Donnerstag, 18. November 2010

hübsch ......

hübsch oder nett, nicht ganz die richtigen Worte. Doch diese Kleinigkeiten im Garten und ums Haus machen einen Teil meines Gartens aus. Sie gefallen mir einfach und ich kann mich immer wieder darüber freuen

Ein Vögele vom Flohmarkt, eine rostige abgebrochene Gieskannenspritze und dahinter die kleinste Buchsart, die es geben soll.



Er darf das ganze Jahr draußen bleiben


Eines meiner Lieblingshühner von Raphaela vom Bodensee


Ein Geschenk meiner Gartenfreundin Susanne


Die Schale hat inzwischen einen neuen Platz eingenommen,


noch ein Vögele im Trog


und noch eins, es wacht über die letzten gelben Blätter meines kleinen Gingko



Einen Teil der hübschen Dinge habe ich letzten Sonntag ins Winterquartier gebracht, die restlichen werden bald folgen und die Weihnachts- und Winterdeko wird ihren Platz einnehmen.
Auch über dieses Röslein werd ich mich wohl nicht mehr lange freuen können.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Oktober

Im allerletzten Moment noch die allerletzten Momentaufnahmen aus dem Oktobergarten.

Viel zu kurz war für mich die Herbstblüte dieses Jahr. Die Asternblüte war sehr kurzlebig und auch die Herbstfärbung einiger Pflanzen wurde mit einer einzigen Frostnacht beendet.
Die Rebe 'Vitis coignetiace' hat es dieses Jahr geschafft der gelben Eisenleiter entlang in den Wipfel des alten Mirabellenbaums zu klettern. Die ersten Blätter hatten sich schon wunderschön dunkelrot verfärbt, als der Frost das Schauspiel abrupt beendete.



Auch die Dahlienblüte war in allerkürzester Zeit vorbei - schade, bei den heutigen Temperaturen von fast 20 °C wären sie nocheinmal zur Höchstform aufgelaufen.


Nur wenige Astern haben den Frost einigermaßen gut überstanden. Diese hier blüht in einem wunderschönen lila


Aster tataricus konnte die Frostnacht nichts anhaben. Die ersten geöffneten Blüten überstanden die Nacht völlig unbeschadet.

Ich habe sie an zwei Standorten im Garten gepflanzt. Gerade jetzt Ende Oktober / Anfang November freu ich mich über die sehr spät blühende Aster, die völlig standfest und kerzengerade wächst.


Auch gelb gehört zu den Herbstfarben. Sattgelbe Blütchen schmücken die weidenblättrige Sonnenblumen, die schon das ganze Jahr durch ihr interessantes Blattwerk die Blicke auf sich lenken. Gut, daß sie so spät blüht. Zu einem früheren Zeitpunkt wäre mir die Farbe zuviel, doch jetzt kann man das intensive Gelb vertragen.




Ein viel zarteres gelb hat die ebenso hohe Riesensonnenblume 'Helianthus giganteus 'Sheilas Sunshine. Sie benötigt jedoch etwas Halt, gut daß ich sie neben die Holzleiter gepflanzt habe. Somit kann ich sie einigermaßen unauffällig anbinden.


Zum erstenmal hat sich unser Amberbaum, der bei mir strauchartig wächst, mit einem roten Herbstkleid geschmückt.

Ich hatte ihn vorletzten Herbst in einer Baumschule für ganz wenig Geld bekommen, da die Baumspitze bei einem Sturm einfach abbrach. Inzwischen hat er mit vielen Seitenästen wieder ausgetrieben und ich hoffe, daß er die nächsten Stürme gut übersteht.

Nicht weit entfernt vom Amberbaum wird dieser Perückenstrauch seinen Platz bekommen.

Eigentlich habe ich schon einen rotblättrigen Perückenstrauch, doch dessen Herbstfärbung ist nicht zu vergleichen mit dem leuchtenden Rot von meiner neuen Errungenschaft. Außerdem soll auch die typische Perückenblüte viel schöner ausfallen.
Ich bin gespannt und werde mich nächstes Jahr überraschen lassen.

