Mittwoch, 8. Juni 2011

Offene Gartentür im Hügelgarten

Auch bei uns im Landkreis gibt es die Aktion 'offene Gartentür' die jedes Jahr vom Landratsamt veranstaltet wird. Da ich gerne einen Blick in andere Gärten werfe, öffnete auch ich am letzten Sonntag die Gartentür.



Natürlich habe ich mir Mühe gemacht und die Tischchen an den Sitzplätzen geschmückt, eine Gelegenheit endlich ein paar meiner gesammelten Schüsseln und Kännchen in Szene zu setzen.






Gleich am Hofeingang empfängt diese rotblühende Wicke die Gäste. Sie ist mehrjährig und ein Mitbringsel einer Englandreise. Schade, daß ich den Namen nicht kenne. Sie bildet eine wunderbare Einheit mit dem dahinter wachsenden roten Felberich.



Die Besucher hatten Glück, die Rosen sahen richtig schön aus.


Leider sind die direkt am neuen Pavillion gepflanzten Rosen noch sehr klein und auf Grund der Trockenheit sehen sie noch richtig mickrig aus. Doch der am Zwetschgenbaum dahinter wachsende Rambler American Phillar hatte so noch einmal Gelegenheit zu einem Soloauftritt.



Eine schöne Kombination: roter Perückenstrauch mit Clematis


Zwischendurch konnten die Besucher Kirschen direkt vom Baum naschen, sie sind nicht gespritzt. Nicht mehr lange und sie werden für unser Schwarzwälder Kirschwasser geerntet.



Oft bewundert an diesem Tag - Trifolium - in hellgelb,eine langlebige, ziemlich lange blühende Staude.



Völlig unbekannt war meinen Besuchern auch die weiß blühende Strahlendolde 'Orlaya'. Sie ist einjährig und versamt sich jedoch immer wieder. Dieses Jahr habe ich vorsichtshalber etwas nachgeholfen und einige Pflänzchen ausgesät.



Sehr früh blüht dieses Jahr Stipa gigantea, eines meiner Lieblingsgräser. Es ist auf Grund der Trockenheit nicht ganz so hoch wie sonst, dafür blüht es üppiger. Ich finde es total faszinierend, wie sich die Halme im Wind wiegen und genieße diesen Anblick immer wieder.



Von diesem Sitzplatz im Pavillion am Hügelausblick kann man das Gras gut beobachten.


Neben meinem Garten gefielen den Besuchern die zahlreichen bepflanzten Wannen und Alugefässe.



Im Nachhinein fällt mir auf, daß ich niemanden auf dieser gemütlichen Bank sitzen sah - komisch -



Es hat riesig Spaß gemacht den Garten zu öffnen, ich hatte viele begeisterte Besucher und werde meine Gartentür bestimmt wieder öffnen.

Sonntag, 29. Mai 2011

Regenmangel - noch blüht's

Fast Deutschlandweit Regenmangel. Seit Wochen fällt kaum Nass vom Himmel, wenn dann wird gerade mal die Oberfläche befeuchtet.
Wobei wir nicht jammern dürfen. Dank eigener Quelle haben wir noooch Wasser, noch ... denn der Überlauf lief Donnerstag kaum noch kleinerfingerstark.
Freitag fielen dann 8 ltr. Wasser vom Himmel - ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Da ich aufgrund unserer Bodenverhältnisse schon einige Zeit Ausschau nach trockenheitsverträglichen Pflanzen schaue, sieht der Garten noch ganz gut aus. Doch Rosen, Sträucher, Bäume und inzwischen auch die Taglilien leiden. Jeden Tag bekommt ein anderes Sorgenkind ein paar Kannen Wasser.
Jetzt hoffen wir auf Dienstag - laut Wettervorhersage könnten wir mit ein bisschen Nass rechnen.

Die letzten Tage war ich damit beschäftigt 'überflüssige' Pflanzen zu entfernen. Überall wo sich Tanacetum zu dicht an Stauden ausgesät hat, muß es weg. Fingerhüte, halb verblüht müssen weichen, Nachtviolen kaum verblüht müssen raus. Wassersparen im Blumenbeet. Morgen wird der Häcksler an geschmissen, häckseln Ende Mai, das gab es noch nie.

