Sonntag, 18. Januar 2009

Draußen regnet's

Schade, draußen regnet's. Im Winterregen sieht es hier im Schwarzwald schon recht düster aus. Dabei war es noch letztes Wochenende so schön. Von einem Zimmer zum anderen bin ich gewandert und hab zum Fenster rausgeschaut. Der Blick nach draußen war so schön, daß ich Fotos gemacht habe.

Mein Blick aus dem Küchenfenster



auch aus dem Badezimmerfenster ein herrlicher Blick auf den Nachbarhügel und ins Tal hinaus


wenn ich zum Dachfenster des Schlafzimmers hinausschaue, hab ich einen kleinen Überblick über unsere kleine Stadt


für diesen Ausblick geh ich auf dem Balkon vorm Wohn- bzw. Esszimmer


und natürlich werf ich auch immer einen Blick auf meinen Garten, der mir im wahrsten Sinne des Wortes zu Füssen liegt


Gestern bot sich uns ein inzwischen doch selten Anblick (aus dem Schlafzimmerfenster bzw. ich bin schnell in Garten auf die Hügelkuppe)

Ein Schäfer war mit seiner Herde unterwegs. Wenn ich darüber nachdenk, ich müßt bei diesem kalten Wetter unten auf der Wiese mit schätzungsweise 300 Schafen Rast machen - brrrrr





Beim Fotografieren der Schafherde habe ich entdeckt, daß die Maulwürfe auch bei diesem kalten Wetter nicht schlafen. Stellenweise reihen sich die Maulwurfshügel dicht an dicht aneinander. Da hab ich eigentlich nichts dagegen, solange sie sich auf unsere Wiese und nicht im Garten austoben. Der Boden dort unten ist zum Teil schön sandig, so daß ich, wie es wieder trockener wird, mit Eimern und Schaufel unterwegs bin und die Hügel abtrage. Gerade für meine Dachwurze ist diese Erde eine tolle Grundlage.

Zum Schluß noch ein gscheiter Kalender-Spruch für die kommende Woche :

Unterscheide die Menschen nicht in solche, die du magst,
und solche, die du nicht magst,
sondern suche an jedem das Liebenswerte

Johann Wolfgang von Goethe

Mittwoch, 14. Januar 2009

Viechereien bei lieben Freunden

Sonntag haben wir endlich mal wieder ein paar Stunden bei lieben Freunden verbracht.

Leider ist es in der heutigen Zeit nicht einfach Freundschaften zu pflegen, hat doch jeder viel um die Ohren, Familie, Hobbys ..........
Desto habe ich mich gefreut, die beiden wiederzusehen.

Claus ist ein Tierfreund. Ein wirklicher Tierfreund, der seinen Viechereien nicht nur einen entsprechenden Auslauf sondern auch die dazugehörenden Luxusherbergen zur Verfügung stellt.

Doch seht selbst :

Claus mag Hühner


Und so wohnen die Hühner













andere Hühner wohnen in diesem Haus

natürlich auch mit Balkon - man muß sich schließlich sonnen können















und es gibt noch eine weitere Hühnervilla














bei Claus gibt es nicht nur wunderschöne Hühner, in selbstgebauten Hühnervillen .... nein es gibt noch



erkannt ? - nein, dann gehen wir doch mal näher ran

es ist Mini-Känguru, blitzschnell und sehr scheu. Sein Kamerad ließ sich leider
nicht blicken.



bei Claus gibt es auch große Tiere ...... diese hier



zwei Lamas, die mir ohne zu spucken Erdnüsse aus der Hand fraßen










ja und bei Claus gibt es noch solche Viecher .... vor diesem Ziegenbock hatte ich allerdings schon gehörigen Respekt




und solche Viecher - es sind ... och ich konnt mir den Namen nicht merken, aber es sind keine Meerschweinle

es war ein schöner Nachmittag bei meinen Freunden und ihren Viechern. Und wenn ich an die wunderschönen Drechselarbeiten von Claus denk .... vielleicht darf ich davon mal einen Post schreiben

Dienstag, 6. Januar 2009

Eine Trog-Geschichte

Wer schon länger in meinem blog liest, kann sich vielleicht an meinen blog-Beitrag vom September 07 erinnern. Damals hab ich euch die 'Geschichte' meines Schweinetrogs erzählt.
Das war der Trog im September 2007



Zu diesem Zeitpunkt hatte ich 3 Tröge aufgereiht. Bepflanzt zum Teil mit Einjährigen, wirklich schön sah es eigentlich nicht aus.



