Montag, 9. Juli 2012

offene Gartentür - auch ich mag Dekos

Nun auch ich mag Dekos - in Maßen und möglichst unaufdringlich. Meine Dekoliebe beschränke ich hauptsächlich auf den Innenhof und ein bißchen drumherum.

Im Einfahrtsbereich steht seit diesem Frühjahr dieser Wurstkessel.
Auch wir stellten vor vielen Jahren unsere Wurst selbst her. Ich erinnere mich noch sehr gut an diese wunderbaren Bratwürste - nie mehr haben wir solch schmackhafte Würste bekommen. Heute ist es leider nicht mehr möglich zu Hause ein Schwein zu schlachten und dann zu wursteln .... wie so vieles auf Grund der Hygienevorschriften.

Aus zweien dieser Tröge haben unsere Schweinle gefressen.

Verzinkte oder emaillierte Einmachkessel gab es früher in jedem Haushalt

Und auch die Sauerkraut-Gärtöpfe gehörten zur Ausstattung eines größeren ländlichen Haushaltes

Während es mir jedesmal leid tut, diese alten Gegenstände mit Abflusslöchern zu versehen, haben die Siebe genug Löcher. Diesen besonders großen und schönen Seiher hat mir meine Mama vom Flohmarkt mitgebracht.

Gut zur Dekoration eignen sich auch die Kupferwannen mit ihren Porzellangriffen.

Platz zum Dekorieren bieten auch unsere offenen Holzlagerfenster. Zwei Fenster sind mit Regalen aus alten Baubohlen unterteilt.

Ein drittes Fenster wurde mit alten Weinkisten bestückt.
Und das vierte Fenster gehört unseren beiden Wildkatzen - smile.

Verzinkte Wannen und Milchkannen gibt es mehrere zu bewundern. Teils bepflanzt mit großen und kleinen Hostas, Sommerblumen oder auch mit Dachwurzen.

Alte Leitern finden sich bei uns im Heuboden - noch. Einige mußten natürlich auch zur Deko herhalten.

Eigentlich sollte eine Rose dieses Rankgerüst bedecken. Doch die Rose hatte unter dem letzten Winter sehr gelitten und so mußte dieses Weidenherz herhalten. Inzwischen hat die als Rosenbegleitung gepflanzte Clematis sich durch das Herz hindurch gerankt, was sehr hübsch aussieht.

Zur Zeit mache ich jeden Tag einen Hemerocallis-Rundgang. Ich mag Taglilien sehr und habe inzwischen eine kleine Sammlung verschiedenster Farben, Formen und Größen.
Habt ihr Lust mich das nächste mal zu begleiten ?

Sonntag, 1. Juli 2012

offene Gartentür - weiter zum Sonnenhügel

Weiter gehts entlang der im Frühjahr gesetzten Abgrenzungsmauer Richtung Sonnenhügel.

Gleich am Anfang dieser Hügelfläche - als Beet kann man diesen Teil nicht bezeichnen -
steht Carex grayi, die Morgensternsegge mit ihren wahrlich sternartigen Blüten.

Meine relativ steile Problemfläche seht ihr hier im Bild links des Treppenaufgangs oberhalb der Steinreihe.
Angelegt - bzw. von der Grasnarbe befreit habe ich diesen Teil vor innerhalb von 2 Jahren. Da ich solche Aktionen nie in einem Rutsch schaffe, läßt die Bepflanzung und Gestaltung in diesem Bereich noch zu wünschen übrig. Aber ich gehöre zu den geduldigen Gärtnerinnen und bis in 2 oder 3 Jahren wird es auch hier hoffentlich etwas harmonischer aussehen.

Der Perückenstrauch 'Young Lady' rechts unten im Bild soll einmal als duftige Wolke den Hügel verzaubern, wie gesagt - ich bin geduldig.

Unterhalb des kleinen Weges steht Perückenstrauch 'Grace', dessen Blätter wunderbar mit dem Phlox harmonieren.

Ich liebe Perückensträucher (Cotinus), 5 verschiedene Arten sind inzwischen in meinem Garten beheimatet.
Und ich mag rotlaubige Sträucher, wie man hier unschwer erkennen kann.

Den Treppenaufgang zum Hügelausblick haben mein Mann und Sohnemann im Frühjahr angelegt. Besonders gelungen ist auf halber Höhe eine kleine Sitzmöglichkeit zum Ausruhen und Genießen.

Rechts vom Treppenaufgang wächst diese Centaurea, eine der wenigen Pflanzen aus England, die unseren diesjährigen Winter überstanden hat. Ganz fantastisch ist die rotbraune Farbe, die in Wirklichkeit sehr viel schöner ist.

Oben angekommen, wird der Hügel von einem ca. 1,50 m tiefen Beet eingerahmt.

Rechts außen, eine langlebige, problemlose Pflanze, die Indigolupine (Baptisia). Zur Blütezeit eine von allen Besuchern bewunderte Staude.