Noch immer blühen die einjährigen spanischen Gänseblümle in meinen Töpfen. Sie verzaubern mich jedes Jahr durch schlichte Einfachheit

Sie werden mich bestimmt noch einige Novembertage lang erfreuen.

Freitag, 24. September 2010

Dahlienliebe

Eigentlich wollt ich heut Abend einen Apfelkuchen backen, doch dann bin ich wieder mal in meinen Gartenbildern versunken ................

Momentan faszinieren mich vor allem die Dahlien. Vor 10 Jahren waren sie für mich fast ein rotes Tuch. Die Riesenbüsche wahllos nebeneinander gepflanzter Dahlien, die oft farblich überhaupt nicht zueinander paßten, mochte ich überhaupt nicht.
Bis ich eines Tages die kleinen Balldahlien entdeckte. So hab ich mir dann doch ein paar Sorten gekauft. Sie sind wunderbare Lückenfüller, und im Herbst mag ich sie nicht mehr missen.
Zugegeben, sie machen richtig Arbeit. Nach der Blüte und vor dem ersten richtigen Frost müssen sie ausgegraben, angetrocknet, etikettiert und in Netze oder Papiertüten verpackt werden. Ich geb zu, nicht alle bring ich heil über den Winter, irgendwie hab ich den richtigen Dreh noch nicht herausgefunden. Aber es wird von Jahr zu Jahr besser.
Im Frühjahr, mit den ersten Sonnenstrahlen, hol ich sie dann wieder aus dem Keller heraus und pflanze die Knollen in Töpfe. Dann werden sie an einem sonnigen, warmen Plätzchen aufgestellt und leicht feucht gehalten. Erst wenn die Pflanzen mindestens 20 cm groß sind und sich kräftig entwickelt haben werden sie im Garten verbuddelt.
Für Schnecken sind Dahlien in dieser Größe nicht mehr so interessant und nur ganz wenige Sorten müssen noch mit Schneckenkorn etwas geschützt werden.






Während im Sommer die Farbe rot nicht immer einfach im Garten integriert werden kann, passen rote Dahlien im Spätsommer / Herbst immer. Die rote Farbe wärmt und verbreitet eine wohltuende Stimmung.




Auch gelb- und orangefarbene Dahlien gehören für mich einfach zur Herbstpflanzung.
Nächstes Jahr werde ich versuchen sie mit Gräsern zu kombinieren. Ganz hübsch sehen weiße, duftige Astern dazu aus.



Diese Dahlie in einem warmen, etwas verwaschenen orange Ton gefällt mir ganz besonders gut. Der Kontrast zu den dunklen Stielen ist unglaublich.



Ob mir die rotweiße Dahlie gefällt ? - ich weiß es selbst nicht so richtig.





Sind diese Farben und Formen nicht toll ?



Im Herbst werd ich manchmal richtig mutig. Selbst rosa und helles pink gefallen mir ausnehmend gut.



Die babyrosane riesenblütige Dahlie wirkt neben Buschklee und Leycesteria traumhaft.
Schade, daß großblütige Dahlien doch sehr schnell abknicken. Das Gewicht der Blüte ist für die Stengel meist ein großes Problem.

Ja, inzwischen hab ich nicht nur kleinblütige Balldahlien. Nach den ungefüllten Dahlien haben es mir seit diesem Jahr völlig unbeabsichtigt auch die großen fast pompösen Dahlien angetan. Im Frühjahr hatte ich übers Internet einige Dahlien ersteigert. Als nun Dahlie für Dahlie anfing zu blühen, war ich anfangs fast entsetzt. Erwartet hatte ich kleine zarte Gebilde, heraus kamen große, kräftigfarbene Riesendahlien. Und .... doch bis auf 2 oder 3 Sorten (die bestimmt nicht über den Winter kommen - smile) .... auch sie sind richtige Schönheiten.