Vorallem in der Blühdauer macht sich der Wassermangel bemerkbar, kaum aufgeblüht - schon verblüht. Stauden erreichen teilweise nur die halbe Höhe. So langsam kommt wirklich Frust auf.
Und doch, es gut uns noch gut. Wenn ich an die vielen Bauern denke, deren Einkommen mit jedem Trockentag kleiner wird, manch eine Existenz ist in Gefahr.

und dann komm ich und jammer ......... und das bei diesem Anblick





















Sonntag, 15. Mai 2011

Hermannshof - Weinheim

Gestern war es endlich mal wieder soweit. Wir besuchten den Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim. Allein der Garten ist eine weite Anfahrt wert, gestern gab es noch einen weiteren Grund diesen herrlichen Garten zu besuchen. Zweimal jährlich findet dort ein Staudenverkauf aus eigener Anzucht statt, und gestern war einer der Termine. Letztes Jahr hatte ich zum erstenmal dort einige Pflanzen erworben, sie wuchsen wunderbar an und kamen auch prima über den langen Winter. Darum habe ich auch gestern wieder zugeschlagen.
Insbesondere Pflanzen für den Stein- und Präriegarten waren sehr gefragt, wen wundert's bei der momentan herrschenden Trockenheit.

Aber wie gesagt, auch ohne Pflanzenverkauf ist der Hermannshof einen Besuch wert.
Ich war begeistert -

















verständlich oder ?

Sonntag, 24. April 2011

April 2011

Bevor es zu spät ist -
Frohe Ostern




Wie letztes Jahr zogen die Schäfer mit ihren Herden über unsere Wiesen. Ein seltenes Schauspiel, daß auch gleich einige Zuschauber anzog. Auch ich bin immer wieder davon fasziniert


Anfang April gab im Garten außer den vielen Narzissen nicht sehr viel zu sehen.
Fast bangte ich wie jedes Jahr um Aralia californica. Ein paar einsame Austriebe spitzten zaghaft aus der schon trockenen Erde. Unglaublich - 2 Wochen später der schon kräftige Blattaustrieb. Jedes Jahr bin ich sprachlos, daß eine Staude innerhalb kürzester Zeit diese Blattmassen erzeugen kann, bis Ende Juni wird sie wohl wieder über 2 m hoch und genauso breit sein.


Überall im Garten blüht es. Aufgrund der Wärme sind einige Stauden mindestens 2 Wochen zu früh und aufgrund des fehlenden Regens sind sie auch im Nu verblüht. Die Silbertaler oder auch Judaspfennig genannt setzen zum Teil schon fast Samenstände an.
Lunaria annua - 2-jährig meist pink blühend, blüht bei mir auch in einem reinen weiß.
Lunaria rediviva ist mehrjährig, in einem zarten rose. Die späteren Samenstände, die man auch für Trockensträuße verwenden kann sind jedoch oval spitz zulaufend und leicht gewellt.


Kummer bereiten mir dieses Jahr die Strauchpfingstrosen. Eine weiße und eine gelbe haben keinerlei Blüten angesetzt und auch sonst machen sie nicht gerade den besten Eindruck. Lediglich die rosa blühende hat mich nicht im Stich gelassen.


Ob der weiße Germer dieses Jahr wohl endlich zum Blühen kommt? Allein der Austrieb beigeistert.


Auch der echte Haarstrang (Peucedanum officinale) hat noch nie geblüht. Das filigrane Blattwerk dieser Pflanze ist jedoch sehenswert.


Die Überraschung überhaupt - Gunnera oder auch Mammutblatt, ist völlig ungeschützt über den Winter gekommen. Ich hatte im Herbst einfach keine Zeit und zugegeben auch keine Lust diese Pflanze mühevoll winterfest einzupacken. Und siehe da, es geht auch ohne


Sehr früh - die ersten Clematisblüten
Clematis alpina Helsingborg

und Clematis Guernsey Cream


Nachdem mir mein Mann letztes Jahr diesen tollen Sitzplatz gebaut hatte

bekam ich dieses Jahr 2 Gartenpavillons.
Auch hier hat er ganze Arbeit geleistet. Der Boden wurde toll mit Platten eingefasst und wieder mal bekam ich ca. 5 qm neue Beetfläche dazu. Gestern habe ich dort in Verlängerung zum Hostahügel einige Hostas eingepflanzt.


Letztes Jahr konnte ich 2 Obelisken günstig erwerben. Ich freu mich, daß sie so gut in meinen Garten passen. Mal sehen ob Clematis recta purperea sich damit zufrieden gibt oder doch einen noch größeren Obelisken benötigt.


