Sonntag, 26. Juli 2009

Bauerngärten und mehr

Gestern war mal wieder eine Gartenfahrt angesagt. Ziel waren 3 Bauergärten im Schwarzwald.
Punkt neun gings los und nach 1 Stunde Fahrt hielt unser Bus an einem an der Straße gelegenen alten Bauernhaus. Auf den ersten Blick war kein Garten zu sehen. Auf den zweiten Blick sah man dann dieses hübsche, uralte, strohgedeckte Bauerhäusle auf der gegenüberliegenden Seite.

Eigentlich waren es dann 2 kleine Bauerngärten. Der erste lag hinter Hecken versteckt genau gegenüber dem eigentlichen bewohnten Bauernhaus. Ein großer, blau blühender Hortensienbusch markierte den Eingang zum Garten

Im Garten waren alle erdenklichen Gemüsesorten und wie es sich für einen Bauerngarten gehört, bunt gemischt mit Gewürzen und Blumen.

Im zweiten Gärtchen sah es ähnlich aus. Dieser lag ein Stück weiter direkt vor dem uralten Häusle. Dieses alte idyllische Haus war liebevoll umpflanzt und ich hätte es gerne einmal von innen gesehen.


Der zweite Garten, den wir besuchten war kein Bauerngarten. Es war ein Raritäten- und Spezialitätengarten, der einem ehemaligen Staudengärtner gehört. Er sprühte nur so vor Begeisterung für seine Pflanzen und wir waren sehr beeindruckt von der Vielfalt.
Die natürlichen Pflanzungen waren beeindruckend und die 2 Steingartenbereiche, deren Grundlage verschiedene Gesteinsorten sind begeisterte auch mich, obwohl ich es eigentlich nicht so mit Steingarten und Alpinum habe.






















Mit vielen Notizen und auch wieder einigen Habenwünschen machten wir uns dann auf den Weg zum 3. Garten. Die Anfahrt auf einer schmalen Straße durch Wald und Wiesengelände war alleine schon fast abenteuerlich. Doch damit nicht genug. Als wir aus dem Bus ausstiegen war nirgendwo ein Bauernhaus geschweige ein Bauergarten zu sehen, lediglich Wald, Wiese, Schwarzwald.
Ein kleiner Fußmarsch war angesagt, ca. 1 km wanderten wir erwartungsvoll und neugierig zu unserem letzten Ziel. Die Überraschung war groß. Auf einer kleinen Hochebene angelangt lag vor unser ein großer Bauernhof mit Leibdinghaus, Stallungen und einem fantastischen Bauerngarten. Man wußte garnicht, wo zuerst hinschauen, so vieles gab es rund ums Haus und Hof zu sehen.

Das große Staudenbeet vor dem Treppenaufgang



die vielen kleinen geschmackvollen Dekorationen



auch hinterm Haus große Blumen- und Staudenbereiche



ausrangiertes nochmal wiederverwendet


Der eigentliche Höhepunkt war für mich jedoch der Bauerngarten. Selbstgezogene, aus eigener Samengewinnung Gemüsesorten, in Reihen angepflanzt nach einem durchdachten
Fruchtwechselplan. Es gab seltene Gemüsesorten wie Erdbeerspinat, ewiger Kohl, verschiedene Erbsensorten, und dazwischen immer wieder eine Reihe Kapuzinerkresse.








Oberhalb des Bauernhauses war der Kräutergarten. Und auch dort gab es als Einrahmung
Stauden in Hülle und Fülle. Besonders die Phloxe in tollen Farben begeisterten mich.




Als Abschluss gab es dann ein 'Vesper'


Auf dem Tisch standen Köstlichkeiten wie Kräuterbutter, Rosenbutter, einen Karotten-Brotaufstrich mit selbstgebackenem Brot, Kräuterbrot, einen Hefekuchen sowie fruchtige Quarkschnitten. Dazu leckeren Kräutertee mit frisch überbrühten Kräutern und Ringelblumen.

Schade, daß die Zeit so schnell vorüber ging. Ich hätte gerne noch einen zweiten Gartenrundgang gemacht. Doch der Bus wartete schon und brachte uns wohlbehalten zurück nach Freiburg.

Es war insgesamt wieder einmal ein wunderbarer Tag und ich freue mich, daß ich diese Fahrt mitgemacht habe.
Unerfreulich war dann jedoch die Heimfahrt. Ich geriet in einen Stau und so wurden aus einer Stunden 3,5 Stunden Fahrt. Als ich dann nachts um 1 Uhr zuhause ankam, war ich dann wirklich geschafft.

Samstag, 18. Juli 2009

und wieder ist's Hortensienzeit

obwohl ich vor 2 Jahren ja schon einmal einen Hortensienblog geschrieben hab,
ich muß auch dieses Jahr über meine Hortensien berichten.

Noch immer mag ich meine Bauernhortensien, dieses Jahr sind sie noch einen Tick dunkler und farbintensiver


noch immer bin ich von Hortensie Preziosa mit ihren aufregend dunklen Stielen fasziniert. Der Farbverlauf der Blüten vom Auf- bis zum Verblühen ist einmalig.


und noch immer liebe ich Hydrangea Ayesha mit ihren zarten Porzellanblüten. Auch diesen langen Winter hat sie unter einem Tannenzweig-Schutzmantel gut überstanden.