Freitag, 17. September 2010

Spätsommer im Hügelgarten

Es ist Spätsommer - bei Gartenrundgängen fühlt man den nahen Herbst. Der Garten ist zum Finale bereit. Man fühlt die Ruhe, die sich nun langsam im Garten ausbreitet.



Ich mag die ruhigen Ecken im Garten. Neben vielen Gräsern blühen die ersten Astern.
Daneben steht die panaschierte Weigelie, die sich neben ihren wunderschönen Blättern das ganze Jahr mit weißen Blüten schmückt.





Noch immer blüht eine einjährige Pflanze, der weiße Veilchenbusch. Die Mühe dieses einfache Blümchen im Frühjahr aus Samen anzuziehen, lohnt sich. Die Pflanze ist völlig anspruchslos, verträgt Trockenheit und blüht von Sommer bis Herbst ununterbrochen.




Missen möcht ich aus diese Pflanze nicht. Einen Namen weiß ich leider nicht. Letztes Jahr hatte ich sie aus Samen gezogen, im Frühjahr war dann nichts mehr davon zu sehen. Inzwischen hat sie sich jedoch im ganzen Garten verbreitet. Durch ihr markantes Blatt kann man sie jedoch bei zu überreicher Aussaat gut erkennen und minimieren. Die langen grünen Rispen sind Lückenfüller und Beiwerk zugleich.



Die Erdmandel hatte ich vor zwei Jahren auf einem Pflanzenmarkt gekauft. Dieses Frühjahr hatte ich sie schon auf die Vermisstenliste gesetzt und wollte an ihrer Stelle eine andere Staude einpflanzen. Beim Ausheben des Loches fielen mir Wurzeln auf, die wie aneinander gereihten Mandeln aussahen und zig Schneckchen, für die der junge Austrieb ein Leckerbissen war. Nachdem ich die Schnecken anderweitig 'gefüttert hatte, kam die Erdmandel endlich zum Vorschein. Jetzt blüht sie überreich. Obwohl die Blüten richtig schön sind, muß man aufgrund der unauffälligen Farbe genau hingucken.




Riesig freue ich mich über den einjährigen Tabak Multiflora, von dem ich letztes Jahr wirklich nur 3 kleine Samenkapseln ernten konnte. Aber aus diesen wenigen Samenkörnchen konnt ich einige Pflanzen anziehen, die der Hingucker überhaupt sind. Die verschieden farbigen Blütchen sind ein absoluter Hit.



Richtig gut gemacht hat sich auch die diesjährige Kübelbepflanzung am Hügelausblick . Die zitronengelbe Susanna unterpflanzt mit Spanischem Gänseblümchen ist toll gewachsen.



Neu ist dieser alte Holzschubkarren sowie die bauchigen Glasflaschen und auch der Holzkorb im Hintergrund. Sie sind ein Geschenk von lieben Bekannten, die um meine Liebe zu alten Dingen wissen.



Ebenfalls neu ist auch die alte Holztreppe, die in der Zeitung zu verschenken war. Gerade richtig für meine Wurzensammlung.




Noch immer bin ich am Sammeln von Sandsteinen für spätere 'Bauvorhaben'. Bis sie zum Einsatz kommen, werden die eigentlich nicht so schöne Steinberge ausgeschmückt.





Von Margit aus Österreich bekam ich diesen Winter Samen von dieser einjährigen Kletterpflanze. Es ist ein Hörnchenkürbis (Cyclanthera pedata) ein
Kürbisgewächs, rankt bis zu 5 m hoch in einer Saison, sehr dekoratives Blattwerk, Insektenmagnet, die Früchte schmecken ein wenig nach zarten Gürkchen und frischen Erbsen, sind als Naschgemüse, Salatbeigabe oder auch in Suppen und Eintöpfen zu verwenden, Früchte schmecken am besten, wenn sie etwa die Größe einer Olive haben, später werden sie zäh.
Unglaublich schnell hat sich aus einem zarten Pflänzchen ein dichte Blätterwand entwickelt. Fürs nächste Jahr muß ich unbedingt noch Samen ernten.




