Sonntag, 9. Dezember 2007

Einen schönen 2. Advent




Ein gemütliches Frühstück mit Mandelplätzchen (Rezept auf Cosmeas blog), Walnuß-Plätzchen und Walnußschnitten. Natürlich durfte auch unser Hutzelbrot nicht fehlen.
Die Mandelplätzchen müßt ihr probieren - ich habe sie diese Woche zum zweitenmal
gebacken, so lecker. Und sie sind ruckzuck gemacht.
Die Walnußschnitten habe ich neu ausprobiert, ein schönes Rezept zur Walnuss-Verwertung. Es wird in meinem Backordner aufgenommen.

Walnuss-Orangen-Schnitten
3oo gr. gemahlene Walnüsse
Saft von 2 Orangen
150 gr. Weizenmehl Type 1050
120 gr. Butter
150 gr. Rohrzucker (100 gr. reichen)
2 Eier
50 ml Honig
150 gr. Puderzucker

- aus Mehl, 100 gr. Walnüssen, 100 gr. Butter, 50 gr. Rohrzucker
und 1 Ei einen Mürbeteig herstellen.
- den Teig in Folie 30 Min. kalt stellen
- 4 Eßl. Orangensaft für den Zuckerguß beiseite stellen
- restl. Saft mit dem restl. Zucker und Honig aufkochen und 5 Min.
einköcheln lassen. Dann die restl. Walnüsse zugeben, nochmals
aufkochen und dann abkühlen lassen.
In die abgekühlte Masse das 2. Ei unterrrühren.

Die Hälfe des Teiges auf einem Blech zu einem Rechteck dünn
ausrollen.
Die zweite Hälte zwischen Klarsichtfolie genaus groß ausrollen.
Nussmasse auf die Blechhälfte streichen, 2 Teigplatte darauflegen.
Im vorgeheizten Ofen bei ca. 175 ° - 30 bis 35 Min. backen.

In der Zwischenzeit die 4 Eßl. Orangensaft erhitzen, 20 gr. Butter
zugeben. Puderzucker rein und zu einem glatten Guss verrühren.
Diesen Guss auf das noch heiße Gebäck streichen, auskühlen lassen.
Dann in Schnitten schneiden.

Vielleicht wundert ihr euch, daß meine Rezepte erst jetzt kommen.
Nun ich backe (wenn ich backe - smile) wirklich erst in der Adventszeit.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Freitag, 30. November 2007

Morgen früh



Morgen früh wird sich Sohnemann sofort auf die Suche nach seinem Adventskalender-Kranz machen. Bestimmt steht er in der Diele und macht erstmal ein enttäuschtes
Gesicht - kein Kranz wird an der gewohnten Stelle hängen.
Denn dieses Jahr hat unser Adventskalender zum erstenmal den Standort gewechselt, ich hab mich für 4 Wochen von meinem Lieblingsbild im Wohnraum getrennt. An dessen Stelle hängt nun unser traditioneller Adventskalender mit den selbstgenähten Säckchen.
Vor ein paar Jahren füllte ich 72 Säcklein, 3 Kränze wurden aufgehängt, eine abendfüllende Angelegenheit.




Mein Lieblingsbild.
Es ist schon seltsam, welch eine Anziehungskraft ein Bild ausüben kann. Gesehen habe ich das Bild auf einem Flohmarkt (wie könnte es auch anders sein) in Flensburg.
Sofort fühlte ich mich zu diesem ausdrucksstarken Bild hingezogen. Da ich davon überzeugt war, daß es für mich bestimmt nicht erschwinglich sein würde, habe ich mich erst gar nicht getraut nach dem Preis zu fragen. Wir hatten den Flohmarkt schon wieder verlassen, als ich meinem Mann sagte, ich müße unbedingt nochmal das Bild anschauen. Also kehrten wir um, es stand noch da. Zaghaft fragte ich nach dem Preis.
Es kostete unglaubliche 10 Euro. Ohne zu zögern, ohne zu handeln ! habe ich sofort bezahlt.
Wie oft betrachte ich dieses alte Mütterlein, daß so vertieft die Kaffemühle dreht.
Noch heute ist es mir unbegreiflich, daß sich jemand davon trennen konnte.

