Samstag, 27. Oktober 2007

Istanbul - eine Traumstadt

4 Tage Istanbul, 4 Tage eintauchen in eine andere Welt.

Fast 3000 Jahre alt hat mich Istanbul vom ersten Moment an fasziniert.

Wie wahrscheinlich jeder Besucher dieser umwerfenden Stadt am Bosperus haben
auch wir versucht, die überragenden Sehenswürdigkeiten zu besichtigen :
Blaue Moschee, die Moschee Süleymaniye Camii, Hagia Sophia, Bootsfahrt
von der Galata Brücke zum Schwarzen Meer, Großer Basar, Gewürzbasar
und auch Topkapi-Palast standen auf unserem Programm und sind unbedingt sehenswert. Doch über diese Highlights gibt es viele Reiseführer und Bildbände,
die euch diese Sehenswürdigkeiten ausführlich beschreiben.

Ich möchte euch berichten und zeigen, was mich persönlich außer diesen
Sehenswürdigkeiten beeindruckte.

Unser kleines Hotel lag im historischen Zentrum Sultanarmet. Wir kamen mitten in
der Nacht an. Um 6 Uhr früh wurden wir durch für unsere Ohren ungewöhnliche
Laute unsaft aus dem Schlaf gerissen. Imam, ein islamische Geistliche rief über wohl
riesige Lautsprecher zum Gebet.

Zum Frühstück auf der Dachterrasse bot sich uns dieser grandiose Blick.




auf der einen Seite Blick hinaus zum Marmara Meer



auf der anderen Seite die Silhouette der Blauen Moschee







und dann ringsum der Anblick fast zerfallener Dächer und
Häuser, dazwischen einzelne zum Teil wieder hergerichtete
Häuser.
Später erfuhr ich vom Hotelbesitzer, der in Deutschland geboren
wurde und seit 15 Jahren wieder in der Türkei lebt, dass dieser
Stadtteil und damit auch die Häuser inzwischen unter Denkmalschutz
stehen. Und da die Türkei im Verhältnis ein armes Land ist, ist es nur
wenigen Leuten möglich solche Häuser zu kaufen und entsprechend
auszubauen.









Dieses Haus in einer Seitenstraße nahe der Galatabrücke hat mich
sehr fasziniert. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich auszumalen,
wie diese herrliche Fassade in ihren Glanzzeiten aussah.





















Die Hagia Sofia mit der einzigartigen Kuppel hinterlässt bei bestimmt
jeden Besucher einen bleibenden Eindruck. Einst größte Kirche der
Christenheit , später Moschee des Sultans und jetzt Museum.
Besonders der Aufgang zur Empore war für mich ein Erlebnis.
Keine Treppen sondern ein mit großen Steinen gelegter gewundener
Aufgang führte uns nach oben.











Überall gab es die Handwerkskunst früherer Jahrhunderte zu bewundern,
wie hier im Palast des Sultans. Wunderschöne Fliesenmalereien, bunt
verglaste Fenster.





















Eine moderne Einkaufsstraße mit flippigen Straßencafes und nur wenige Meter
weiter eine andere Welt. Als wir in eines dieser alten Einkaufshäuser gingen,
fühlten wir uns doch sehr fremd. Unzählige kleine verwinkelte, vollgestopfte
und schlecht beleuchtete Geschäfte,mir jeweils nur einem Sortiment. Entweder Damenpullover, Herrenhemden, Hosen, auch auch nur Jacken oder Mäntel.
Oft saßen bis zu 4 Männer teetrinkend und in Gespräche vertieft in diesen
winzigen Geschäften.
Große Stoffballen und schwere Warenkisten werden noch auf dem Rücken von
Geschäftzu Geschäft transportiert. Diese Träger mussten ein wirklich schwere
Arbeit tun und die Anstrengung war ihnen ins Gesicht geschrieben.
Überhaupt bestimmen Männer das Straßenbild.






Selbstverständlich machten wir eine Bootsfahrt über den Bosporus bis fast zum Schwarzen Meer. Vorbei an der fast nicht enden wollender Großstadtsilhouette,


unter 2 riesigen Hängebrücken hindurch, entlang an prächtigen Villen und
Palästen.
Auch hier wieder der Kontrast fast zerfallener Holzhäuser und dann mit viel
Liebe zum Detail restaurierte Bauten.















