Mittwoch, 24. August 2011

Zeitnot


Eigentlich sollte dies niemals vorkommen, ein Monat ohne Blogbeitrag. Doch nun ist es passiert. Irgendwie hatte ich so viel um die Ohren - und ja, schließlich war ich fast 14 Tage in England auf Gartenreise.

Vorweg - es war supertoll im Land der Gärten. Ich war mit 'Unterwegsreisen' unterwegs. Es war unbedingt empfehlenswert, erholsam, informativ und vorallem habe ich außer Gärten dieses Mal auch ein bißchen was von England gesehen. Es war eine völlig lockere Gartenreise mit Freiräumen. Wie bei allen Gartenreisen habe ich nette Leute kennen gelernt, wir waren ein richtig gute Truppe. Nur eines war dieses Mal anders - ich war fast die einzige 'Gartenverrückte' - smile. Aber auch das war in Ordnung.
Die vielen, vielen Fotos muß ich erst noch sichten und sortieren - dann werde ich euch die Gärten im blog vorstellen.

Kaum von der Gartenreise zurück, kamen dann in der darauffolgenden Woche Gartenleute zu mir angereist. Die Badische Bauernzeitung hatte ihre jährliche Gartenfahrt ausgeschrieben und mein Garten war ein Teil des Programms. Ich hatte schon ab und zu Gartenbesuche, kleine und größere Gruppen. Doch innerhalb einer Woche 4 Busse mit jeweils fast 40 Personen war schon aufregend. Es hat riesig Spaß gemacht und ich glaube ich kann behaupten, daß es allen sehr gut gefallen hat und dies obwohl das Wetter nicht an allen 4 Tagen mitspielte. Dies macht mich natürlich richtig stolz.
Und besonders stolz war mein Mann, als wir dann die nächste Ausgabe der Badischen Bauernzeitung zugeschickt bekamen und feststellten, daß ein Foto unseres Gartens die Titelseite schmückte.


Zeit benötigt natürlich auch unsere Ferienwohnung. Sie ist diesen Sommer fast durchgehend vermietet. Oft kommen Gäste, die wie ich gartenbegeistert sind und es ist immer wieder schön gemeinsame Gartenrundgänge zu machen. Eine belgische Dame schenkte mir ein selbstgemaltes Gartenbild.

Richtig schön, ich werde es einrahmen und dann wird es in unsere Ferienwohnung aufgehängt.

Ansonsten blieb nur wenig Zeit für meinen geliebten Garten. Ein paar fast aktuelle Fotos habe ich dennoch gemacht.


Toll entwickelt hat sich dieser bepflanzte Topf, der als Sicherheit für rückwärtsfahrende Auto in unserer Hofeinfahrt dient. Dahinter ist nämlich ein kleiner heimtückischer Graben, den schon so mancheiner verflucht hat. Die Pflanzen habe ich allesamt im Februar aus Samen gezogen und ich bin selbst überrascht, wie gut sie sich entwickelt haben. Walzenwolfsmilch, spanisches Gänseblümchen und Frauenhaargras haben einen gemeinsamen Vorteil, sie sind trockenheitsverträglich und benötigen wirklich wenig Wasser.

Ausgesät hatte ich auch diese Cosmeen, bei vielen auch als Schmuckkörbchen bekannt.
Schade, daß sie dieses Jahr - wie so manch anderes auch - sehr schnell verblühen, trotz regelmäßigen Ausputzens.


Ebenfalls einjährig - Ammi oder auch Zahnstocherkraut, ein wunderschön filigraner Doldenblütler.



Diese klitzekleinen Eimerle habe ich spaßeshalber mit Dachwurzkindern bepflanzt. Unglaublich wie toll sie gewachsen sind und auch selbst schon wieder Kindel machen.Meine Gartenbesucher sind immer total fasziniert, wenn sie diese kleinen Eimerchen am Zaun entdecken.