Dieses wunderschöne alte Bänkle bekam ich geschenkt. Der Vorbesitzer wollte die alte Bank nicht mehr. Glück für mich


Noch eine Neuerwerbung - diesen hübschen Keramikvogel kaufte ich auf einem kleinen Weihnachtsmarkt einer hiesigen Gärtnerei.


Momentan hoff ich auf den sehr dringend notwendigen Regen. Einige meiner ausgesäten Jungpflanzen könnten in die Erde, jedoch ist es für diese Jahreszeit viel zu trocken und es ist viel zu mühsam die Pflanzen täglich im Garten zu gießen. Ob ich es doch mal mit einem Regentanz probiere ?

Sonntag, 27. März 2011

Wieder wird es Frühling

Die schlimmen Ereignisse und Katastrophen auf unserer Erde beschäftigen mich sehr. Auch die Freude an meinem Garten hat darunter gelitten. Immer wieder denke ich an die Situation in Japan, an die vielen Menschen, die keinerlei Grund zur Freude haben. Die Angst bestimmt deren Alltag.

Wieder wurde es mir bewußt, daß wir mit unserer Erde, unserer Natur sorgsam umgehen müssen. Und wie wichtig ist es, jeden Tag die kleinen Wunder unserer Welt mit offenen Augen zu sehen und dankbar zu sein.


Überall erwacht in unserer Natur nun wieder neues Leben. Auf der Gartentreppe haben sich viele kleine fast schwarze Stiefmütterle ausgesät. Sie sind so hübsch anzusehen und es fällt mir schwer die Treppen zu benutzen. Dutzende habe ich schon aus der Erde genommen und in Töpfe gepflanzt.



Auf der vorderen Treppe sind es die Lichtnelken, die es sich ungeniert ausgesät haben.


Während die ersten Hostahörnchen aus der Erde spitzen


haben die Christrosen ihren Blütehöhepunkt schon überschritten. Die hellgelbe hat sich dieses Jahr schon ansehlich vergrößert, während die gefüllt blühende Christrose sich noch etwas zurück hält. Um den großen Pulk der dunkelrot-weißen Christrose sind inzwischen die ersten Sämlinge erschienen. Wie wohl deren Blüten aussehen ? - Darauf werd ich wohl noch einige Zeit warten müssen.


Diese Clematis hat wieder kräftig ausgetrieben und läßt wieder mal auf eine überreiche Blüte hoffen.


Kräftig gewachsen ist auch der Bärlauch und einiges davon ist auch schon im Kochtopf gelandet.


Zauberhaft ist der Farbton der Küchenschelle


Garnicht zauberhaft fand ich den diesjährigen Mäuseschaden. Neben einem großen Stock Campanula lactiflora, der letztes Jahr gepflanzten Hortensie Wims Red mußte auch diese Rose dran glauben.


Immer mal wieder habe ich von einem kleinen Pavillon geträumt. Doch erstens fanden wir keinen, der uns gefiel und zweitens konnten wir uns nicht richtig vorstellen, wo man ein solches Teil in unserem hügeligen Gelände aufstellen sollte und ob es zu unserem Gartenstil passen würde.
Dann wurde in der Zeitung ein gebrauchter Pavillon angeboten. Wir schauten ihn uns spaßeshalber an, er gefiel uns auf Anhieb und sofort wußten wir auch wohin damit.

Eine Woche besuchte ich den Resteverkauf eines Gartenmarktes. Und da stand Pavillon Nr. 2 ! Ein Tag später gehörte er mir und wieder war der Standort kein Problem. 2 Johannisbeersträucher mußten weichen und wurden umgepflanzt.

Übrigens sind die Rosen und Clematisse rund um die beiden Schmuckstücke in der Erde und ich hoffe, daß sie ganz schnell wachsen.

Die ersten Frühlingsblumen sind mir natürlich auch schon in die Kiste gehüpft.

Es ist einfach schön, im Eingangsbereich die ersten Gefässe mit blühenden Frühlingsgrüßen zu füllen und sich beim Heimkommen daran zu erfreuen.


Nicht nur der Garten wird neu herausgeputzt, auch die Scheunenwand hat ein neues Kleid bekommen.

Die Krautstanden kommen vor diesem Hintergrund viel besser zur Wirkung, oder ?