Höhepunkt dieses Ausfluges war der Blick zum Schwarzen Meer, der sich
uns von der Burg über der Endhaltestelle, dem Dörfchen Anadolu Kavagi
bot.




Natürlich habe ich auch eingekauft. Neben allerlei Süßwaren wie kandierten
Kiwis, Nüsse in Honigpaste, verschiedenen Teesorten, fand ich ein getöpfertes
Windlicht und einen gartengrünen Kaschmirschal.

Ich wünsche mir, dass es uns irgendwann noch einmal möglich sein wird,
Istanbul zu besuchen, da ich in diesen 4 Tagen nur einen winzig kleinen Teil
dieser Metropole kennen lernen konnte.

9 Kommentare:

Wurzerl hat gesagt…

Oh, das war jetzt überraschend, ich clicke auf Deinen Blog, denke na, was kommt wohl nach dem gemütlichen Sonntagskaffee und was sehe ich....Monika war mal schnell in der Türkei, toll, auch, daß Du die anderen Bilder zeigst, nicht die, die dauernd in den Prospekten sind, finde ich sehr gut.
Ich wünsche Dir einen guten Sonntag
Lieber Gruß vom Wurzerl

Anonym hat gesagt…

Wunderschöne Einblicke, genau so kenne ich Istanbul. Meine Sehnsucht, doch bald mal wieder dort hin zu fliegen, ist damit aufs neue entfacht.
Von manchen Reisen bleiben mir Erinnerungen so stark erhalten das ich nur die Augen schließen muss um sogar Gerüche wieder aufleben zu lassen.

Brigitte hat gesagt…

Hallo Monika,
Istanbul ist sehr schön, ich war zwar noch nicht dort, aber ich habe schon mehrmals Berichte darüber gesehen. Wie es der Zufall will, habe ich gerade am Samstag ein Buch von Herrn Pamuk gekauft (Literaturnobelpreisträger 2006), er wird zwar von seinen Landsleuten nicht so geliebt, aber das macht nichts.
Unser Sohn jedoch war auch schon in Istanbul und hat mir damals ein schönes Teeservice mitgebracht. Das werde ich demnächst mal in den blog geben.
Ich muss nochmal zurück kommen und in Ruhe weiterlesen.
Viele liebe Grüße, Brigitte

Margit hat gesagt…

Das nenn ich einen Frühstücksausblick, ganz toll! Leider war ich noch nie in Istanbul, aber das kann sich ja noch ändern.
Ich finde es schön, dass du uns die unbekannteren Seiten der Stadt zeigst und nicht die Touristenziele, die man ohnehin aus Büchern kennt. Du hast aber sicher noch mehr Bilder? ;)
Liebe Grüße, Margit

SchneiderHein hat gesagt…

Ein wunderschön erzählter und bebilderter Bericht aus Deiner ganz persönlichen Sichtweise. Das ist so doch viel schöner als die Bildbände oder Reiseführer. Mal abwarten ob ich jemals dort hin komme, aber Lust auf die Stadt machen Deine Bilder ganz bestimmt!
Liebe Grüße Silke

Lis vom Lindenhof hat gesagt…

Deinen Fotos nach zu urteilen muss das ja ein toller Ausflug gewesen sein. Die Stadt ist ja wirklich faszinierend, halb westlich, halb orientalisch orientiert. Ich glaube, das macht auch diesen ganz besonderen Charm von Istanbul aus

Monika hat gesagt…

Margit, ich hab schon noch ein paar Bilder, doch bin ich mit deren Qualität nicht grad zufrieden.

Miyelo, das Wetter war in der Tat etwas durchwachsen. Da ich jedoch eh im Wechseljahrbereich bin, sind mir kühlere Temperaturen etwas angenehmer - smile. Lediglich den Blick zum Schwarzen Meer hätte ich mir bei strahlendem Sonnenschein gewünscht.

Liebe Grüße Monika
und einen schönen Feiertag !

Sigrun hat gesagt…

Moni, ich fühle mich glatt zurückversetzt. Das verfallene Haus am Meer kenne ich auch, wir haben Fotos davon!

Al

Barbara hat gesagt…

wuderschöne Bilder, ...da muss ich auch mal hin!