann stelle ich einen kleineren Plastik oder auch Tontopf umgekehrt, das heißt mit der Öffnung nach unten in den Schmalztopf. Darauf kommt ein Blumentopf-Unterteller und zuletzt wird mein bepflanzter Topf hineingestellt. Dieser ganze Topfinnenbau sollte natürlich nicht über den Krauttopf-Rand hinausschauen.

Am meisten Spaß macht das jährliche Bepflanzen der Krautstanden, und jedes Jahr wechseln Farbe und Blattstrukturen.

So sehen 3 meiner Krauttöpfe dieses Jahr aus. In einen habe ich eine dunkelrote Geranie, einen kleinen Buchs, ein hohes blaues Schnitt-Agaratum und eine aus Samen gezogene weiße Susanna.


Der zweite und kleinste Topf ist mit einer dunkelblättrigen Nessel sowie einer blaublühenden Balkonpflanze (leider weiß ich den Namen nicht) bestückt


In der größten Krautstandel sind nocheinmal Ageratum, eine einjährige Wolfsmilch und eine weiße Gaura.



Und da alle drei Töpfe als Gruppe zusammenstehen, sieht das Ganze dann so aus



Sieht hübsch aus, dachte sich ein Spanisches Gänseblümchen und hat sich flugs vor den Töpfen ausgesät.

Sonntag, 6. Juli 2008

Blüten und mehr

Wieder mal kann ich mich nicht auf Post-Thema festlegen. Es gibt im Garten so viel zu sehen und zu bestaunen. Unzählige Fotos habe ich gemacht und vor lauter fotografieren haben sind die Beikräuter übermütig geworden und haben sich im Garten so richtig ausgebreitet.
Doch heut morgen bin ich schon früh nach draußen und habe mich ausgetobt und das sieht dann so aus - smile -

Danke meinem Sohnemann, für dieses Überraschungsfoto.

Früh morgens liebe ich die Stimmung im Garten, Hortensie Annabell mit ihren riesigen, weißen Blütenkugeln und im Hintergrund die weiße Ramblerrose 'Felicite et Perpetue' im alten Zwetschgenbaum.



Das rosafarbene Mädesüß auf langen Blütenstielen beim näheren Hingucken eine rosaner Blütenwolkentraum



Genauso faszinierend diese grüne Blütenbälle eines Wegerichs, dank Susanna hat er nun auch einen Namen: Plantago major 'Rosularis' - Rosenwegerich




erst auf den zweiten Blick sieht man die Blüte dieser wohl selteneren Art der Jungfer im Grünen


Reinweiß, einfach und zart wirken die Blüten der Stockrose. Im Hintergrund die die Weidenblättrige Sonnenblume, die ich aufgrund ihrer Blätter gepflanzt habe. Die gelben Blütchen im Herbst sind eigentlich nur Zugabe.

Überreich blühen diese beiden Clemis - farblich ergänzen sie sich hervorragend


Ist dieses Löwenmäulchen nicht zauberhaft ? Ich bin gespannt ob es den Winter übersteht. Ich schneide die Stängel nach der Blüte ab und meist blühen sie dann im nächsten Jahr wieder. Ich habe Pflanzen, die schon im 8. Jahr blühen.

Hochsaison haben momentan die Taglilien. Ich liebe sie, da sie den Zeitraum der Rosenpause überbrücken.
Neu ist dieses Jahr Alaqua











und auch
'Schnickel Fritz'











'Ed Murray' hat im dritten Standjahr 3 Blütenstiele, ein samtiges schwarzrot - ein absolutes Highlight










Schwer zu beschreiben ist der schillernde Farbton dieser unbekannten Taglilie, deren erste Blüte ich gestern entdeckte. Grandios oder ?













Zum Schluß noch ein kleines Dufterlebnis fürs Näslein - eine Wicke.

Samstag, 28. Juni 2008

Kurz mal durch den Garten

Nachdem mich mein Lieblingstochter (meine einzige Tochter - smile) fragte, wie es in meinem Garten aussieht und ob ich nicht aktuelle Bilder im Blog habe, stellte ich mich der Qual der Wahl und hab ein paar Fotos ausgewählt.
Und weil ich mich wieder mal für ein paar wenige entscheiden konnte, müßt ihr nun durch. Aber ich kann versprechen, es ist wunderschön in meinem Garten. Jedenfalls empfinde ich es so. Meist vergeß ich vor lauter Staunen das Unkrautrupfen.
Also los geht's

Meine Gartenliesel empfängt uns in der Hofeinfahrt. Es ist der Unterbau unseres Straßenschildes, daß ich - nachdem doch viele ortsunkundige nicht wissen, wo sie sich gerade befinden - bei meinem Mann durchgesetzt habe.



Diese Felberich-Feld liebe ich sehr, obwohl es von Schachtelhalm durchwachsen ist.
Aber die zwei vertragen sich ja bestens .


Einer meiner vielen Tröge - etwas wild wie vieles bei mir


Der Mohn fühlt sich seit 3 Jahren rund ums Haus sehr wohl - ihm gefällts - mir auch


So und nun einfach genießen .................









































Eine kleine Ringelblume versteckt sich - das hat sie doch nicht nötig - oder ?



Und hier geht es in meinen neuen Gartenteil - zum Hügelausblick

Dienstag, 24. Juni 2008

Potsdam für Gartenverrückte

Letztes Wochenende machten Susanna und ich einen Traum wahr. Da Susanna letzten September grad mal Langeweile hatte, entstand diese Idee. Und für gute Ideen bin ich immer zu haben.
So stiegen wir Samstagmorgen in den Flieger Richtung Berlin-Potsdam. Ziel war der Förster Garten, von dem wir schon soviel gehört hatten. Er enttäuschte uns nicht. Es war eine wunderbare Stimmung im Garten und vor allem der Senkgarten hatte es uns angetan.


