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Montag, 11. Mai 2009

Muttertag mal anders

Ich bin kein Freund von Muttertag, doch dieses Jahr gefiel er mir.

Wir mußten meine Schwester in Bad Krozingen abholen und da schaute ich doch gleich, mit welchen Gartenereignissen ich diese Fahrt verbinden konnte.
So starteten wir vormittags Richtung Basel.

In Herbolzheim besuchten wir eine Gartenfreundin die in ihrem herrlich gelegenen Garten ihr erstes diesjähriges Event veranstaltete. Es gab wunderschöne Töpfereien und Stoff-Kunstwerke, Blumensträuße und fantasievolle Eisengebilde.

Anschließend fuhren wir weiter zur Staudengärtnerei Zeppelin, zur Zeit der Irise ein tolles Erlebnis. Leider waren zwei der Stauden im Schaugarten im Verkauf nicht zu haben - schade. Mit uns nach Hause durften 5 Clematisse, 3 Irise sowie ein paar Kleinigkeiten.

Unser nächstes Ziel war eine offene Gartentür in Kandern.

Beschrieben wurde der Garten als natürlicher Garten mit Biotop, kleiner Bachlauf, verschiedene Stauden wie Iris, Päonien, Clematis und Rosen.

Schon an der Eingangstür empfing uns ein stimmig bepflanzter Topf begleitet von 3 außergewöhnlichen Hühnern.



Hinterm Haus kamen wir aus dem Staunen nicht heraus. Der Garten war eigentlich für meine Verhältnisse sehr klein, doch es gab so viel zu entdecken und zu sehen.






















Mein Mann und ich waren begeistert von diesem so natürlich wirkenden Garten, der voller geschmackvoller natürlicher Dekorationen war. Die wunderschönen Strauchpäonien, der kleine Teich, die Sandsteintreppenbank mit Zimberlekraut - ein richtiger Wohlfühlgarten.
Zu meiner Überraschung war die Gartenbesitzerin wie ich Beinwell-Fan. Mit 3 verschiedenen Ablegern ihrer Beinwellsorten traten wir den Heimweg über Bad Krozingen an. Demnächst werden 2 Beinwell-Pflänzchen aus meinem Garten sich auf den Weg zu diesem Garten in Kandern machen.

Schön, daß man im Rahmen der offenen Gartentür solche Kleinode entdecken darf.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Noch immer in Holland unterwegs

Schon diese schöne Auffahrt begeisterte uns. Rechts des Weges konnte man ab und an einen neugierigen Blick in den berühmten Gräsergarten werfen. Geradezu so viel war zu sehen, um zu wissen, da muß man rein.

Doch zuerst war die Gärtnerei unser Ziel. Wir hatten das Glück daß auch Rita van der Zalm mit einem großen Sortiment Blumenzwiebeln und die Baumschule Bulk mit einer Auswahl ihrer Pflanzen vertreten waren.


So stürzte ich mich gleich auf den Stand der Zwiebeln, was bei dem großen Andrang gar nicht so einfach war. Die Preise waren gegenüber dem, was ich bei uns bezahle, doch erfreulich und so konnte ich mich richtig mit Zwiebeln eindecken - smile.

Schon während ich zum Bezahlen der Zwiebelchen anstand, riskierte ich einen Blick zur Baumschule. Dort standen wunderschöne Pflanzen, die mich schon ganz unruhig werden ließen.
Besonders die Hortensien hatten es mir angetan, und dabei wollte ich außer der schon gekauften Hortensie Tovelit keine mehr kaufen. Doch Hortensie paniculate Ruby Angels Blush und serr. Diadem konnte ich nicht widerstehen.


Eine Clematis blue River und 'My angel' sowie Weigelia candita 'Milk and Honey' mit ihrem hell-/dunkelgrün gezeichnetem Blatt waren die nächsten Errungenschaften.