Im Frühjahr kam dann ein 4. Trog hinzu. Nach einigem Überlegen, wie ich die Tröge möglichst pflegeleicht - ich wollte auf keinen Fall gießen müssen, auch wenn der Brunnen auf Armlänge ist - beschloß ich einen Versuch mit Dachwurzen, Sedümern und
ein paar anderen möglichst anspruchslosen Pflanzen zu machen.

Alle 4 Tröge gefielen mir eigentlich ganz gut, doch am schönsten fand ich diesen, den ich euch im Jahresverlauf zeigen möchte. Den seltsamen Vogel erstand ich auf einem Flohmarkt (wieder mal) es war Liebe auf den ersten Blick.
So sah das Ergebnis am 13. Mai 2008 aus:


Da ich zu Jahresbeginn einige Dachwurze und auch Sedümer kaufte, fiel mir die Bepflanzung relativ leicht. Manche Pflanzen habe ich im Verlauf des Jahres ergänzt.











Kaum 2 Wochen später, meint man, daß die Pflanzen Fuß gefaßt haben.





Ende Mai
















Mein Vogeltrog am 30. Juli 2008

Mit Wehmut seh ich den Dachwurz rechts blühen, er hat nur eine kleine Tochterrosette und ich weiß nicht, ob ich diesen kleinen Dachwurz durchbringe. Doch mein als vermißt geglaubter kleiner Knöterich, den ich von einem Gärtner im botanischen Garten München, hat sich ausgesät - ich freu mich riesig darüber.


Genau einen Monat später, 30. August 2008
Der Köterich hat sich kräftig breit gemacht und sich mit seinen rosaroten Blütchen geschmückt. Schön, so hab ich Hoffnung, daß er auch 2009 wieder erscheint.

Noch ein Blick auf die anderen 3 Tröge. Auch sie haben sich fürs erste Jahr ganz gut entwickelt.




Ich bin zufrieden. Schön wär es natürlich, wenn sie den Winter gut überstehen.


Schau mer mol.


Das absolut faszinierendste Blümchen aus der Trogbepflanzung war für mich dieser kleine Reiherschnabel.

Donnerstag, 1. Januar 2009

Ein Säckchen Bohnen




Eine besondere Geschichte, von einem Mann, der sehr alt wurde.

Es war einmal ein Mann.
Er verließ niemals das Haus, ohne zuvor eine Handvoll Bohnen einzustecken. Er tat dies nicht etwa, um die Bohnen zu säen – nein – er nahm sie mit, um so die schönen Momente des Tages bewusster wahrzunehmen und um diese besser zählen zu können.

Jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte, z.B. einen fröhlichen Plausch auf der Straße, das Lachen seiner Frau, ein schmackhafte Mahlzeit, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, für alles, was seine Sinne erfreute, ließ er eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern.

Manchmal waren es gleich zwei oder drei. Abends saß er dann am Hause und zählte die Bohnen aus der linken Tasche. Er genoß und zelebrierte die Zeit des Zählens und erinnerte sich dieser schönen Momente. Er freute sich darüber, wie viel Schönes ihm an diesem Tag begegnete.

Selbst an einem Abend, an dem er nur eine Bohne zählte, war es für ihn ein Tag, an dem das Leben lebenswert war



Euch allen ein gesundes, lebenswertes Jahr 2009
Eure Monika

Dienstag, 23. Dezember 2008

Weihnachten 2008

Allen blogfreunden wünsche

ich ein friedliches Weihnachtsfest

und

ein gesundes, frohes Neues Jahr


Donnerstag, 4. Dezember 2008

ich habe umgestellt

Na - hab ich euch neugierig gemacht ?
Nein, ich habe keine Möbel umgestellt, obwohl ich auch das ganz gerne mache.

Ich habe meine Ernährung umgestellt - und das kurz vor Weihnachten.