Wir wanderten von Bank zu Bank um immer wieder innezuhalten und die herrlichen Eindrücke auf uns wirken zu lassen.




Ein kleiner Frosch nutzte das schöne Wetter um in seinen hauseigenen Whirlpool zu steigen und auf einer kleinen Grasinsel im Wasserbecken spielten 7 Fröschlein Verstecken.



Und klar, wenn man so viele schöne Pflanzen bestaunt, da entsteht das "Auchhabenwill"-Gefühl. So stürzten wir uns nachdem wir uns gestärkt hatten, in die dazugehörende Gärtnerei. Sie hatten -ohelend- jedoch noch eine viel größere Pflanzenauswahl, als wir erwarteten. Wunderbar übersichtlich aufgereiht, alles in Zugriffhöhe. Da wir (vielleicht besser ich) unsere Koffer- und Fluggepäckgewichtsfreiräume gehörig unterschätzten, griffen wir nach sorgfältigem Abwägen zu - grins. Und so kam es, daß wir die Gärtnerei mit je "nur" einer Tasche flugtauglich präparierten Stauden verließen.

Den Abend verbummelten wir in den vielen romantischen Straßen Potsdams. Vor dem Brandenburger Tor begrüßte uns ein peppiger Chor mit einem munteren Folkloreliedlein und die Sonne hüllte uns zu Ehren diese Kirche in ein faszinierendes Licht.




Der Sonntag begann mit einem gemütlichen Frühstück im Innenhof des Hotels.


Dann fuhren wir mit der Straßenbahn zur Freundschaftsinsel, auf der ein Sichtungsgarten angelegt ist. Da es doch ziemlich heiß war, nutzen wir auch da die schattig stehenden Bänke, um den parkähnlichen Garten zu genießen. Ich traf ein ausgewachsenes Exemplar eines Mammutbaumes. Solch ein noch klein und filigran aussehendes Bäumchen habe ich im Frühjahr in einem Anfall von Leichtsinn auf einem Flohmarkt gekauft. Ob ich wohl diese Höhe noch erleben werde ?


Neben Taglilien waren natürlich auch Rittersporne in vielen Blautönen zu sehen. Dieser hier war so blau, daß es dem Auge schon fast weh tat

Dank unseres Ausfluges weiß ich nun auch, welche Ausmaße die von mir gepflanzte Becherpflanze einnehmen kann.


Was und wo wir anschließend traumhaft gut gegessen haben, seht ihr auf SUSANNAS KUDELMUDEL-blog.

Nocheinmal bummelten wir durch Potsdams Straßen - ein paar nette Geschäfte hatten extra für uns geöffnet - und dann gings wieder nach Hause.



Wer Träume verwirklichen will
muß wacher und tiefer träumen
als andere
Karl Förster





Danke Susanna, für diese 2 schönen Tage, die Dank deine Organisation ein tolles Erlebnis waren.

Sonntag, 15. Juni 2008

Rosenmarkt Zweibrücken

Samstag fuhr ich mit ein paar sehr netten und lustigen Kräuterfrauen nach Zweibrücken zum Rosenmarkt.
8 muntere Frauen nahmen 6 Stunden Zugfahrt mit dem Schönes-Wochenende-Ticket auf sich.
Doch allein der Rosengarten war diese letztendlich kurzweilige Zugfahrt wert.
Selbstverständlich war der Gartenmarkt ein Anziehungspunkt und die meisten von uns fanden wie sollte es auch anders sein, dort ein paar Kleinigkeiten. Vom Markt habe ich keine Fotos gemacht, da er sonstigen Veranstaltungen ähnelte.

Dafür gibt es Bilder vom Rosengarten. Ich hätte stundenlang fotografieren können.
Die Rosen ließen keine Wünsche offen und bei einer Führung erfuhren wir sehr viel Wissenswertes über Rosen und auch die Geschichte des Parks.



Hier beim Hochzeitspavillon begann die Führung


Der Stamm eines Blauregens, der sich über eine mächtige Pergola spannte

Herrliche Rosenbeete, wunderschöne Staudenkombinationen, bepflanzte Riesenschalen,
Rosen in traumhaften Farben, Ehrfurcht einflössende Bäume









Besonders angetan waren wir von diesen Kunstwerken, die in großen Bäumen hingen







Diese rosarote, puschelige Aster (Aster dumosus 'Augenweide') fand ich herrlich


und total fasziniert hat mich die Farbe der Rose 'Brillant', eine leuchtendes orangerot. Sie wurde auch auf dem Gartenmarkt angeboten, ob sie eines Tages auch in meinem ländlichen Garten steht, weiß ich noch nicht. Die Farbe ist doch sehr dominant und die Blüte wirkt sehr edel. Da werd ich wohl noch ein paar Nächte drüber schlafen.

Doch mit Sicherheit werd ich mich auf die Suche nach 'Sweet Pretty' machen, leider war sie bereits ausverkauft.



Einen Besuch des Rosengartens in Zweibrücken kann ich nur empfehlen. Besonders habe ich mich darüber gefreut, daß außer den Rosen auch Stauden und Sträucher beschriftet waren. Vielleicht reicht mir das nächste Mal die Zeit für den Wildrosengarten.

Bedanken möcht ich mich bei den Kräuterweiblen, daß sie mich so offen und herzlich in ihrer Mitte aufgenommen haben. Es war ein wunderschöner Tag.