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Montag, 1. Juni 2009

Letzter Mai-Rundgang

Gestern früh hab ich meinen letzten Fotorundgang im Wonnemonat Mai gemacht. Das Licht war nicht immer optimal, eigentlich hätte ich eine Stunde früher aufstehen sollen. Doch einige Fotos sind doch ganz nett geworden.

Vorm Haus habe ich meinen Riesen-Rosen-Strauß stehen. Rose Ina an Mona wird jedes Jahr noch buschiger, obwohl ich sie beim Frühjahrsschnitt sehr stark zurückschneide und auslichte. Sie hat einen herrlich fruchtigen Rosenduft und das Farbenspiel der Knospen bis hin zum Verblühen ist grandios. Auf den ersten Blick wirkt es, als würden mehrere Rosenfarben am Strauch blühen.













Hinterm Haus, vor dem Schattenbeet leuchtet ein weißer Fingerhut, begleitet von einem Tanacetum (Mutterkraut), das sich bei mir im ganzen Garten aussät und zu fast jeder Pflanze passt. Da es jedoch zum Teil schon recht buschig wird, muß ich aufpassen, daß manches Pflänzlein dabei nicht untergeht. Doch damit hat der Fingerhut keine Probleme.



Das Schattenbeet selbst macht mir etwas Sorgen. Die Hostas darin explodieren förmlich und die dazwischen gepflanzten Farne sind nicht mehr zu sehen. Ich werde die Farne wohl ausgraben müssen und einen neuen Standort suchen. Eine Idee dafür habe ich auch schon.



Mein Rundgang führt mich dann zum Hügelausblick. Die Beete dort sind gerade ein rechtes Jahr alt, 'noch' ziemlich schmal und werden ständig verbreitert.
Mein Motto lautet: kommt Pflanze - kommt Beet - .
Hier hat ein schlitzblättriger Holunder seine Heimat gefunden. Der Boden ist zwar in diesem Bereich nicht optimal für Holunder, aber er braucht ja auch nicht riesengroß zu werden.




Total überrascht war ich von dieser Staude. Ich hatte sie letztes Jahr aus Samen gezogen und konnte mir unter Lindefolia eigentlich nicht viel vorstellen. Die Pflanzen sind zu richtigen Büschen geworden und seit letzter Woche leuchtet mir dieses herrliche blau entgegen.



Die Blütchen erinnern stark an Vergißmeinnicht. Ich bin gespannt wie langlebig diese wirklich schöne Staude ist.




Vom Hügel aus fällt mir die Rose Multiflora ins Auge. Vor genau 5 Jahren als kleine Stecklingspflanze aus Norddeutschland mitgebracht hat sie sich zu einem großen Busch gemausert. Die unzähligen Blüten lassen auf viele Hagebutten hoffen. Es sind für die Floristik die schönsten Hagebutten, toll für Kränze, da sie sie haltbar sind.















Auf dem Weg Richtung Himbeergarten komm ich an meinem neuen Lieblingsstrauch 'Cersis canadensis 'Forest Pansy' (Judasstrauch) vorbei. Gerade bei Sonnenschein bleib ich jedesmal stehen, da das Farbenspiel in den Blättern atemberaubend schön ist. Dieses herrliche Blatt fiel mir letztes Jahr zuerst in Potsdam auf, und auf unserer Hollandreise im Herbst habe ich dann diesen Strauch kaufen müssen. Sehr gut eingepackt und immer wieder gegossen habe ich ihn tatsächlich über den Winter gebracht. Auch jetzt bekommt er noch ab und an eine Wassergabe, damit er auch gut einwurzelt. Wenn er dann mal eingewurzelt ist, soll er so habe ich es nachgelesen, völlig problemlos sein.












Weiter geht es unterhalb dem Komposter vorbei. Dort blüht nach zwei Jahren zum erstenmal ein Rotgersia-Ableger von Susanna. Sie hat sich auch gleich den passenden Blühpartner eingeladen, einen altrosefarbenen Fingerhut.





Es geht bergab zum Himbeergarten, der auch noch im Aufbau ist, aber teilweise schon ganz gut aussieht.




Und inzwischen ist dort auch eine Himbeere eingezogen, zwar ohne Himbeeren, doch trotzdem ein interessanter Strauch. Es ist Rubus thibetanus 'Silver Farn', dessen Ruten im Herbst weiß bereift sind. Schon jetzt im Austrieb schön anzusehen.



















Nun geht es Richtung 'alter Garten'. Dieses Jahr hat sich die Kletterhortensie etabliert und schmiegt sich mit ihren Blüten an den alten Baumstumpf. Weiter hinten leuchtet dann der Waldgeißbart, in den sich eine dunkellila blühende Clematis hineinrankt.

Ich liebe diesen Blickwinkel.

Ganz schnell wird es wieder bunter. Die Pfingstrose blüht und nicht weit davon haben sich wie passend weiße Fingerhüte ausgebreitet. Ich mag es wenn sich diese Pflanzen in meinem Garten wohlfühlen und sich dann selbstständig ins Gartenbild einfügen.

Inzwischen sind auch schon fast alle Rosen aufgeblüht. Interessant ist die 2004 gepflanzte Napoleon, die sich gerade aus ihrem Hütchen schält


Und auch die Nelkenrose Pink Grootendorst, die in ihren 9 Jahren nicht wirklich groß wurde fällt beim Rundgang immer ins Auge


Konkurrenzlos ist jedoch der schwere atemberaubende Duft von Rose de Resht




Weitere Duftwolken liegen in der Luft. Ich liebe den Duft der Pfingstnelken, der Kindheitserinnerungen weckt. In meinem Garten gibt es deshalb weiße und verschiedene rosane Pfingstnelkenbüsche.




Hübsch ist die Zeichnung dieser namenlosen Nelke





So langsam muß ich mich auf den Rückweg zum Frühstück machen. Erfreut sehe ich daß die kleine englische Staudenwicke ihre himbeerroten Blütchen geöffnet hat. Sie legt sich sehr filigran über den Zaun.





















Nur schwer kann ich mich vom Garten lösen. Noch ein schneller Blick zu unserer Sitzbank im Innenhof, die von der Rose Veilchenblau eingerahmt wird

und dann ruft endgültig der Kaffeduft