Ja und mit diesem Gesteck hat es eine besondere Bewandnis. Verwendet hab ich die Reste eines großen Blumenstraußes, den ich von meinem Chef zu meinem Betriebsjubiläum bekam. Zum Blumenstrauß gehörte ein Gutschein für eine Gartenreise nach England.
Ich kann euch sagen, da war ich sowas von 'aus dem Häusle'. Nie hätte ich damit gerechnet, daß ich noch einmal nach England fahre. Nun habe ich fast ein Jahr Vorfreude vor mir - unglaublich.

Samstag, 28. August 2010

immer wieder Holland - 2

Nach dem Brückenabenteuer fuhren wir weiter nach Meeden zur Gärtnerei Foltz.


Nicht nur die Gärtnerei, auch die Schaugärten mit ihren Mutterpflanzenquartieren sind einen Besuch wert. Besonders die vielen Knöteriche hatten es mir angetan.



Bevor wir uns auf den gemütlichen Picknickbänken stärkten bestaunten wir noch die geflochtenen Kunstwerke, die gerade in einem Weidenflechtkurs angefertigt wurden.




Damit war unser Tagesprogramm jedoch noch nicht zu Ende. Gerda wollte uns noch einen holländischen Garten zeigen. Gespannt fuhren wir durch ein kleines Städtchen, in eine kleine Straße mit kleinen Häuschen. Ich war schon überrascht, als Gerda meinte, wir seien am Ziel. Überall kleinste Vorgärtchen. Wo sollte hier ein interessanter Garten sein ? Durch einen hübschen Vorgarten mit Buchs eingefassten Rosenbeeten gingen wir am Haus entlang nach hinten. Dort war eine kleine Cafe-Terasse, von Garten eigentlich noch immer nicht viel zu sehen. Doch dann, nach einer hohen Hecke - unglaublich - doch seht selbst



es war einfach nur schön. Die herrlichen rosa/blauen Farbkombinationen der Phloxe, Monarden und Veronikas, dazu unzählige Clematisse. Selten haben ich solch gekonnte
Beete gesehen.











Dieser gefüllte Phlox hat mir ganz besonders gut gefallen.

Doch dies war noch nicht der ganze Garten. Durch das nächste Heckentor ein ganz andere Welt.



Ein Waldgarten mit unzähligen Hostas, gekonnt in Szene gesetzt.

Und wieder eine Hecke. Ein weiterer Hostagarten mit Farnen, in der Mitte ein grün bewachsenes Wasserbeet. Ich war nur noch am Staunen.



So fügte sich ein Garten an den nächsten.





Der letzte Garten endete dann auf einer Aussichtsterrasse, mit Blick auf die 'Blaue Stadt'.


Dort blieben wir erstmal eine Weile sitzen, um die ganzen Eindrücke zu verarbeiten, bevor wir dann wir durch die 10 Gartenzimmer, die sich über 4800 qm erstreckten zum Haus zurück zu gehen.
Nach einem gemütlichen Kaffee mit leckerem Apfelkuchen und machten uns dann auf die Heimfahrt.

Jedoch nicht ohne einen kleinen Abstecher in die 'Blaue Stadt' zu machen. Dieses Wohnprojekt ist um ein acht Quadratkilometer grosses künstliches Meer angelegt, mit umliegendem Naherholungs- und Naturschutzgebiet und vielen Wohnmöglichkeiten. Ich habe keine Fotos gemacht. Diese zum Teil unglaublichen Villen und architektonisch sehr aus dem Rahmen fallenden Häuser mit eigenen Boot-Anlegestellen .......... Nun, ich weiß nicht, ob man das haben muß, um glücklich zu sein.

Ich bin glücklich und zufrieden, wenn ich einen solch schönen Garten besuchen darf, und ich freu mich über meinen eigenen kleinen Garten. Nein - ich brauche kein Luxushaus an einem künstlichen See, der der Natur entrissen wurde.