Sodann ging es weiter zu den Verkaufsbeeten der Gärtnerei Oudolf. Die Schaugräser waren toll präsentiert und trugen dazu bei, daß die Wünsche nicht weniger wurden.
Besonders Spodiopognon sibirians hatte es mir angetan. Nach längerem Suchen und Fragen, den ausgerechnet dieses Gras war nicht namentlich ausgezeichnet, konnte ich diese Gras glücklich in meinen Einkaufskorb tun. Naja, Einkaufskorb ist vielleicht nicht das richtige Wort. Mein Mann war in diesem Fall der Einkaufskorb und mußte meine Einkäufe horten und verwalten, was er mit Bravour meisterte.



Da wir nun endlich ganz entspannt in den eigentlichen Garten Oudolf wollten, brachten wir unsere Einkäufe zum Auto, das sich nun doch langsam füllte.


Zur Stärkung noch einen Kaffee mit leckeren Waffeln und dann betraten wir den berühmten Garten Oudolf.
Flächenmäßig überschaubar überraschte er uns immer wieder durch die gekonnte Gestaltung. Wir waren nur noch begeistert. Doch seht selbst .....







Eigentlich standen noch mindestens eine Gärtnerei auf unserem Programm, doch nach diesem schönen Garten beließen wir es dabei (nach Aussage meines Mannes war das Auto eh schon voll) und machten uns dann am späten Nachmittag auf den Rückweg zu unserem Hotel.

Sonntag war dann auch schon unser letzter Tag in Holland. Wir wollten noch einen kleinen Umweg über die Gärten Appeltern machen, während Susanna die zu Oudolf aufbrach. Leider zeigte sich das Wetter nun überhaupt nicht mehr von seiner schönen Seite. Doch nachdem wir schon soviel über diese Gartenanlage gehört haben, ließen wir uns auch vom Regen nicht abhalten.
Zugegeben, wir sind bei diesem ungemütlichen Wetter im Schnelldurchgang durch diesen riesigen Gartenpark und haben in viele der 190 Mustergärten nur einen kurzen Blick geworfen. Doch vieles hat uns auch bei Regen sehr gut gefallen und bestimmt werden wir bei Gelegenheit diese Anlage nocheinmal besuchen.









Nachdem ich im dazugehörenden Shop ein neues Sparschwein fand


und wir und im dekorativ gestalteten Cafe aufwärmten, warfen wir noch einen kurzen Blick in den kleinen angegliederten Pflanzenmarkt. Eigentlich wurde mir gesagt, daß dieser Markt wirklich nur sehr klein sei und das Sortiment überschaubar.
Nun erstens sooo klein war die Auswahl nicht und zweitens war das gesamte Sortiment zu Saisonende zum halben Preis zu haben und so gab es trotz öfterem Aufstöhnen meiner besseren Hälfte (jetzt geht wirklich nichts mehr ins Auto rein) kein Halten mehr. Ich kann euch versichern, es paßte noch einiges ins Auto. Mit ein bißchen gutem Willen und schieben und stapeln war das gar kein Problem. So durfte unter anderem ein großer Pott Geranium Pink Penny sich nun endgültig mit auf die Heimfahrt machen.

Meinem Mann hat seine erste Gartenreise gut gefallen. Als wir letztens durch unseren Garten gingen, meinte er, man könne doch auch noch ein Beet entlang des Gemüsegartens machen. Auf meine Entgegnung, daß ich dazu noch einiges an Pflanzen kaufen müßte und dies ja nicht gerade billig sei, meinte er, dann fahren wir halt nächstes Jahr wieder nach Holland.
Naja ..... so langsam muß ich aufpassen, daß mir der Garten nicht über den Kopf wächst .....

Zum Schluß möchte ich wieder einmal um eure Hilfe anfragen. Bei Oudolf im Garten habe ich einen Strauch gesehen mit auffälligen Samenkapseln. Vielleicht kennt jemand den Namen des Strauches - das wär schön.

Freitag, 24. Oktober 2008

Im Oktober unterwegs in Holland

Zu dieser kleinen Reise haben wir uns ganz schnell entschieden. Susanna war der Auslöser, sie fragte "habt ihr nicht Lust mitzukommen" und wir hatten Lust.

