Montag, 26. Oktober 2009

Also gut, sprechen wir vom Herbst

Sigrun spricht vom Herbst, Susanna spricht vom Herbst, gut unterhalten wir uns.
Eigentlich mag ich den Herbst. Doch dieses Jahr hat er mich auch ein bißchen enttäuscht. Durch den frühzeitigen Frost und vielleicht auch durch die wochenlange Trockenheit blieb die Herbstfärbung einiger Pflanzen und Sträucher ganz aus oder sie war nur sehr kurz oder es war nur eine kurz Wischiwaschifärbung.
So der Kuchenbaum - ich hatte sooo tolle Fotos mit umwerfender Herbstfärbung gesehen und dazu noch der hochgelobte Duft der fallenden Blätter. Nix war, leicht gelblich färbten sich die Blätter dann fielen sie duft- und saftlos zu Boden.

Auch die Schmuckrebe Vitis coignetiace, letzten Herbst mit tiefrot leuchtenden Blättern in meinem Garten eingezogen - toll angewachsen - dann im unteren Bereich ein leicht lasche Färbung - und sonst nix.

Hab ich mich halt mit meinen Gräser und sonstigen Samenständen trösten müssen.

Phlomis - Brandkraut


Staudenclematis


Hübsch wirken die wuscheligen braunen Blütenständen der Rispenhortensie


Die letzten Blüten von Astrantia


Blattährengras


Überhaupt haben jetzt die Gräser ihren ganz großen Auftritt bei mir. Ich muß gestehen, daß ich meinen Garten schon doch schon ziemlich abgeräumt habe. Ja ich weiß, die Vögel und sonstige Insekten mögen einen unaufgeräumten Garten. Doch ist mein Garten inzwischen ganz schön groß, und ich möchte einfach nicht zuviele Arbeiten auf einmal erledigen müssen. Denn dann wird Gartenarbeit streßig, und das darf sie bei mir nicht werden. So habe ich schon Berge von Schnittgut gehäckselt, die meisten Astern und sonstigen Herbstblüher mußten dran glauben.
Für die Gräser bedeutet dies, sie kommen nun so richtig zur Wirkung. Nur schade, daß sich die duftigen Gräser und auch die Molinas so schlecht digifieren lassen.

Diamantgras - es legt jedes Jahr zu und wird immer hübscher


ein Miscanthus, das nicht ganz so hoch wird und immer sehr spät zur Blüte kommt


namenlos - aber schon den ganzen Sommer sehr duftig wirkend, eins meiner vielen Lieblingsgräser


als großes amerikanisches Liebesgras gekauft, aber ich bin nicht ganz so überzeugt ob es ein Liebesgras ist. Auf jeden Fall ist es nicht sehr standfest und hat deshalb einen Stuhl zum 'sitzen' bekommen. Diese Idee kam mir letztes Jahr, als ich mir überlegte, ob ich nun dieses Gras raus reiß oder wie ich es in Form bringen könnte.
Da fiel mein Blick auf einen Stuhl, dessen Sitzfläche durchgefault war und zum verbrennen bereit stand. Nun dürfen meine wenig standfesten Gräser alle 'sitzen', gerade für hanglastige Gräser war das die Idee.
Darum bin ich auch ab und zu Sperrmüllsammler, eine tolle Fundgrube für Gräserstühle.


Keinen Stuhl benötigt dieser riesige Miscanthus

auch im Detail faszinierend


Aber es gibt auch noch Farbe im Garten. Der Eisenhut ist fast das letzte intensive blau im Garten, der sich vor den verblühten Hortensien ganz besonders gut abhebt


Und - es blühen auch noch ein paar letzte Rosen.
Polka


vielleicht können wir unsere Unterhaltung demnächst fortsetzen ?
Ich freu mich schon drauf - bis dahin

Samstag, 17. Oktober 2009

kurz gefasst

Sehr kurz gefasst hat sich dieses Jahr der Herbst. Der Sommer war unglaublich lang und trocken und noch vor 14 Tagen hatten wir 30 °C. Sehr verspätet begann dann die eigentliche Herbstzeit. Die letzten beiden Tage war es dann schon winterlich kalt. In der kurzen Herbstzeit blühten die Astern in meinem Garten um die Wette. Ich habe inzwischen ganz schön viele Astern, und muß zu meiner Schande gestehen, daß ich die wenigsten mit Namen kenne.
Ich liebe meine Astern, doch dieses Jahr habe ich mich -wieder mal- von zweien trennen müssen. So schön große Tuffs wirken, einige Astern haben einen unbändigen Drang sich auszubreiten und machen dann ihren Nachbarn das Leben schwer.



