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Sonntag, 8. Februar 2009

Eine vollwertige Leckerei

Auf vielfachen Wunsch nun das leckere Nuss-Schnitten Rezept, das auch gut als Bienenstich umfunktioniert werden kann.

Es ist etwas zeitaufwendig - doch der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen.

- 20 gr. Hefe + 1 Prise Salz in 125 ml Sahne auflösen
- mit 150 gr. fein gemahlenem Weizen gut verkneten
den Vorteig mit einer Folie abgedeckt ca. 50 Minuten gehen lassen

- 80 gr. Honig + 80 gr. Butter mit dem Vorteig verrühren
- nochmals 170 gr. Weizen einarbeiten
den Teig nochmals 50 Minuten abgedeckt ruhen lassen

In der Zwischenzeit
- 150 gr. Honig mit 125 gr. Butter erwärmen
- 250 gr. Walnüsse (man kann genauso gut zerkleinerte Mandeln nehmen) zugeben.
Ich hab glücklicherweise gefrorene Walnüsse zur Verfügung, die ich mit dem
Walholz noch in der Tüte grob zerkleinere.
- 8 Eßlöffel Sahne zugeben, das Ganze kurz aufkochen und dann auskühlen lassen.

Den Teig auf einem Backblech gleichmässig verstreichen. Ich leg dazu die Abeckfolie
auf den Teig und verteil ihn dann mit einer kleinen Teigrolle, die ich nicht mehr missen möchte.

Die rechte Rolle ist für Blechkuchen, die linke konisch zulaufende ist für runde Backformen.


Die Nußmasse wird dann auf den Teig gestrichen und bevor das Blech in den Backofen wandert ist eine letzte Ruhezeit von 25 Minuten angesagt.



Dann endlich wird gebacken, bei Ober- und Unterhitze 30 Minuten bei 200 °C. Dies ist jedoch je nach Backofen etwas unterschiedlich.
Das Ergebnis sieht so aus und ist superlecker - versprochen !



Und falls ihr unbedingt einen Bienenstich im klassischen Sinne daraus machen wollt, einfach den Teig mit halben Zutaten ganz dünn ausrollen, backen, Sahne drauf und das vorige Rezept drauf setzen. Das hab ich allerdings noch nicht ausprobiert, mir und meiner Familie und einigen anderen genügt der 'Deckel'

Über Rückmeldungen würd ich mich übrigens freuen.

Und der Spruch für die kommende Woche lautet :

Wenn wir an unsere Stärken glauben,
werden wir täglich stärker.

Sonntag, 25. Januar 2009

"Jetzt"



Der Kalenderspruch der Woche lautet:
Wie schnell aus dem "nicht jetzt" "nie" wird


Gut, daß ich jetzt gesagt habe, bei meiner Ernährungsumstellung.

Vielleicht möchte der ein oder andere wissen, wie es mir seither ergangen ist.

Gut richtig gut. Ich fühle mich nach wie vor pudelwohl. Die Knieschmerzen sind noch immer nicht zurückgekehrt -riesig freu- und mein Gewicht bewegt sich noch immer langsam, langsam nach unten.
Ich gebe zu, daß es während der langen Weihnachtsferien sehr viel leichter war, die Ernährungsumstellung konsequent durch zuführen. Gerade die möglichst frische Rohkostzubereitung erfordert doch mehr Zeit. Unter der Woche bin ich nun dazu übergegangen, verschiedene Salate für 2 Tage im vorraus zu richten. Wenn ich mittags nachhause komm, hab ich dank Frischkornfrühstück eigentlich noch immer keinen Hunger, aber oft keine Lust Gemüse zu raspeln.

