Meinen Hügelgarten ohne gelb könnt ich mir nicht vorstellen, schließlich liegt mein Garten inmitten einer Naturwiese mit Löwenzahn und Hahnenfuß. Und warum sollte ich in meinem Garten dann auch gelb verzichten. Wenn es mir zu gelb wird, dann kann ich mich ganz schnell z.B. von Färberkamille oder auch dem kleinen gelben Alant trennen. So wirken Beetabschnitte und Pflanzenkombinationen im nu total anders.
Vor 3 Jahren war ich im Rahmen einer Gartenfahrt in der Blumenstadt Mössingen, einer kleinen Stadt im Landkreis Tübingen am Fuß der mittleren Schwäbischen Alb. Mössingen ist als Blumenstadt bekannt, und wir bewunderten damals die herrlichen Blumenbeete entlang der Straßen sowie die bunten Verkehrsinseln. Es war eine Vielfalt von Blüten mit großer Leuchtkraft, die ich so noch nicht gesehen hatte.
Der Stadtgärtner erzählte uns, daß man diese Mössinger Samenmischungen inzwischen auch bestellen kann. Da vor 3 Jahren mein Gartengelände jedoch 'etwas' kleiner war, kam ich auch nicht in Versuchung zu bestellen.
Dieses Frühjahr dann, ich war gerade mal wieder im Garten (wo auch sonst - smile)
kam eine liebe Bekannte vorbei, die ebenfalls die Mössinger Gartenfahrt mit machte.
Sie hatte eine Tüte Mössinger Blumensamen bestellt und dann an mich gedacht und mir etwas davon abgefüllt - zum ausprobieren.
Da ich gerade dabei bin, meinen Hügel mit Kleinsträuchern zu bepflanzen, streute ich den Samen um die noch kleinen Pflanzinseln der Sträucher. Gespannt verfolgte ich das Keimen der Samenmischung und freute mich, als ich sah, daß sich die wilden Blümelis so toll entwickelten.
Diese kleinen bunten Blumenparadiese möchte ich euch nicht vorenthalten
Hier 3 meiner Blumeninseln
Wenn man näher ran geht, sieht dies dann so aus
und wenn man noch genauer schaut, sieht man unzählige hübscher Blütchen
Herrlich oder ? Ich werde versuchen, rechtzeitig Samen von den verschiedenen Arten zu sammeln und mal sehen, vielleicht gibt es auch nächstes Jahr wieder Mössinger Blumeninseln bei mir.
Wenn ihr das erste Foto genauer anschaut, seht ihr dort einen kleinen Froschkönig.
Dieser sitzt dort, damit er aufpaßt, daß mein lieber Mann das im letzten Herbst gepflanzte Gras Stipa gigantea nicht abmäht. Dieses Gras ist toll angewachsen und die ersten Blütenähren wiegen sich schon faszinierend im Wind. Leider ist es nicht so einfach das zarte Gras zu fotografieren, doch bei genauerem Hinsehen sieht man die Blütenrispen schon. Ebenfalls könnt ihr sehen, daß ich tatsächlich einen Hügelgarten habe.
Das Gras in der Dämmerung
Das Stipa gigantea hat vor kurzem außer von den Mössinger Blumenfeen noch weitere Nachbarn bekommen. Vom Hermannshof hab ich eine Echinacea paradoxa mitgebracht. Sie ist die einzige wirklich gelbe Echinacea und soll trockenheitsverträglich sein. Ich hoffe sie fühlt sich an ihrem Standort wohl und vermehrt sich kräftig, damit um das Stipa vielleicht eine gelbe Sonnenhutwiese entsteht.
Noch einen schönen Sonnenhut möcht ich euch nicht vorenthalten. Es ist 'Hot summer',
dieses orangerot ist wirklich eine heiße Farbe, oder ? Gut, daß ich der Farbe organe eine eigene Gartenecke reserviert habe, zum kombinieren ist diese 'Hot summer' wirklich nicht einfach.
Zum Schluß noch zwei Blüten in zarteren Farben. Cosmeen (Schmuckkörbchen) gehören zu meinen einjährigen Lieblingen, da sie toll als Lückenfüller zu verwenden sind und die Blütezeit recht lange ist. Dieses Jahr hab ich eine neue Sorte ausprobiert, sie ist gefüllt und die einzelnen Blütenblättchen rollen sich leicht zusammen.
So richtig schön, und die Blütenfarbe spannt sie von weiß über rosa bis zu einem kräftigen pink.