Diese Aster dürfen bleiben, sie waren schon vor meiner Gartenzeit hier und lassen sich einigermaßen leicht im Zaum halten. Es sind alte Sorten, die unermüdlich blühen.


Eigentlich keine Aster, aber unbedingt empfehlendswert ist Boltonia asteroides 'Snowbank, deren graugrünes Laub auch im Sommer sehr zierend ist und dann Anfang Oktober nach und nach ihre weißen Sternblütchen öffnet. Daneben Aster 'Purple Dom, eine niedrige dunkellila Aster.



Noch ein Asternkandidat, deren Verbleib nicht ganz sicher ist. Mal sehen ........

Bleiben darf diese helllila Kissenaster



Diese beiden Astern mit ihren gefüllten Blüten mag ich sehr, sie wuchern nicht und sind eigentlich auch gut standfest. Ob sie auch ausdauernd sind, wird sich wohl noch zeigen



















Aster 'snowflurry', die sich sehr schön über die kleine Mauer schmiegt




Leider auch sehr starkwüchsig, ist diese Kissenaster. Doch sie paßt so herrlich zu dem herbstlichen Laub der eichenblättrigen Hortensie



Aster turbinellus mit lockeren Blütenrispen und leuchtend blauen Blüten


Das müßte Aster 'Crimson brocade' sein, letztes Jahr in Holland gekauft, zeigt im Wurzelbereich jedoch auch schon kräftige Ausläufer. Die Farbe, ein leuchtendes dunkles burgunderrot ist einfach umwerfend schön.



Gartenbesucher sind von dieser Aster begeistert - ein toller Kontrast die kühle Farbe der Blüten zum dunklen Laub


Bevor diese Aster zum erstenmal blühte, hab ich mich den ganzen Sommer gefragt, was das wohl gibt. Die drahtigen Stengel mit dem nadelartigen Laub sehen im Austrieb schon richtig gut aus. Ende September fangen dann die winzig kleinen Blütchen an zu blühen. Eine tolle Aster für im Garten und für Blumensträuße.


Aus einem verlassenen Gartenstück stammt diese leuchtend blaue Aster. Es könnte eine Aster laevis sein



In meinem Gartenleben habe ich schon einige der sogenannten Schleierastern ausprobiert. Leider hatten sie einen unbändigen Ausbreitungsdrang, so daß ich sie letztendlich doch wieder ausgegraben habe.
Von einer Bäuerin bekam ich dann diese Sorte. Nun sie breitet sich auch gerne aus,
jedoch wirkt sie so zart und duftig, daß ich mich nicht mehr von ihr trennen kann - bisher - smile



Ich hätt ja noch einige Astern, doch diese eine muß ich noch zeigen. Ich nenn sie einfach meine Puschelaster. Die Stiele sind ziemlich dunkel, darauf die weißen Blütenpuschel, die im Verblühen oder Aufblühen ? - so recht kann ich es eigentlich garnicht sagen - leicht lila angehaucht sind. Sie blüht unwahrscheinlich lange ohne zu wuchern.



Außer Astern und Gräsern - die leider so schwer zu fotografieren sind - gab es im herbstlichen Garten auch noch

diesen grandiosen Tabak, der nicht nur einen sommerlang, sonder einen sommer- und herbstlang blühte. Nur schade, daß er keinerlei Samen ansetzte.


Ebenfalls einjährig, dieser Knöterich, gut 2 m hoch mit leuchtend roten hängenden Blütenähren. Und freu, davon habe ich Samen gerettet. Falls jemand möchte, einfach melden.


Leuchtend gelb, die Blüten der weidenblättrigen Sonnenblume


Leuchtend blau, Bleiwurz aus dem Herbststauden-Sortiment.


Intensives Grün mit weißen Blütendolden, Zahnstocherkraut.


Fast durchgängig blüht diese rote Clematis, während fast alle anderen sich inzwischen mit zierenden und faszinierenden Samenständen schmückten.