Kummer bereiten mir die an meine Pavillons gepflanzte Rosen. Das extrem trockene Frühjahr machte den wurzelnackt gepflanzten Rosen schwer zu schaffen. Gut, daß ich wieder Hörnchenkürbisse (danke- liebe Margit) ausgesät hatte. Die schnellstwachsenden Pflanzen haben den Pavillon am Hügelausblick in Rekordzeit begrünt, lediglich der Duft fehlt.

Am unteren Pavillon fallen die fehlenden Rosen aufgrund der hohen Hintergrundbepflanzung nicht sehr auf. Jedoch eine Rose hat es geschafft und inzwischen ein paar wunderschöne Blüten zur Schau gestellt. Nicht nur die Blüten sind schön - sie duften zudem umwerfend.


Der im Frühjahr angelegt Gartenweg, mit Hangsteinen eingefaßt, hat sich bewährt.
Die Steine am unteren Teil des Weges habe ich im Juni mit gefüllten, roten Sonnenröschen bepflanzt, die noch immer blühen.

Am oberen Teil sind die Steine mit weißblühenden Sonnenröschen bepflanzt. Die Pflanzen blühten zwar ganz schön lange, doch irgendwann war die Blüte vorbei. Doch das silbergraue Laub macht sich auch sehr gut. Ich bin gespannt wie die Sonnenröschen den kommenden Winter überstehen.


Der Weg endet in der orangefarbenen Gartenecke. Dort sind die Farben noch immer leuchtend und intensiv. Die roten und orangenfarbenen Dahlien bilden ein Treppenspalier.


Richtig freuen tu ich mich über die Rudbeckien trifolia, die ich von 'Majorahn' geschickt bekam. Die orange-roten Blütchen sind richtiggehende Leuchtpunkte und beleben diesen Gartenteil sehr.


Achja, es gäbe noch vieles zu berichten -

die Dahlien blühen sehr viel früher


Aralia californica nimmt immense Ausmaße an


und Knöterich orientalis (einjährig) hat sich dieses Jahr tatsächlich auch selbst ausgesamt


ansonsten ist es wie bei anderen auch viel zu früh herbstlich geworden. Die Gräser sind zwar schön - aber halt zu früh. Überall im Garten hat die Herbstfärbung schon eingesetzt.


Mit diesem letzten Bild wünsch ich euch noch ein paar schöne Augusttage


bis dann im September
eure Monika

Mittwoch, 8. Juni 2011

Offene Gartentür im Hügelgarten

Auch bei uns im Landkreis gibt es die Aktion 'offene Gartentür' die jedes Jahr vom Landratsamt veranstaltet wird. Da ich gerne einen Blick in andere Gärten werfe, öffnete auch ich am letzten Sonntag die Gartentür.



Natürlich habe ich mir Mühe gemacht und die Tischchen an den Sitzplätzen geschmückt, eine Gelegenheit endlich ein paar meiner gesammelten Schüsseln und Kännchen in Szene zu setzen.






Gleich am Hofeingang empfängt diese rotblühende Wicke die Gäste. Sie ist mehrjährig und ein Mitbringsel einer Englandreise. Schade, daß ich den Namen nicht kenne. Sie bildet eine wunderbare Einheit mit dem dahinter wachsenden roten Felberich.



Die Besucher hatten Glück, die Rosen sahen richtig schön aus.


Leider sind die direkt am neuen Pavillion gepflanzten Rosen noch sehr klein und auf Grund der Trockenheit sehen sie noch richtig mickrig aus. Doch der am Zwetschgenbaum dahinter wachsende Rambler American Phillar hatte so noch einmal Gelegenheit zu einem Soloauftritt.



Eine schöne Kombination: roter Perückenstrauch mit Clematis


Zwischendurch konnten die Besucher Kirschen direkt vom Baum naschen, sie sind nicht gespritzt. Nicht mehr lange und sie werden für unser Schwarzwälder Kirschwasser geerntet.



Oft bewundert an diesem Tag - Trifolium - in hellgelb,eine langlebige, ziemlich lange blühende Staude.