Für meinen Mann war es die erste "Gartenreise". Ich hatte schon ein bißchen Bauweh, ob ihm 4 Tage Garten und Gärtnereien gefallen würden. Aber dies muß man halt einfach austesten.
Und so starteten wir am 2. Oktober frühmorgens gen Norden. Nach rund 450 kam erreichten wir unser erstes Ziel, Schinnen in Holland, die Kweekerij Kasteel Amstenrade. Eine hohe Mauer versperrte die Sicht auf die Gärtnerei und wir waren gespannt, was uns dahinter erwartete.


Uns erwartete eine gut sortierte Gärtnerei mit einem riesigen Hortensien-Sortiment, Clematis, Sträuchern, Gehölzen und auch Stauden in einem wunderschönen Ambiente. Die ersten vorsichtigen Einkäufe wurden getätigt - frau mußte ja langsam an die Sache heran tasten, schließlich hatten wir noch einiges vor uns - und weiter ging es in die nur wenige Kilomenter entfernte Marni's Kwekerij.

Und an dieser Stelle muß ich gestehen, daß mich das Hollandfieber ganz ordentlich gepackt hatte - so sehr, daß ich einfach vergaß meine Digi mitzunehmen und Bilder zu machen. Falls ihr hiervon doch ein paar schöne Fotos sehen wollt, müßt ihr einfach Susannas Kudelmudel blog besuchen .
Die Gärtnerei hat einen wirklich sehenswerten Schaugarten und ist schon deshalb einen Besuch wert.

Da wir hofften unser Hotel noch bei Tage zu erreichen machten wir uns jedoch bald wieder auf den Weg. Zum Glück, denn wir kamen ohne Stau nach knapp 3 Stunden in Noordwijk am See in unserem Hotel an.

Am nächsten Morgen konnten wir dann auch Susanna und ihren Mann beim Frühstück begrüßen, die leider keine staufreie Anfahrt hatten, und so erst spät abends ankamen.

Gemeinsam - in weiser Vorraussicht jedoch in getrennten Autos - machten wir uns auf den Weg nach Boskoop zu Esveld, einer der bekanntesten Baumschulen. Und wie bei Susanna, mußte auch meine bessere Hälfte den Fotopart übernehmen. Uns hatte das Jagdfieber gepackt und Zeit war kostbar.











Das Angebot der Baumschule ist unglaublich groß. Eigentlich hatte ich mir schon ein paar Wünsche notiert, doch aufgrund der riesigen Auswahl fiel mir die Wahl sehr schwer und letztendlich kaufte ich völlig andere Sträucher wie vorgesehen.




Praktisch, einfach, aber orginell die Sitzgruppe die uns noch schnell zu einem Becher Kaffee einlud. Übrigens konnte man sich kostenlos mit Kaffee versorgen und sich vom Einkauf erholen. Eine nachahmendswerte Idee für unsere Gärtnereien, oder ?



Nächster Anfahrtspunkt waren Jan van de Top und seine Hostas. Auch hier ein riesiges Angebot. Hier sahen wir einige wunderschöne Hostas, die leider 'noch' nicht käuflich waren. 4 neue Hostas werden jedoch im nächsten Jahr meinen Garten erfreuen.

Inzwischen waren wir doch schon recht spät dran, und die Zeit für unseren letzten Höhepunkt des Tages, die Gärtnerei Hessenhof von Herrn Kramer war leider sehr knapp bemessen. Schade, den Schaugarten konnten wir nicht mehr genießen, denn schließlich mußten noch ein paar Pflanzenwünsche erfüllt werden.
Irgendwann werde ich bestimmt nochmal diese Gärtnerei besuchen, und dann werde ich mir sehr viel Zeit dafür nehmen.

Trotzdem machten wir uns zufrieden und mit gut gefülltem Kofferraum auf den Weg zurück ins Hotel.

Leider ging es Susanna am nächsten Tag nicht gut und so machten wir uns alleine auf den Weg zum eigentlichen Höhepunkt unserer Gartenreise.
Die Gräsertage von Oudolf sollten das absolute Highlight sein.
Nach fast 2 Stunden Autofahrt kamen wir in Bronckhorst an. Auf einem großen Bauernhof in der Nachbarschaft des Gartens Oudolfs wurde uns ein Parkplatz zugewiesen und auf dem Fußweg zum Garten kamen uns schon viele Besucher entgegen. Alle trugen Tüten und Taschen gefüllt mit Grün. Alle hatten (Aussage meines Mannes) ein Strahlen in den Augen und meine Spannung auf diesen Garten und das Gräserereignis wuchs.