Sonntag, 25. November 2007

Überhaupt nicht langweilig

Der heutige Sonntag war überhaupt nicht langweilig. Meine Tochter hatte sich mit Freund angesagt um den Sperrmülltisch von dem ich euch im August erzählt hatte abzuschleifen und dann in ihre Wohnung zu stellen. Sie waren sich schon bewußt, daß diese Aktion eventuell nicht den gewünschten Erfolg zeigen könnte. Doch mit Feuereifer machten sie sich an die Arbeit.



Nachdem die ersten Teile abgeschliffen waren, stellte sich heraus, daß der Tisch aus wunderbarem Holz bestand. Als letztes nahmen die beiden dann die Tischplatte in Angriff. Ja, ich hatte es befürchtet - es kamen vorher nicht sichtbare Schrauben zum Vorschein.
Schade, die zwei hatten sich schon soviel Arbeit gemacht, sie waren durch und durch verstaubt.
Doch gottseidank, so ganz unnütz war diese Aktion nicht. Ich werde den Tisch lackieren und habe dann einen wunderschönen Gartentisch.

Mit einer gemütlichen Tasse Kaffee ließen wir diesen staubreichen Nachmittag ausklingen. Dazu gab es mein erstes Advents-Hutzelbrot.



Und da meine liebstes Töchterlein das Rezept dazu liegen gelassen hat (was uns so gar nicht verwundert - smile) bekommt sie es nun auf diesem Wege :

Süsses Nuß-Frucht-Brot

- 3 Eier mit einigen Tropfen Bittermandel- und Rumaroma und
90 gr. Zucker schaumig rühren
- 120 gr. feine Haferflocken
360 gr. gemischtes, sehr fein gewürfeltes Trockenobst
250 gr. Rosinen (ich nehme meist Cranberries)
120 gr. gehackte Haselnüsse (bei mir Walnüsse)
70 gr. gemahlene Mandeln und
2 TL Backpulver untermischen

Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform (30 cm) füllen
und bei 180 °C ca. 25 - 30 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

Dieses Mal hatte ich die Masse in 2 kleinere Kastenförmchen gefüllt
und die restliche Masse mit 2 Teelöffeln als kleine Häuflein aufs
Backblech gesetzt. Das waren dann meine ersten Weihnachtsbrödle für
dieses Jahr.
Sie waren es - smile.

Ganz stolz möcht ich euch noch meine Stoffherzle vorstellen. Sie sind aus
rotem Filzstoff bzw. aus einem rotkariertem Bettzeug genäht und dann umhäkelt.
Diese beiden werden meinen diesjährigen Türkranz schmücken.

Samstag, 27. Oktober 2007

Istanbul - eine Traumstadt

4 Tage Istanbul, 4 Tage eintauchen in eine andere Welt.

Fast 3000 Jahre alt hat mich Istanbul vom ersten Moment an fasziniert.

Wie wahrscheinlich jeder Besucher dieser umwerfenden Stadt am Bosperus haben
auch wir versucht, die überragenden Sehenswürdigkeiten zu besichtigen :
Blaue Moschee, die Moschee Süleymaniye Camii, Hagia Sophia, Bootsfahrt
von der Galata Brücke zum Schwarzen Meer, Großer Basar, Gewürzbasar
und auch Topkapi-Palast standen auf unserem Programm und sind unbedingt sehenswert. Doch über diese Highlights gibt es viele Reiseführer und Bildbände,
die euch diese Sehenswürdigkeiten ausführlich beschreiben.

Ich möchte euch berichten und zeigen, was mich persönlich außer diesen
Sehenswürdigkeiten beeindruckte.

Unser kleines Hotel lag im historischen Zentrum Sultanarmet. Wir kamen mitten in
der Nacht an. Um 6 Uhr früh wurden wir durch für unsere Ohren ungewöhnliche
Laute unsaft aus dem Schlaf gerissen. Imam, ein islamische Geistliche rief über wohl
riesige Lautsprecher zum Gebet.