Völlig unbekannt war meinen Besuchern auch die weiß blühende Strahlendolde 'Orlaya'. Sie ist einjährig und versamt sich jedoch immer wieder. Dieses Jahr habe ich vorsichtshalber etwas nachgeholfen und einige Pflänzchen ausgesät.



Sehr früh blüht dieses Jahr Stipa gigantea, eines meiner Lieblingsgräser. Es ist auf Grund der Trockenheit nicht ganz so hoch wie sonst, dafür blüht es üppiger. Ich finde es total faszinierend, wie sich die Halme im Wind wiegen und genieße diesen Anblick immer wieder.



Von diesem Sitzplatz im Pavillion am Hügelausblick kann man das Gras gut beobachten.


Neben meinem Garten gefielen den Besuchern die zahlreichen bepflanzten Wannen und Alugefässe.



Im Nachhinein fällt mir auf, daß ich niemanden auf dieser gemütlichen Bank sitzen sah - komisch -



Es hat riesig Spaß gemacht den Garten zu öffnen, ich hatte viele begeisterte Besucher und werde meine Gartentür bestimmt wieder öffnen.

Sonntag, 29. Mai 2011

Regenmangel - noch blüht's

Fast Deutschlandweit Regenmangel. Seit Wochen fällt kaum Nass vom Himmel, wenn dann wird gerade mal die Oberfläche befeuchtet.
Wobei wir nicht jammern dürfen. Dank eigener Quelle haben wir noooch Wasser, noch ... denn der Überlauf lief Donnerstag kaum noch kleinerfingerstark.
Freitag fielen dann 8 ltr. Wasser vom Himmel - ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Da ich aufgrund unserer Bodenverhältnisse schon einige Zeit Ausschau nach trockenheitsverträglichen Pflanzen schaue, sieht der Garten noch ganz gut aus. Doch Rosen, Sträucher, Bäume und inzwischen auch die Taglilien leiden. Jeden Tag bekommt ein anderes Sorgenkind ein paar Kannen Wasser.
Jetzt hoffen wir auf Dienstag - laut Wettervorhersage könnten wir mit ein bisschen Nass rechnen.

Die letzten Tage war ich damit beschäftigt 'überflüssige' Pflanzen zu entfernen. Überall wo sich Tanacetum zu dicht an Stauden ausgesät hat, muß es weg. Fingerhüte, halb verblüht müssen weichen, Nachtviolen kaum verblüht müssen raus. Wassersparen im Blumenbeet. Morgen wird der Häcksler an geschmissen, häckseln Ende Mai, das gab es noch nie.

Vorallem in der Blühdauer macht sich der Wassermangel bemerkbar, kaum aufgeblüht - schon verblüht. Stauden erreichen teilweise nur die halbe Höhe. So langsam kommt wirklich Frust auf.
Und doch, es gut uns noch gut. Wenn ich an die vielen Bauern denke, deren Einkommen mit jedem Trockentag kleiner wird, manch eine Existenz ist in Gefahr.

und dann komm ich und jammer ......... und das bei diesem Anblick





















Sonntag, 15. Mai 2011

Hermannshof - Weinheim

Gestern war es endlich mal wieder soweit. Wir besuchten den Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim. Allein der Garten ist eine weite Anfahrt wert, gestern gab es noch einen weiteren Grund diesen herrlichen Garten zu besuchen. Zweimal jährlich findet dort ein Staudenverkauf aus eigener Anzucht statt, und gestern war einer der Termine. Letztes Jahr hatte ich zum erstenmal dort einige Pflanzen erworben, sie wuchsen wunderbar an und kamen auch prima über den langen Winter. Darum habe ich auch gestern wieder zugeschlagen.
Insbesondere Pflanzen für den Stein- und Präriegarten waren sehr gefragt, wen wundert's bei der momentan herrschenden Trockenheit.

Aber wie gesagt, auch ohne Pflanzenverkauf ist der Hermannshof einen Besuch wert.
Ich war begeistert -

















verständlich oder ?