Hortensie Limelight hat sich gut entwickelt


Hortensie double Annabelle 'Hayes Starburst' ist gut angewachsen, die Blüte ist
jedoch gegenüber der richtigen Annabelle nicht ganz überzeugend


der Vergleich mit den Blüten von Annabell

die kleine rote Blüte ist übrigens meine neue Phloxerrungenschaft 'Starefire'

Hortensie quercifolia 'Snowflake' mit halbgefüllten Blüten ist dieses Jahr nicht ganz so standfest, dafür überzeugen die herrlichen Blüten und die sich schon jetzt färbenden Blätter


Seit Jahren liebäugle ich schon mit Hortensie aspera Macrophylla, der Fell- oder auch Samthortensie. Letzten Herbst ist sie mir dann in Holland ins Auto gehüpft und auch sie hat den Winter prima überstanden. Sie hat nicht nur wunderschöne Blüten, sondern auch die Blätter sind fantastisch.


aus Holland habe ich auch die Rispenhortensie paniculata 'Ruby Angels Blush' mitgebracht. Die Blüten sind schon jetzt ein Traum, sie werden sich im Verblühen rötlich färben.


Hortensie macrophylla 'Tovelit', die nicht sehr hoch werden soll, ist mir letzten Sommer auf einer Gartenbesichtigung zum erstenmal begegnet. Ich habe sie dann als sehr kleine Pflanze im Herbst gekauft und sie im Keller überwintert. Sie ist sehr kräftig gewachsen und trägt schon 4 große, dichte Blütenbälle.Seit 3 Tagen hat sie ihren Platz im Garten gefunden.


Ich bin gespannt ob sich diese Hortensie in meinem Gartenboden ins bläuliche verfärben wird, wie es die meisten anderen rosefarbenen auch getan haben.







Ungewöhnlich standfest ist dieses Jahr meine namenlose Rispenhortensie


Kräftig zugelegt hat Hortensie 'Blaumeise', das blau ihrer Blüten ist etwas gewöhnungsbedürftig


Inzwischen nicht mehr im Topf, Hortensie serr.'Diadem'. Sie ist die einzige, die mich dieses Jahr noch nicht ganz überzeugt hat. Aber ich werde ihrnoch 2 bis 3 Jahre Zeit geben.


Im Topf bleiben wird diesen Winter diese noch etwas zarte Hortensie mit den roseweiß-farbenen Blütchen. Irgendwie hab ich es verbummelt sie rechtzeitig in meine Spezialerde zu topfen und sie wird noch etwas Anlaufzeit benötigen.


Von Hortensie 'Endless Summer' hab ich vergessen ein Bild zu machen, auch sie blüht inzwischen kräftig, wenn auch nicht mehr rein rose, sondern schon sehr bläulich.

Auf meiner Wunschliste steht zur Zeit lediglich - das kann sich jedoch schnell ändern - Hortensie macrophylla 'Mervieulle Sanguine'. Sie blüht kräftig dunkelrot und was mir an ihr besonders gefällt ist die dunkle Herbstfärbung der Blätter.

Sonntag, 5. Juli 2009

Juli-Blüten

Ich muß !! diese wunderschönen Blüten einfach zeigen
bin halt garten- und blütenverrückt

Echinacea Hot Summer kennt ihr schon vom letzten blog, ich war total von den Socken als ich sie gestern sah, die Farbveränderung find ich gigantisch - ich halt - smile



Noch ein Blümchen aus der orangenen Ecke, Susanna könnt das eine Kleopatranadel sein ?


eindeutig orange, die Ringelblume - doch sie nicht in der orangenen Ecke, weil ich Ringelblumen liebe und quer übern Garten verteile


Die Blüte ist zwar noch nicht ganz offen, jedoch fasziniert mich hier nicht nur die leuchtend rote Blüte, sondern auch das dunkle Blatt, Dahlie Bishop of Landloff


Natürlich sind diese Echinaceen auch toll, doch hier haben mich die zahllosen Falter zum digifieren verführt



jedes Jahr aufs Neue, die Kombination weißer Sonnenhut mit Gras


Prärieampfer (Parthenium integrifolium) dieses Jahr neu eingezogen.



Der Stundeneibisch (Hibiscus trionum).Nun weiß ich auch, warum diese Pflanze Stundeneibisch heißt. Tagelang bin ich zu ihr hingelaufen, immer sah ich nur eine verblühte Knospe, doch heut hab ich die richtige Stunde erwischt


Nachdem der Buschklee letztes Jahr schon breitgewalzte Blütenspitzen hatte, das gleiche Phänomen nun dieses Jahr am Veronicastrum





Unvergleichlich zart wirkt dieser Mohn













Auch sehr duftig - Cosmea




Bleiben wir bei den zarten Farben: Monarda Mohikana, sie soll trockenheitsverträglich sein


keine Blüte, aber ein Wunderwerk von einem Samenstand


speziell für Susanna, rechts die Seidenpflanze
der Bienenmagnet schlechthin und dazu frühmorgens ein Duft - mmmmmmh

Beim anklicken seht ihr als Unterpflanzung Senecio, dieses Frühjahr aus Samen gezogen. Ob sie wohl winterhart ist, ich bin gespannt