Sonntag, 1. Juli 2012

offene Gartentür - weiter zum Sonnenhügel

Weiter gehts entlang der im Frühjahr gesetzten Abgrenzungsmauer Richtung Sonnenhügel.

Gleich am Anfang dieser Hügelfläche - als Beet kann man diesen Teil nicht bezeichnen -
steht Carex grayi, die Morgensternsegge mit ihren wahrlich sternartigen Blüten.

Meine relativ steile Problemfläche seht ihr hier im Bild links des Treppenaufgangs oberhalb der Steinreihe.
Angelegt - bzw. von der Grasnarbe befreit habe ich diesen Teil vor innerhalb von 2 Jahren. Da ich solche Aktionen nie in einem Rutsch schaffe, läßt die Bepflanzung und Gestaltung in diesem Bereich noch zu wünschen übrig. Aber ich gehöre zu den geduldigen Gärtnerinnen und bis in 2 oder 3 Jahren wird es auch hier hoffentlich etwas harmonischer aussehen.

Der Perückenstrauch 'Young Lady' rechts unten im Bild soll einmal als duftige Wolke den Hügel verzaubern, wie gesagt - ich bin geduldig.

Unterhalb des kleinen Weges steht Perückenstrauch 'Grace', dessen Blätter wunderbar mit dem Phlox harmonieren.

Ich liebe Perückensträucher (Cotinus), 5 verschiedene Arten sind inzwischen in meinem Garten beheimatet.
Und ich mag rotlaubige Sträucher, wie man hier unschwer erkennen kann.

Den Treppenaufgang zum Hügelausblick haben mein Mann und Sohnemann im Frühjahr angelegt. Besonders gelungen ist auf halber Höhe eine kleine Sitzmöglichkeit zum Ausruhen und Genießen.

Rechts vom Treppenaufgang wächst diese Centaurea, eine der wenigen Pflanzen aus England, die unseren diesjährigen Winter überstanden hat. Ganz fantastisch ist die rotbraune Farbe, die in Wirklichkeit sehr viel schöner ist.

Oben angekommen, wird der Hügel von einem ca. 1,50 m tiefen Beet eingerahmt.

Rechts außen, eine langlebige, problemlose Pflanze, die Indigolupine (Baptisia). Zur Blütezeit eine von allen Besuchern bewunderte Staude.

Oberhalb des Beetes befindet sich unser schönster Sitzplatz, der Hügelausblick.
Blick vom Hügelausblick auf dieses Einfassungsbeet (und ins umliegende Tal)

Rechts wird der Hügelausblick vom Wäscheplatz begrenzt, der - wie könnte es auch anders sein - ebenfalls bepflanzt ist.
Ein wahres Bienenparadies ist der Teppichthymian, übrigens die einzige Thymianart, die durch den Winter gekommen ist.

Tja, und dann ein weiterer Steilhang unterhalb des Hügelausblickbeetes. Da es hier sehr sonnig, sehr trocken und auch ziemlich steinig ist, werde ich diesen Hang großflächig bepflanzen. Als Füllpflanzung habe ich hier Wollzyst (Stachys byzantina) vorgesehen. Lichtblicke sind Euphorbia seguieriana ssp.niciciana sowie Katzenminze (Nepeta grandiflora) und zwar die Sorte 'Blue Danube'. Diese Sorte ist außergewöhnlich standfest und blüht sehr lange. Ein weiterer Vorteil ist, daß sie sich durch Stecklinge prima vermehren läßt.
Einjährige, wie Kornblumen, Mohn und Chenopodium botrys, den klebrigen Gänsefuß geben diesem Hang Bewegung.
Den Anfang der Bepflanzung habe ich gemacht, doch es wird wohl noch eine Weile dauern bis ich diesen Hang fertig habe.

Unterhalb des Hanges stehen einige junge Mirabellenbäume. Die Baumscheiben habe ich im Frühjahr frei gehackt, um dann ein Sommerblumenwiese-Mischung einzusäen.
Inzwischen blüht es hier in leuchtenden Farben

Doch bleiben wir oben - das nächste Mal machen wir einen kleinen Rundweg ums Haus, das ein oder andere gibt es auch hier zu entdecken - versprochen.

4 Kommentare:

Gartenverbandelt hat gesagt…

Hallo Monika,
ich mag die Perückensträucher auch gerne, besitzte allerdings nur einen ganz kleinen Roten! Und die Farbkombi dunkelrot und pink finde ich immer klasse.Bei dir wird der Spaziergang durch den Garten auch noch mit einem tollen Ausblick belohnt.
LG Dagmar

Frauke hat gesagt…

ein wunderbarer Blog mit so persönlichen Pflanzen und Erfahrungen
ist Dir gelungen,
Beneide dich aber nicht um die Steigungen aber sie entschädigen mit einem tollen Ausblick
und die Lupine kommt auf mien Liste,
Ich mußte erst Hügel schaffen durch Aushub der Zufahrt
liebe Grüße aus dem Norden

Brigitte hat gesagt…

Nachdem ich am 24.06. bei der "offenen Gartenpforte" mehrere Gärten besucht habe, zum ersten Mal übrigens, weiß ich auch, was mich in jenen Gärten gestört hat. Das war das überladen Dekorierte. Das mag ich nicht so gerne, denn Garten ist für mich Garten und kein Dekoladen. Bei dir hier, da stehen die Pflanzen im Vordergrund. Dein Garten weiß noch, was seine Bedeutung ist. Du setzt mit Dekorationen nur Akzente und das muss man können. Du kannst das.

Liebe Grüße, Brigitte

Monika hat gesagt…

Liebe Brigitte, vielen Dank für dein Lob. Ja - an erster Stelle kommen meine Pflanzen. Deko's im Garten dürfen den Pflanzen auf keinen Fall die Aufmerksamkeit stehlen, jedoch dürfen sie den Blick leiten. Aber ich muß gestehen auch ich dekoriere fürs Leben gerne, dies tue ich dann rund ums Haus.
Dir noch einen schönen Sommer
liebe Grüße Monika