Montag, 24. August 2009

Grün

Endlich Urlaub, Ferien zu Hause. Wobei die Ferien daheim um diese Zeit doch meist mit Arbeit verbunden sind.
So haben wir heute 10 Kisten Kartoffeln aus der Erde geholt - der Winter kann kommen.

Ja und dann ist auch bei mir gießen angesagt. Wenn ich morgens aus der Haustür komm fällt mein erster Blick auf unseren Brunnentrog. Und falls noch irgendwo eine volle Kanne Wasser steht wird sie meist auch gleich verteilt. Ansonsten ist das Befüllen der Kannen Aufgabe meines Sohnes - meistens, aber so ganz klappts nicht immer.


Der Innenhof ist inzwischen richtig grün, blühendes gibt es nur noch wenig. Wobei ich diese verschiedene Grünschattierungen und Blattstrukturen sehr mag.

Neben unserem Hofbänkle steht die Zitronenverbene, meine Lieblingsduftpflanze. Davor eine besonders schöne Buntnessel. Ich darf es nicht verpassen, rechtzeitig Stecklinge zu bewurzeln, die dann auf der Fensterbank auf ihren Auftritt im nächsten Jahr warten. Dahinter steht ein Tomatenbaum mit inzwischen mächtigen Blättern, den ich als kleines Pflänzle im Joghurtbecher im Mai auf einem Pflanzenmarkt gekauft habe. Er soll ja tatsächlich einmal Früchte tragen, vielleicht nächstes Jahr, wenn ich ihn über den Winter bring.


Neben der Haustür steht die nächste Grünpflanzenkombi.

Ein Fruchtsalbei, auch eine tolle Streichelduftpflanze, daneben wieder eine Buntnessel und dahinter ein Solanum (oder so ähnlich - smile)



Meine Leiter hat sich dem Grüntrend ebenfalls angepaßt. Unten ein Basilikum, darüber 2 verschiedene Duftperlagonien.


Der Korallenstrauch wird wohl erst nächstes Jahr blühen, doch ich kann es erwarten. Hat er doch dieses Jahr schon kräftig zugelegt.

Auf dem Pflanztisch drängen sich zur Zeit jede Menge Pflänzlis. Dort steht auch meine Glasglocke, unter der die nächsten Staudenbabys heranwachsen.
Es sind Stecklinge von einem sehr duftigen Blutweiderich, den ich vor kurzem erst gekauft habe. Die ersten Wurzeln konnte ich schon nach gut 2 Wochen durch die Bodenöffnung des Topfes ausmachen. Die Anzucht von Stecklingen unter der Glocke ist genial einfach. Warum bin ich nicht schon früher darauf gekommen.
Auf die gleiche Art und Weise habe ich inzwischen richtig gut aussehende Ableger von meiner Hanfmalve gemacht.
Sieht doch prima aus - oder ? Wie es mal wieder regnet werde ich sie auspflanzen, damit sie noch gut einwurzeln und dann hoffentlich den Winter überstehen. Falls nicht, werde ich nächstes Jahr einfach etwas früher die Stecklingszucht angehen.




Dies ist eine meiner Lieblingsgrünpflanzen.


Davon hab ich auch schon wieder Ableger gemacht, die dann im Wohnzimmer auf der Fensterbank überwintern. Ich hatte letztes Jahr einen kleinen Ableger aus einem Balkonkasten in Drusenheim im Elsaß stiebitzt (ich weiß, das macht frau nicht) und zuhause im Wasserglas bewurzelt. Die Pflanze wächst innerhalb kurzer Zeit zu einer kräftigen Pflanze und fühlt sich in der Sonne wie im Schatten wohl. Zudem ist sie nicht übermäßig durstig. Die Blätter sind ziemlich dick und samtweich behaart. Kaum verständlich, daß ich sie noch bei keinem Gärtner hier bei uns gesehen habe.

Und Dank Wurzel weiß ich nun auch, um welche Pflanze es sich handelt. Es ist ein Haferstrauch -Plectranthus madagascariensis 'Variegatus'.
Liebes Wurzel herzlichen Dank dafür !

Doch da, etwas blühendes. Eine Fuchsie, ein Andenken aus unserem letztjährigen Urlaub in Dänemark. Nicht stiebitzt, sondern ehrlich gekauft.


Und vor dem Pflanzentisch stehen noch einige blühende Errungenschaften von meinem Maikammerbesuch vorletzten Sonntag. Darunter die Clematis rebecca, in einem herrlichen Weinrot.