Enttäuschen muß ich diejenigen, die auf ein schmackhaftes Brotaufstrich-Rezept hoffen. Ich bin ehrlich gesagt noch nicht fündig geworden, vielleicht bin ich auch einfach zu schleckrig. Noch immer kauf ich bei meiner netten Gesundheitsberaterin die Brotaufstriche fertig, entweder Curryaufstrich mit Sonnenblumen oder Hotpeppi, ein Aufstrich auf der Basis von Butter mit Chilis und anderen Gewürzen. Ich habe mit Grünkern, Zwiebeln, Äpfeln und verschiedenem anderem experimentiert, jedoch geschmeckt hat mir dies nicht wirklich. Ein einfaches Butterbrot mit frischen Sprossen und Keimen schmeckt mir da um Welten besser, zumal ich unser Brot nach wie vor selbst backe und das alleine schon ein toller Geschmack ist.
Falls jedoch jemand ein gutes Brotaufstrich-Rezept hat, sehr gerne.

Inzwischen habe ich auch schon einiges an Kuchenrezepten ausprobiert, ohne Zucker und ohne Ei. Zu meiner und auch zur Überraschung meiner Männer gibt es tatsächlich wunderbare Kuchen- und Leckerli-Rezepte. Der Bienenstich-Blechkuchen ist zum Beispiel so herrlich, daß meine Männer 'normalen' Kuchen (und ich behaupte mal, daß ich eine gute Normalo-Kuchenbäckerin bin) links liegen lassen und mir meinen vollwertigen Bienenstich weg essen.

Auf Wurst, Fleisch, Milch, Zucker, Süßigkeiten wie Schokolade und auch Chips kann ich problemlos verzichten. Lediglich beim Käse fällt es mir nach wie vor etwas schwer. Ab und zu gönne ich mir deshalb ein kleines Stückchen würzigen Bio-Käse.

Meine beiden Männer haben nicht umgestellt. In vielen kleinen Dingen ernähren auch sie sich inzwischen gesünder. Sie mögen mein Brot, meine vollwertigen Kuchen, mein Mann liebt die vielen schmackhaften Salate, die er zusätzlich zu seinem Fleisch ißt.
Ganz toll find ich, daß unser Sohn seinen Tee inzwischen ohne Zucker trinkt. Ja und das letzte angebrochene Nutela-Glas mußte ich wegschmeißen, da der Nuß-Aufstrich ohne Zucker ihm genauso gut schmeckt. Doch ein paar Süßigkeiten muß ich für ihn noch immer im Haus haben.

Übrigens, ich brauch seither weniger Geld für Lebensmittel - vollwertige Ernährung ist auf keinen Fall teurer, obwohl ich oft im Naturkostgeschäft einkaufe, Biomilch und Biosahne, kaltgepreßte Öle, Biogemüse etwas mehr kosten.

Das gesparte Geld wird in Pflänzle umgesetzt - freu - und zwar jetzt
habe ich meine Bestellung für ein paar Samenraritäten fertig gemacht ;o)

Donnerstag, 4. Dezember 2008

ich habe umgestellt

Na - hab ich euch neugierig gemacht ?
Nein, ich habe keine Möbel umgestellt, obwohl ich auch das ganz gerne mache.

Ich habe meine Ernährung umgestellt - und das kurz vor Weihnachten.

Angefangen hat es damit, daß ich mit dem Brot, das es in normalen Bäckereien
zu kaufen gibt, schon lange nicht mehr zufrieden war. Daraufhin bin ich auf
die bäuerlichen Hofläden ausgewichen, die es in unserer Gegend sehr häufig
gibt. Mit diesem Brot war ich eigentlich auch ganz zufrieden.
Bis zum Geburtstag meines Schwagers. Dort gab es doch tatsächlich ein Brot,
das noch viel besser schmeckte. Klar wollte ich sofort wissen, wo es ein so
gutes Brot zu kaufen gab.
Und da erfuhr ich, daß auf unserem Wochenmarkt eine junge Frau dieses Brot und einige andere Leckereien verkaufte.
Am darauffolgenden Wochenmarkt war mein erster Weg zu diesem Stand. Dreierlei
Brotsorten kaufte ich. Neugierig fragte ich sie, warum sie nur 'wenige' Brote an ihrem Stand hatte. Sie erklärte mir, daß sie mitten in der Nacht aufsteht, das Getreide frisch mahlt und dann die Brote bäckt. Deshalb nur die geringe
Anzahl der Brote.
Diese 3 Brote schmeckten herrlich. Am nächsten Wochenmarkt lagen an ihrem Stand Flyer, auf denen sie einen Vollwert-Brotbackkurs anbot. Sofort meldete ich mich an.