Angefangen hat es damit, daß ich mit dem Brot, das es in normalen Bäckereien
zu kaufen gibt, schon lange nicht mehr zufrieden war. Daraufhin bin ich auf
die bäuerlichen Hofläden ausgewichen, die es in unserer Gegend sehr häufig
gibt. Mit diesem Brot war ich eigentlich auch ganz zufrieden.
Bis zum Geburtstag meines Schwagers. Dort gab es doch tatsächlich ein Brot,
das noch viel besser schmeckte. Klar wollte ich sofort wissen, wo es ein so
gutes Brot zu kaufen gab.
Und da erfuhr ich, daß auf unserem Wochenmarkt eine junge Frau dieses Brot und einige andere Leckereien verkaufte.
Am darauffolgenden Wochenmarkt war mein erster Weg zu diesem Stand. Dreierlei
Brotsorten kaufte ich. Neugierig fragte ich sie, warum sie nur 'wenige' Brote an ihrem Stand hatte. Sie erklärte mir, daß sie mitten in der Nacht aufsteht, das Getreide frisch mahlt und dann die Brote bäckt. Deshalb nur die geringe
Anzahl der Brote.
Diese 3 Brote schmeckten herrlich. Am nächsten Wochenmarkt lagen an ihrem Stand Flyer, auf denen sie einen Vollwert-Brotbackkurs anbot. Sofort meldete ich mich an.

An diesem Abend hatten wir Gelegenheit zu zweit 6 Brotsorten zu backen. Das Getreide wurde frisch gemahlen, die Zutaten waren vollwertig und natürlich.
Während die Teige gingen und die Brote im Backofen waren, konnten wir von ihren mitgebrachten selbst hergestellen Brotaufstrichen probieren.
Auf unsere Fragen hin erzählte sie uns, daß sie Gesundheitsberaterin sei, ausgebildet nach Prof.Dr. Brucker in Lanstein.
Sie selbst ernährt sich zuckerfrei (Zucker in jeder Form)und meidet außer Fleisch auch tierisches Eiweiß, also keine Eier, keine Milch - lediglich Butter, Sahne und Sauerrahm.

Ganz wichtig sei vorallem der täglich Frischkornbrei. Dazu wird Getreide grob gemahlen und mit Wasser einige Stunden quellen lassen. Dann wird ein Apfel gerieben, eine halbe Banane zerdrückt,etwas geschlagene Sahne untergemischt und das ganze evtl. mit Nüssen oder frischem Obst garniert.

Auf meine Bitte hin, brachte sie zum nächsten Vollwert-Backabend (auf dem Programm
stand leckeres Weihnachtsgebäck) alle Zutaten zu einem Frischkornbrei mit und wir konnten diesen probieren. Es waren alle total begeistert.
Da ich schon seit Jahren morgens Müsli mit frischen Obst esse, stand für mich sofort
fest, das wird mein zukünftiges Frühstück.

Nun wenn ich etwas beschliesse, wird dies meist auch postwendend in die Tat umgesetzt.
Seit kurzem steht nun diese Mühle in meiner Küche.



Ich backe nun unser Brot selbst. Es ist wirklich nicht viel Arbeit, lediglich muß ich diese Zeit entsprechend planen, da evtl. die Kerne eingeweicht werden müssen, der Teig gehen muß.



Meine ersten Walnußschnitten, ohne Zucker und ohne Ei waren so gut, daß meine
Männer sie ratzeputz verspeist haben.
Zucker wird übrigens durch Honig erstetzt.


Ich esse seit ca. 4 Wochen vollwertig. D.h. viele Rohkostsalate, den morgendlichen Frischkornbrei, das Essen so natürlich wie möglich zubereitet. Ich verwende keinen
Zucker mehr, und auch die Eier und Käse werde ich vorerst von meinem Speiseplan streichen. Vielleicht erreiche ich damit, daß sich mein Stoffwechsel, der in den letzten Jahren nur schlecht funktionierte, sich wieder regeneriert.

Und es geht mir so gut, wie seit langem nicht mehr. Ich habe sehr viel mehr Energie,
bin ausgeglichener und selbst meine Knieschmerzen sind erträglicher. Ich habe keinerlei Heißhunger- und Fressattacken mehr, Schokolade und Süßigkeiten kann ich
liegen lassen. Obwohl ich doch sehr gut esse, mein wunderbares Brot mit köstlichen
Butteraufstrichen, Salate mit reichlich wertvollem Öl, keine Nüssle mehr abzähle (WW ade) habe ich abgenommen.