Samstag, 8. August 2009

einmal im Halbkreis im August

heute morgen war das Wetter ideal; der Himmel war bedeckt und so konnte ich endlich mal wieder einen richten Foto-Garten-Rundgang machen.
Dieses Mal habe ich den Garten am Rasenmäher-Törle betreten, gleich vorne am an der orangenen Gartenecke. Momentan ist dort nicht gerade viel los. Der Johanniskrautstrauch hat sich mit roten Beeren geschmückt. Die Taglilien haben ihre wirklich allerletzten Blüten aufgesetzt. Rose Graham Thomas weiß noch nicht, ob sie tatsächlich nochmal blühen will, Euphorbie griffithii hat von ihrer Vitalität eingebüßt und neigt sich der Erde zu. Ich werde sie wohl bald zurückschneiden müssen.
Lediglich die Dahlien laufen zu ihrer Höchstform auf.














Doch dieses Blümchen, ich glaube sie ist einjährig, hat mich heute mit ihrer ersten leuchtend orangenen Blüte begrüßt.








Der Garten wirkt schon fast spätsommerlich. Die Gräser haben sich zu großen Büschen entwickelt und die staudigen Sonnenblumen leuchten lebhaft. Die ersten Hostas haben mit dem herbstlichen Rückzug begonnen. Fast wehmütig wirken sie.
Doch auch jetzt gefällt mir der Garten und nach einigen Fotopausen bin ich dann bis zum Himbeergarten vorgedrungen. Dieses Gartenstück hat sich dieses Jahr prächtig entwickelt und so langsam gibt es auch hier einiges zu sehen. Zufällig stand ich am
fast unten am Straßenrand, hinter mir der Weidezaun, der den Rehen den Einstieg in mein Reich erschweren soll. Dort hab ich mich Halbkreis gedreht und dies mit der Kamera festgehalten.

Rechts von mir die Hortensie Blaumeise, die noch immer neue Blütenansätze schiebt.


Dahinter Clematis viticella 'Rubra' ihre letzten beiden Blütchen.


Dann zeigt sich schon fast ein spätsommerliches Bild. Die weideblättrige Sonnenblume im Vordergrund hat an ihrem neuen Standort noch noch die endgültige Größe erreicht.
Dahinter Gras Miscanthus mit den herrlichen Blütenständen. Daneben Rose Glauca mit den schokoladig glänzenden Hagebutten. Federmohn und Baldrianblüten haben sich der Farbe angepaßt. Auch der Knöterich davor macht das Farbspiel mit.


Ich dreh mich leicht und eine meiner Hortensien Annabell bestimmt das Bild. Die riesigen Blütenköpfe haben unter den kräftigen Regenschauern gelitten. Die Stütze hat nicht viel genutzt. Im Hintergrund ist einer der letzten alten Zwetschgenbäume im Gartenbereich zu sehen. Er schaut dieses Jahr sehr schlecht aus und wir werden ihn im Herbst wohl kräftig zurückstutzen, in der Hoffnung, daß er noch ein paar Jahre durchhält. Die Sichtlücke zum Baum wird nächstes Jahr wohl zugewachsen sein. Dort habe ich verschiedene neue Stauden gepflanzt. Am rechten Bildrand der Kuchenbaum, davor ein gelb blühender, sehr wüchsiger Salbei.



Dann am Kuchenbaum links vorbei der Blick. Eine der schönsten meiner staudigen Sonnenblumen in einem warmen gelb, gefüllt und sehr standfest.
Bis in 2 Wochen wird sie wohl voll erblüht sein, ebenso wie der dahinter stehende große Busch Solidago 'Fireworks', der wenn er blüht ein Traum ist.
Komischerweise ist er recht selten in Gärten anzutreffen. Rechts davor eine weiß blühende Artemisia.



Ein kleines Stück weiter - das nächste Beet. Am Beetende der rote Perückenstrauch.
Rechts davon wachsen Rose Rapsodie in blue und eine weiß blühende Clematis als Verbindung zwischen den beiden.



Die Mitte diese Blumenbeetes bestimmt Rubus thibetanus, letzten Herbst in Holland gekauft und schon jetzt ein Hingucker mit den weiß bereiften Ästchen. Als Kontrast dazu Dahlie Bishop of Landloff mit ihren knallroten Blüten auf fast schwarzem Laub.



Dann drängt sich Aralia californica ins Bild, obwohl sie schon im Beet dahinter steht. Dieses Jahr noch stattlicher, gut daß ich ihr soviel Platz eingeräumt habe.


Das Beetende bildet Hortensie Hortensie Annabelle 'hayes Starburst' sowie Rose 'Falstaff', die gerade zur zweiten Blüte ansetzt. Zusammen mit einer sehr kompakten, großen Echinacea, einer Kermesbeere und einem duftigen Gras werden sie ,so hoff ich doch, eine richtige schöne Gruppe bilden.