An diesem Abend hatten wir Gelegenheit zu zweit 6 Brotsorten zu backen. Das Getreide wurde frisch gemahlen, die Zutaten waren vollwertig und natürlich.
Während die Teige gingen und die Brote im Backofen waren, konnten wir von ihren mitgebrachten selbst hergestellen Brotaufstrichen probieren.
Auf unsere Fragen hin erzählte sie uns, daß sie Gesundheitsberaterin sei, ausgebildet nach Prof.Dr. Brucker in Lanstein.
Sie selbst ernährt sich zuckerfrei (Zucker in jeder Form)und meidet außer Fleisch auch tierisches Eiweiß, also keine Eier, keine Milch - lediglich Butter, Sahne und Sauerrahm.

Ganz wichtig sei vorallem der täglich Frischkornbrei. Dazu wird Getreide grob gemahlen und mit Wasser einige Stunden quellen lassen. Dann wird ein Apfel gerieben, eine halbe Banane zerdrückt,etwas geschlagene Sahne untergemischt und das ganze evtl. mit Nüssen oder frischem Obst garniert.

Auf meine Bitte hin, brachte sie zum nächsten Vollwert-Backabend (auf dem Programm
stand leckeres Weihnachtsgebäck) alle Zutaten zu einem Frischkornbrei mit und wir konnten diesen probieren. Es waren alle total begeistert.
Da ich schon seit Jahren morgens Müsli mit frischen Obst esse, stand für mich sofort
fest, das wird mein zukünftiges Frühstück.

Nun wenn ich etwas beschliesse, wird dies meist auch postwendend in die Tat umgesetzt.
Seit kurzem steht nun diese Mühle in meiner Küche.



Ich backe nun unser Brot selbst. Es ist wirklich nicht viel Arbeit, lediglich muß ich diese Zeit entsprechend planen, da evtl. die Kerne eingeweicht werden müssen, der Teig gehen muß.



Meine ersten Walnußschnitten, ohne Zucker und ohne Ei waren so gut, daß meine
Männer sie ratzeputz verspeist haben.
Zucker wird übrigens durch Honig erstetzt.


Ich esse seit ca. 4 Wochen vollwertig. D.h. viele Rohkostsalate, den morgendlichen Frischkornbrei, das Essen so natürlich wie möglich zubereitet. Ich verwende keinen
Zucker mehr, und auch die Eier und Käse werde ich vorerst von meinem Speiseplan streichen. Vielleicht erreiche ich damit, daß sich mein Stoffwechsel, der in den letzten Jahren nur schlecht funktionierte, sich wieder regeneriert.

Und es geht mir so gut, wie seit langem nicht mehr. Ich habe sehr viel mehr Energie,
bin ausgeglichener und selbst meine Knieschmerzen sind erträglicher. Ich habe keinerlei Heißhunger- und Fressattacken mehr, Schokolade und Süßigkeiten kann ich
liegen lassen. Obwohl ich doch sehr gut esse, mein wunderbares Brot mit köstlichen
Butteraufstrichen, Salate mit reichlich wertvollem Öl, keine Nüssle mehr abzähle (WW ade) habe ich abgenommen.

Als ich letzte Woche der jungen Frau an ihrem Stand erzählte, daß sie mich nun wohl als Kundin verloren hat, da ich ja nun mein Brot und die süßen Kuchenteilchen selbst herstelle, hat sie sich gefreut. Sie sieht es als ihre Aufgabe, Menschen die gesundheitsfördende vollwertige Ernährung nahezubringen und vorzuleben.


Meine Männer bekommen jedoch auch weiterhin Fleisch und Wurst (in Maßen), schließlich darf jeder für sich selbst entscheiden.

So, das war der Grund, warum ich mich die letzte Zeit etwas blograr gemacht habe.
Schließlich mußte ich mich informieren, neue Kochbücher lesen, Rezepte ausprobieren und ein bißchen hab ich auch schon weihnachtlich dekoriert.



Ich wünsche allen bloglesern eine schöne Adventszeit
eure Monika