Oberhalb des Beetes befindet sich unser schönster Sitzplatz, der Hügelausblick.
Blick vom Hügelausblick auf dieses Einfassungsbeet (und ins umliegende Tal)

Rechts wird der Hügelausblick vom Wäscheplatz begrenzt, der - wie könnte es auch anders sein - ebenfalls bepflanzt ist.
Ein wahres Bienenparadies ist der Teppichthymian, übrigens die einzige Thymianart, die durch den Winter gekommen ist.

Tja, und dann ein weiterer Steilhang unterhalb des Hügelausblickbeetes. Da es hier sehr sonnig, sehr trocken und auch ziemlich steinig ist, werde ich diesen Hang großflächig bepflanzen. Als Füllpflanzung habe ich hier Wollzyst (Stachys byzantina) vorgesehen. Lichtblicke sind Euphorbia seguieriana ssp.niciciana sowie Katzenminze (Nepeta grandiflora) und zwar die Sorte 'Blue Danube'. Diese Sorte ist außergewöhnlich standfest und blüht sehr lange. Ein weiterer Vorteil ist, daß sie sich durch Stecklinge prima vermehren läßt.
Einjährige, wie Kornblumen, Mohn und Chenopodium botrys, den klebrigen Gänsefuß geben diesem Hang Bewegung.
Den Anfang der Bepflanzung habe ich gemacht, doch es wird wohl noch eine Weile dauern bis ich diesen Hang fertig habe.

Unterhalb des Hanges stehen einige junge Mirabellenbäume. Die Baumscheiben habe ich im Frühjahr frei gehackt, um dann ein Sommerblumenwiese-Mischung einzusäen.
Inzwischen blüht es hier in leuchtenden Farben

Doch bleiben wir oben - das nächste Mal machen wir einen kleinen Rundweg ums Haus, das ein oder andere gibt es auch hier zu entdecken - versprochen.

Sonntag, 17. Juni 2012

offene Gartentür - mein kleiner Hostahügel

wo waren wir stehen geblieben ?
- Ach ja, am unteren Pavillon, dessen Eingang links von dem sich bei jedem Windhauch wiegenden Gras Hakonechloa macra und dem dahinter stehenden später weiß blühenden Sanguisorba eingerahmt wird.


Dann rechts davon eine Clematis und hier beginnt auch meine Hostalandschaft. Bis vor einem Jahr stand hier ja auch ein großer alter Zwetschgenbaum mit Ramblerrose American Phillar. Nachdem beide letzten Herbst dem Sturm zum Opfer fielen, haben wir sehr lange gesucht um ein passenden Gehölz für diese Stelle zu finden. Letztendlich haben wir uns dann für einen rotblättrigen Zierapfel entschieden. Aber er wird wohl noch ein paar Jährle benötigen um seine ihm zugedachte Leitposition einzunehmen. Geduld ist wieder mal angesagt.


Auf den Treppenstufen säen sich jedes Jahr unzählige kleine schwarze Veilchen aus, die immer Abnehmer finden.


Der Treppe entlang wechseln jeweils Hosta und Taglilien miteinander ab. Es sind Taglilien in gedeckten Farben, so daß sie den Hostas nicht die Schau stehlen und trotzdem ab Juli auch in diesem Bereich Blüten zu sehen sind.


Am Ende der Treppe dann diese Schönheiten, dieses Jahr sind die Hostas nach einer richtig langen Anlaufzeit unglaublich gewachsen. Ich werde wohl nächstes Jahr einige Hostas teilen müssen.


Zwischen den Hostas wachsen im oberen Schattenbereich einige Farne und auch verschiedene Knöteriche. Dieses Jahr haben sich zwischen den Pflanzen Unmengen von Mohn und Fingerhut ausgesät, es war ganz schön mühsam diese zu entfernen. Drei verschiedene Hortensien sitzen ebenfalls in diesem Beet. Während Endless Summer jedes Jahr überreich blüht, sind die beiden anderen noch etwas kümmerlich.


Bleiben darf auch Lunaria rediviva, der ausdauernde Silberling. Im Gegensatz zu seinen einjährigen Geschwistern mit den mehr rundblättrigen Samenständen hat rediviva mehr schmale, spitz zulaufende Samenstände. Beide Arten sind toll in herbstlichen und auch weihnachtlichen Dekorationen.


Über die Treppensteine legt sich diese hübsche Campanula poscharskyana mit weißem Auge.

In einem fast unwirklichen blauen Farbton blüht diese Vergißmeinnichtblüten ähnliche Pflanze, die ich letztes Jahr aus Samen gezogen habe und sich dieses Jahr dann selbst ausgesät hat.


Jetzt machen wir einen kleinen Schlenker und laufen an einem unserer Kirschbäume vorbei an die untere Gartengrenze.