Den Halbkreis beendet zu meiner linken ein 'stink'normaler Wiesendost, der sich einfach ohne zu fragen, hier angesiedelt hat. Doch mit seinen altrosenen Puschelblüten gefällt mir und darf deshalb bleiben. Schließlich müssen es nicht immer Raritäten sein, oder ?


Ganz schnell lohnt sich ein genaueres Hinsehen bei dieser Tabakpflanze, fast 2 m hoch und dann mit rosanen und weißen Blütchen bestückt.


Und auch an den Cosmeen komm ich nicht vorbei, ohne zum x-ten mal ein Bild zu machen.



Bevor ich mich nun zum Hügelausblick hinauf begebe und noch ein schneller Blick zurück

Sonntag, 26. Juli 2009

Bauerngärten und mehr

Gestern war mal wieder eine Gartenfahrt angesagt. Ziel waren 3 Bauergärten im Schwarzwald.
Punkt neun gings los und nach 1 Stunde Fahrt hielt unser Bus an einem an der Straße gelegenen alten Bauernhaus. Auf den ersten Blick war kein Garten zu sehen. Auf den zweiten Blick sah man dann dieses hübsche, uralte, strohgedeckte Bauerhäusle auf der gegenüberliegenden Seite.

Eigentlich waren es dann 2 kleine Bauerngärten. Der erste lag hinter Hecken versteckt genau gegenüber dem eigentlichen bewohnten Bauernhaus. Ein großer, blau blühender Hortensienbusch markierte den Eingang zum Garten

Im Garten waren alle erdenklichen Gemüsesorten und wie es sich für einen Bauerngarten gehört, bunt gemischt mit Gewürzen und Blumen.

Im zweiten Gärtchen sah es ähnlich aus. Dieser lag ein Stück weiter direkt vor dem uralten Häusle. Dieses alte idyllische Haus war liebevoll umpflanzt und ich hätte es gerne einmal von innen gesehen.


Der zweite Garten, den wir besuchten war kein Bauerngarten. Es war ein Raritäten- und Spezialitätengarten, der einem ehemaligen Staudengärtner gehört. Er sprühte nur so vor Begeisterung für seine Pflanzen und wir waren sehr beeindruckt von der Vielfalt.
Die natürlichen Pflanzungen waren beeindruckend und die 2 Steingartenbereiche, deren Grundlage verschiedene Gesteinsorten sind begeisterte auch mich, obwohl ich es eigentlich nicht so mit Steingarten und Alpinum habe.






















Mit vielen Notizen und auch wieder einigen Habenwünschen machten wir uns dann auf den Weg zum 3. Garten. Die Anfahrt auf einer schmalen Straße durch Wald und Wiesengelände war alleine schon fast abenteuerlich. Doch damit nicht genug. Als wir aus dem Bus ausstiegen war nirgendwo ein Bauernhaus geschweige ein Bauergarten zu sehen, lediglich Wald, Wiese, Schwarzwald.
Ein kleiner Fußmarsch war angesagt, ca. 1 km wanderten wir erwartungsvoll und neugierig zu unserem letzten Ziel. Die Überraschung war groß. Auf einer kleinen Hochebene angelangt lag vor unser ein großer Bauernhof mit Leibdinghaus, Stallungen und einem fantastischen Bauerngarten. Man wußte garnicht, wo zuerst hinschauen, so vieles gab es rund ums Haus und Hof zu sehen.

Das große Staudenbeet vor dem Treppenaufgang



die vielen kleinen geschmackvollen Dekorationen



auch hinterm Haus große Blumen- und Staudenbereiche



ausrangiertes nochmal wiederverwendet


Der eigentliche Höhepunkt war für mich jedoch der Bauerngarten. Selbstgezogene, aus eigener Samengewinnung Gemüsesorten, in Reihen angepflanzt nach einem durchdachten
Fruchtwechselplan. Es gab seltene Gemüsesorten wie Erdbeerspinat, ewiger Kohl, verschiedene Erbsensorten, und dazwischen immer wieder eine Reihe Kapuzinerkresse.








Oberhalb des Bauernhauses war der Kräutergarten. Und auch dort gab es als Einrahmung
Stauden in Hülle und Fülle. Besonders die Phloxe in tollen Farben begeisterten mich.




Als Abschluss gab es dann ein 'Vesper'


Auf dem Tisch standen Köstlichkeiten wie Kräuterbutter, Rosenbutter, einen Karotten-Brotaufstrich mit selbstgebackenem Brot, Kräuterbrot, einen Hefekuchen sowie fruchtige Quarkschnitten. Dazu leckeren Kräutertee mit frisch überbrühten Kräutern und Ringelblumen.