Als ich letzte Woche der jungen Frau an ihrem Stand erzählte, daß sie mich nun wohl als Kundin verloren hat, da ich ja nun mein Brot und die süßen Kuchenteilchen selbst herstelle, hat sie sich gefreut. Sie sieht es als ihre Aufgabe, Menschen die gesundheitsfördende vollwertige Ernährung nahezubringen und vorzuleben.


Meine Männer bekommen jedoch auch weiterhin Fleisch und Wurst (in Maßen), schließlich darf jeder für sich selbst entscheiden.

So, das war der Grund, warum ich mich die letzte Zeit etwas blograr gemacht habe.
Schließlich mußte ich mich informieren, neue Kochbücher lesen, Rezepte ausprobieren und ein bißchen hab ich auch schon weihnachtlich dekoriert.



Ich wünsche allen bloglesern eine schöne Adventszeit
eure Monika

Dienstag, 11. November 2008

allerlei - eins

Im Garten wird es nun langsam ruhig, er ist schon fast winterfertig. Die meisten Stauden habe ich abgeschnitten und verhäckselt, lediglich Gräser und Sträucher geben dem Garten noch Konturen. Vereinzelt blühen noch Rosen, Geranium und sogar 2 Mohnblüten habe ich gestern entdeckt, zusammen mit der ersten Christrosenblüte.

Ich weiß schon, daß man die Blütenstände für die Insekten stehen lassen sollte. Ein paar stehen auch noch - doch da ich mir inzwischen ein paar altersbedingte Wehwehle zugelegt habe, erledige ich anstehende Arbeiten im Garten meist dann, wenn es meinen Knien gut geht und versuche nichts anstehen zu lassen - frau weiß ja nicht, wie es den Gelenken im Frühjahr so geht

Heut möcht ich euch meinen diesjährigen Lieblings-Flohmarktschatz zeigen. Er ist eigentlich klitzeklein, unter meinen vielen Flohmarkt-Funden der allerkleinste. Ich habe ihn auf einem Markt gefunden, der im Vergleich zu anderen Flohmärkten auch sehr klein ist. Es sind meist nicht mehr als 50 Stände. Darunter ist auch der Stand der Kolpingfamilie. Diese verkauft Spenden aus Haushaltsauflösungen und Privatleuten. Die Spenden sind jedoch so zahlreich, daß über die gesamte Flohmarktdauer die Tische immer wieder aus den vielen Kisten neu bestückt werden.
Eigentlich müßte man sich schon deshalb einen Stuhl mitbringen um auf der Lauer zu sitzen.
Doch soviel Zeit habe ich leider nicht. Darum schau ich vor und nach meinem Flohmarktrundgang an diesen Standtischen vorbei. Und dieses Mal hat es sich gelohnt noch ein zweites Mal zu schauen. Ganz unscheinbar lag dieses putzige Vögelchen zwischen all den Schüsseln, Gläsern und sonstigem Krimkrams.


Dieses Vögelchen, das einen überaus praktischen Nutzen hat, es ist ein Flaschenöffner, ist versilbert und die Silberauflage war schon ziemlich schwarz angelaufen. Ich habe es gleich meinem Papa gebracht, der es mit einem Silberputztuch bis in die kleinsten Ritzen auf Hochglanz polierte. Es ist für seine Größe ganz schön schwer und liegt daher beim Öffnen von Flaschen sehr gut in der Hand.
Endlich hab ich einen wunderschönen Öffner, der den Tisch ziert und nicht nur unbeachtet irgendwo abgelegt wird. Wenn das Vögelchen nicht gerade den Tisch verschönert, hat es seinen Platz auf dem Kachelofen. Um es in eine Schublade zu legen, ist es wirklich zu hübsch.

Übrigens .... der netten Verkäuferin war das Vögelein grad mal einen Euro wert.

Für meinen Sohn erstand ich auf diesem kleinen Flohmarkt eine tolle, wie er sich ausdrückte - angesagte Snowboardjacke - inzwischen seine Lieblingsjacke. Tja, eigentlich hatte ich an diesem Tag überhaupt keine Lust auf Flohmarkt .........

Und um den trüben November noch etwas aufzuheitern, hier noch eines meiner diesjährigen Lieblingsgartenfotos.