Was uns am Ende des Weges erwartet ?
Demnächst hier ..... smile

Samstag, 18. Oktober 2008

Noch immer im September unterwegs

Und weiter gehts mit meinem Septemberausflug.


Nach dem leckeren Mittagessen, ging es in den 7 Hektar großen Sichtungsgarten von Weihenstephan. Er ist der Hochschule eingegliedert und bietet den Studierenden und auch sonstigen Besuchern Gelegenheit in die Lebensbereiche der Stauden. Die einzelnen Beete sind sehr ansprechend zusammengestellt. Auf den Sichtungsflächen werden Stauden-, Rosen- und Sträucher auf ihren Gartenwert getestet. Man könnte direkt neidisch werden, auf all die Menschen, die in der Nähe dieses Sichtungsgartens wohnen.









Das Hortensien-Sichtungsbeet


Sorbus commixta Carmencita - ein schönes Gehölz


Im Sichtungsbeet der Schmetterlingsflieder ist mir besonders dieser aufgefallen mit seinen wunderschönen fast himmelblauen Blüten


Und natürlich war alles wunderbar beschriftet, so konnte man sich Wünsche gleich notieren bzw. mit der Digi festhalten



Wie schön, daß am nächsten Vormittag der Besuch der Gärtnerei Gaissmeyer auf dem Programm stand. Es ist inzwischen mein dritter Besuch in dieser riesigen Gärtnerei.
Dieses Mal hatte ich meine Bestellung vorher durchgefaxt und richten lassen und konnte somit ganz entspannt die sehenswerten Mutterquartiere der Gärtnerei anschauen. Wobei auch in diesem Bereich gleich wieder Wünsche geweckt wurden.

Besonders ansprechend finde ich immer die Ankunft mit dem Einblick in die Pflanzungen


Herr Gaissmeyer persönlich begrüßte uns und führte uns durch die Mutterquartier-Pflanzungen. Und ganz klar, wenn man im Herbst kommt, sind besonders auch die Gräser ein Anziehungspunkt.
Ganz besonders gut gefiel mir Panicum virgatum Cloud Nine - die Riesenrutehirse.









Und so sieht dann der Kofferraum eines Busses aus, wenn 30 gartenverrückte Damen in eine Gärtnerei einfallen. Zum Glück hatten wir einen supersymphatischen Busfahrer, der ahnte, was auf ihn zukommt. Er hatte am Morgen unsere Koffer im kleineren Gepäckteil platzsparend gestapelt und somit konnten wir fast nach Herzenslust einkaufen.


Nur schwer konnten sich manche von der Gärtnerei trennen. Aber schließlich wartete auf der Heimfahrt noch eine Gartenbesichtigung in Meckenbeuren auf uns.

Dieser relativ kleine Garten empfing uns schon an der Straße mit einem wunderschönen Blütenbeet. Auch diese Dame am Hauseingang machte ein freundliches Gesicht.


Auf einem kleinen Tisch standen mehrere Schalen mit sehr kleinen Dachwurzen. Ein hübsche Idee.


Das große Blumenbeet sprühte vor Herbstfreude, die Pflanzen waren wunderbar aufeinander abgestimmt. Gerne würde ich diesen Garten einmal im Sommer besuchen.




Diese Pflanze hat ich zuvor noch nie gesehen, ein 3-blättriges Schaumkraut. Schade, daß es keine Ableger davon gab.


Total fasziniert war auch von diesem Gras. Noch nie hatte ich einen solch großen Grasstock gesehen (eine Hakonechioa). Es war ein so schöner Anblick, als ein Windstoß dieses großen Grasbusch in Bewegung setzte.


Ein ganz herzliches Dankeschön an Sabine und ihre Helfer, die diese herrliche Fahrt zusammengestellt haben. Diese 3 Tage waren richtig schön.