Schade, daß die Zeit so schnell vorüber ging. Ich hätte gerne noch einen zweiten Gartenrundgang gemacht. Doch der Bus wartete schon und brachte uns wohlbehalten zurück nach Freiburg.

Es war insgesamt wieder einmal ein wunderbarer Tag und ich freue mich, daß ich diese Fahrt mitgemacht habe.
Unerfreulich war dann jedoch die Heimfahrt. Ich geriet in einen Stau und so wurden aus einer Stunden 3,5 Stunden Fahrt. Als ich dann nachts um 1 Uhr zuhause ankam, war ich dann wirklich geschafft.

Samstag, 18. Juli 2009

und wieder ist's Hortensienzeit

obwohl ich vor 2 Jahren ja schon einmal einen Hortensienblog geschrieben hab,
ich muß auch dieses Jahr über meine Hortensien berichten.

Noch immer mag ich meine Bauernhortensien, dieses Jahr sind sie noch einen Tick dunkler und farbintensiver


noch immer bin ich von Hortensie Preziosa mit ihren aufregend dunklen Stielen fasziniert. Der Farbverlauf der Blüten vom Auf- bis zum Verblühen ist einmalig.


und noch immer liebe ich Hydrangea Ayesha mit ihren zarten Porzellanblüten. Auch diesen langen Winter hat sie unter einem Tannenzweig-Schutzmantel gut überstanden.


Hortensie Limelight hat sich gut entwickelt


Hortensie double Annabelle 'Hayes Starburst' ist gut angewachsen, die Blüte ist
jedoch gegenüber der richtigen Annabelle nicht ganz überzeugend


der Vergleich mit den Blüten von Annabell

die kleine rote Blüte ist übrigens meine neue Phloxerrungenschaft 'Starefire'

Hortensie quercifolia 'Snowflake' mit halbgefüllten Blüten ist dieses Jahr nicht ganz so standfest, dafür überzeugen die herrlichen Blüten und die sich schon jetzt färbenden Blätter


Seit Jahren liebäugle ich schon mit Hortensie aspera Macrophylla, der Fell- oder auch Samthortensie. Letzten Herbst ist sie mir dann in Holland ins Auto gehüpft und auch sie hat den Winter prima überstanden. Sie hat nicht nur wunderschöne Blüten, sondern auch die Blätter sind fantastisch.


aus Holland habe ich auch die Rispenhortensie paniculata 'Ruby Angels Blush' mitgebracht. Die Blüten sind schon jetzt ein Traum, sie werden sich im Verblühen rötlich färben.


Hortensie macrophylla 'Tovelit', die nicht sehr hoch werden soll, ist mir letzten Sommer auf einer Gartenbesichtigung zum erstenmal begegnet. Ich habe sie dann als sehr kleine Pflanze im Herbst gekauft und sie im Keller überwintert. Sie ist sehr kräftig gewachsen und trägt schon 4 große, dichte Blütenbälle.Seit 3 Tagen hat sie ihren Platz im Garten gefunden.


Ich bin gespannt ob sich diese Hortensie in meinem Gartenboden ins bläuliche verfärben wird, wie es die meisten anderen rosefarbenen auch getan haben.







Ungewöhnlich standfest ist dieses Jahr meine namenlose Rispenhortensie


Kräftig zugelegt hat Hortensie 'Blaumeise', das blau ihrer Blüten ist etwas gewöhnungsbedürftig


Inzwischen nicht mehr im Topf, Hortensie serr.'Diadem'. Sie ist die einzige, die mich dieses Jahr noch nicht ganz überzeugt hat. Aber ich werde ihrnoch 2 bis 3 Jahre Zeit geben.


Im Topf bleiben wird diesen Winter diese noch etwas zarte Hortensie mit den roseweiß-farbenen Blütchen. Irgendwie hab ich es verbummelt sie rechtzeitig in meine Spezialerde zu topfen und sie wird noch etwas Anlaufzeit benötigen.


Von Hortensie 'Endless Summer' hab ich vergessen ein Bild zu machen, auch sie blüht inzwischen kräftig, wenn auch nicht mehr rein rose, sondern schon sehr bläulich.

Auf meiner Wunschliste steht zur Zeit lediglich - das kann sich jedoch schnell ändern - Hortensie macrophylla 'Mervieulle Sanguine'. Sie blüht kräftig dunkelrot und was mir an ihr besonders gefällt ist die dunkle Herbstfärbung der Blätter.