Viele Cosmeen blühten dieses Jahr, weiß, rose, dunkelpink, einfachblühend, gefüllt blühend. Den krönenden Abschluß machte dann dieses Schmuckkörbchen, das sich selbst ausgesät hat

Dienstag, 29. September 2009

Drei auf einen Schlag

Wie versprochen, gibt es nun einen kleinen Bericht über 3 tolle, jedoch grundverschiedene Gärten, die ich letzten Sonntag auf der Heimfahrt von Basel besuchen durfte.

--------------- der Garten von Iris --------------

Unser erster Halt war bei Iris, einer Forumsfreundin in Wutöschingen. In diesem Garten war ich vorletztes Jahr schon einmal, jedoch zur Sommerzeit. Iris ist eine
hervorragende Pflanzenkennerin und ihre Pflanzen sind meist ausgesuchte Raritäten.
Diesen Garten wollte ich mir daher zur Herbstzeit nicht entgehen lassen und freute mich sehr, daß Iris Zeit für einen Gartenrundgang in ihrem Hausgarten hatte. Dieser ist nicht sehr groß, doch die Pflanzenvielfalt ist dafür umso größer. Höhenstaffelungen und farbliche Abstimmungen sind absolut stimmig (da muß ich noch einiges lernen)

Schon der seitliche Garteneingang wirkt sehr einladend.



Rechts daneben gleich eine weiterer Hingucker


Gleich links vom Weg eine gelungene Kombination in weiß mit Knöterich, Hortensie Annabell und verschiedenen Gräsern.


Clematis Huldine blüht noch immer im schönsten weiß hat sich ungestüm über einem Obelisken ausgebreitet.


Im Mittelpunkt des Gartens das Beet mit überschäumenden Astern, in zarten Farben














im schattigen Bereich sind einige Hostas zu bewundern


und auch zwei besonders hübsche Farne


Überall tolle Blattkombinationen


Leider hatten wir eine geballtes Programm vor uns und so konnten wir auf diesem einladenden Bank nicht Platz nehmen. Wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, wäre ich wahrscheinlich, statt mich zu setzen, noch ein weiteres Mal durch den Garten gegangen.

Ein herzliches Dankeschön an Iris für diesen schönen Sonntagvormittag und für die
vielen Ableger die nun meinen Garten bereichern.

------------- der Garten von Ursel ------------

Der Besitzerin des nächsten Gartens bin ich auf einer Gartenreise im letzten September begegnet. Ihre mitreißende Gartenbegeisterung und auch ihre Homepage (www.garten-ebnet.de) hatten mich sehr neugierig gemacht. Deshalb habe ich mich riesig gefreut, daß sie auch sie ihre Gartentür extra für mich öffnete. Ich muß gestehen, noch immer träume ich von diesem Garten, der auf mich unwahrscheinlich
beruhigend und entspannend wirkte. Die Pflanzenkombinationen in ihrer Natürlichkeit waren mit Fingerspitzengefühl ausgewählt und wir kamen aus dem Staunen nicht heraus.
Da Ursula auf ihrer HP den Garten sehr treffend beschrieben hat, lade ich euch ein, meine Fotos einfach zu genießen





















































Auch ein Ursel ein ganz herzliches Dankeschön dafür, daß wir mit noch 4 Gartenfreunden den Garten ausgiebig genießen durften. Und wer weiß, vielleicht gelingt es uns tatsächlich einmal einen kleinen Urlaub in Ursels Ferienwohnung einzuplanen.



----------------- der Garten von Flora -----------------

Nachdem Flora schon Bedenken hatte, daß ich ihren Garten in 10 Minuten durchwandern wollte - smile - nein, die 10 Minuten waren nur als Treffpunkt mit Pene und Evodia vorgesehen - besuchten wir nun Floras 'offene Gartentür', die eigentlich der Auslöser für meine Gartenheimfahrt war.


Eingebettet in die Weite der Wiesenlandschaft liegt Floras Gartenreich. Kein Zaun und sonstige Begrenzung engt ihre Deko- und Pflanzenleidenschaft ein.
Viele dieser hübschen aufgepießten und dekorierten Äpfelchen zeigten den Besuchern wo es lang ging und führten auch über die Wiese bergan zu romantischen Sitzplätzen. Also folgt mir und den Äpfelchen




































































Verabschieden möchte ich mich mit dem Foto von Floras Freundschaftsbeet, in das sie die Pflanzenmitbringsel unseres Forumstreffen integriert hat. Eine tolle Idee, oder ?



Für mich war es ein rundherum schönes, gelungenes Wochenende.