Auch wenn die Kirschbäume meinem Mann als Fruchtlieferanten für sein selbstgebranntes Kirschwässerle dienen, ein bißchen gartentauglich aufgehübscht werden sie schon


Sodele jetzt sind wir unten angelangt, wo ich einen von den Mäusen im Wachstum gestoppten Kirschbaum als Kletterhilfe für die Rose Ghislaine de Féligonde umfunktioniert habe. Ich hoffe, die Rose legt bei ihrem Wachstum endlich mal einen Zahn zu, schließlich macht es ihr die dunkelpinkfarbene Clematis vor.


Der Rose gegenüber wächst die allerschönste Euphorbiensorte in meinem Garten. Die fantastisch gelbgrünen Blüten (die streng genommen, gar keine Blüten sind) haben eine unglaubliche Leuchtkraft.


Genug von dieser Ecke, es geht wieder bergan Richtung Sonnenhügel zum nächsten Hangbeet.


Doch halt - eine Bank - machen wir erstmal eine kleine Pause.
Dann bis zum nächstenmal ................

Mittwoch, 13. Juni 2012

offene Gartentür - der Rundgang geht weiter

bevor wir dem Hügel weiter entlang laufen bleiben wir noch mal kurz im Anfangsgarten.
Einer meiner Lieblingsplätze ist der Ausblick von dieser kleinen Bank am oberen Querweg.

Diesen Sitzplatz hatte ich einst kurzentschlossen an einem Samstagnachmittag geschaffen. Ich entfernte an dieser Stelle einige Beikräuter, drehte mit um und dachte spontan, hier möchte ich mich hinsetzen und genießen. So habe ich mich ohne zu zögern an die Arbeit gemacht, die Einbuchtung geschaffen, eine kleine Mauer gesetzt und eine Bank hatte ich auch noch in Reserve. So schnell geht's manchmal bei mir - smile.

Gleich links neben der Bank wächst diese hübsche Zufallskombination zusammen mit einer besonders dunkellaubigen 'Fetten Henne'


Und ein Stück weiter noch immer in rosa - Geranium Apfelblüte - das sich nach einer längeren Anlaufzeit nun doch recht gut entwickelt hat.


Ein paar Schritte und die Astrantia zeigt uns ihre kunstvollen Blüten. Daneben eine Malve, mit ihrem silber überhauchten Blattwerk wird dieses Jahr zum erstenmal blühen - ich bin gespannt.


Und noch eine Kombination im oberen Gartenstück: Knäuelglockenblume mit Lichtnelke


Ja und dann ganz vorne am Zaun, meine absolute Lieblingswicke. Sie ist mehrjährig, d.h. inzwischen ist sie schon 8 Jahre alt, eine Erinnerungspflanze aus England.
Auch meine anderen Staudenwicken in rose und weiß sind hübsch, aber diese gefällt mir ganz besonders gut mit ihren kleineren Blüten und dem warmen kirschrot. Sie ist so hübsch, daß ich ihr den fehlenden Duft gerne verzeihe.


So nun geht es aber endgültig wieder nach unten, vorbei an Mohn orientalis, den ich selbst aus Samen gezogen habe.


Noch schnell ein kleiner Blick zurück


Vorbei an der kleinen Sandsteinsitzbank. Eine Stockrose hat sich einfach ungefragt neben der Bank nieder gelassen. Mir gefällt es, wenn sich Pflanzen aussäen und sich ihren Platz selbst aussuchen. Sehr oft entstehen so richtig schöne Pflanzengemälde. Zugegeben, wenn es mir zu bunt wird (im wahrsten Sinne des Wortes)greife ich auch ein.


Rechts der Bank wächst Deutzia 'Strawberry fields'. Davor ein rotblühender Klee, auch ihn habe ich letztes Jahr aus Samen gezogen.

Oberhalb dieses Bereichs entsteht übrigens mein blauer Geraniumhügel. Es wird wohl noch eine Weile dauern bis ich ihn vorzeigen kann. Auf diese Fläche benötige ich noch einiges an Pflanzen, die ich zum Teil selbst vermehre.

Direkt vor der Steinbank die einmal blühende Rose 'Reine des Violettes'. Sie muß unbedingt einen passenden Obelisken erhalten. Als Übergangslösung habe ich ihr ein Rebkranz gebastelt.


Eine meiner Lieblingsbilder um diese Zeit. Der rote Perückenstrauch mit einer wunderschönen blausamtenen Clematis.


Mit der Sonne um die Wette leuchtet dieser hellgrüne Perückenstrauch. Das fast grell Laub wird durch das warme rosa des Fingerhutes und den kleinen weißen Blütchen des Tanacetums gedämpft.


Ein paar Schritte weiter, in Verlängerung verschieden rosaner Geraniümer und hinter der weiß blühenden, panaschierten Weigelie dann unser Pavillon. Die im letzten Jahr wurzelnackt gepflanzten Rosen haben den Kälteeinbruch zwar überstanden aber bis sie tatsächlich den Pavillon erobert haben, wird es wohl noch eine Zeit dauern.


Diese hat es wenigstens schon fast bis auf halbe Höhe geschafft - und sie duftet - herrlich


Weiter zum Hostahügel geht es dann im nächsten blog - bis denne