Zum Frühstück auf der Dachterrasse bot sich uns dieser grandiose Blick.




auf der einen Seite Blick hinaus zum Marmara Meer



auf der anderen Seite die Silhouette der Blauen Moschee







und dann ringsum der Anblick fast zerfallener Dächer und
Häuser, dazwischen einzelne zum Teil wieder hergerichtete
Häuser.
Später erfuhr ich vom Hotelbesitzer, der in Deutschland geboren
wurde und seit 15 Jahren wieder in der Türkei lebt, dass dieser
Stadtteil und damit auch die Häuser inzwischen unter Denkmalschutz
stehen. Und da die Türkei im Verhältnis ein armes Land ist, ist es nur
wenigen Leuten möglich solche Häuser zu kaufen und entsprechend
auszubauen.









Dieses Haus in einer Seitenstraße nahe der Galatabrücke hat mich
sehr fasziniert. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich auszumalen,
wie diese herrliche Fassade in ihren Glanzzeiten aussah.





















Die Hagia Sofia mit der einzigartigen Kuppel hinterlässt bei bestimmt
jeden Besucher einen bleibenden Eindruck. Einst größte Kirche der
Christenheit , später Moschee des Sultans und jetzt Museum.
Besonders der Aufgang zur Empore war für mich ein Erlebnis.
Keine Treppen sondern ein mit großen Steinen gelegter gewundener
Aufgang führte uns nach oben.











Überall gab es die Handwerkskunst früherer Jahrhunderte zu bewundern,
wie hier im Palast des Sultans. Wunderschöne Fliesenmalereien, bunt
verglaste Fenster.





















Eine moderne Einkaufsstraße mit flippigen Straßencafes und nur wenige Meter
weiter eine andere Welt. Als wir in eines dieser alten Einkaufshäuser gingen,
fühlten wir uns doch sehr fremd. Unzählige kleine verwinkelte, vollgestopfte
und schlecht beleuchtete Geschäfte,mir jeweils nur einem Sortiment. Entweder Damenpullover, Herrenhemden, Hosen, auch auch nur Jacken oder Mäntel.
Oft saßen bis zu 4 Männer teetrinkend und in Gespräche vertieft in diesen
winzigen Geschäften.
Große Stoffballen und schwere Warenkisten werden noch auf dem Rücken von
Geschäftzu Geschäft transportiert. Diese Träger mussten ein wirklich schwere
Arbeit tun und die Anstrengung war ihnen ins Gesicht geschrieben.
Überhaupt bestimmen Männer das Straßenbild.






Selbstverständlich machten wir eine Bootsfahrt über den Bosporus bis fast zum Schwarzen Meer. Vorbei an der fast nicht enden wollender Großstadtsilhouette,


unter 2 riesigen Hängebrücken hindurch, entlang an prächtigen Villen und
Palästen.
Auch hier wieder der Kontrast fast zerfallener Holzhäuser und dann mit viel
Liebe zum Detail restaurierte Bauten.















Höhepunkt dieses Ausfluges war der Blick zum Schwarzen Meer, der sich
uns von der Burg über der Endhaltestelle, dem Dörfchen Anadolu Kavagi
bot.




Natürlich habe ich auch eingekauft. Neben allerlei Süßwaren wie kandierten
Kiwis, Nüsse in Honigpaste, verschiedenen Teesorten, fand ich ein getöpfertes
Windlicht und einen gartengrünen Kaschmirschal.

Ich wünsche mir, dass es uns irgendwann noch einmal möglich sein wird,
Istanbul zu besuchen, da ich in diesen 4 Tagen nur einen winzig kleinen Teil
dieser Metropole kennen lernen konnte.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Sonntagskaffee

Heute hatte ich Kaffeegäste. Die Gartenzeit ruht - fast - und
so hatte ich Zeit, Freunde zum Kaffee einzuladen.





Natürlich gehören zu einer Kaffee-Einladung selbstgebackene
Kuchen.
Ich liebe es neue Rezepte auszuprobieren. Wenn mir ein Rezept
wirklich zusagt, dann kommt es in meinen Backordner. Auf diese
gesammelte Werke greife ich dann ab und an zurück, so auch heute.
Es gab einen Apfelrahmkuchen, schon x-mal gebacken
und doch jedesmal ein Geschmackserlebnis.
Das Rezept dafür findet ihr in Susannas Blog. Ich verwende meist
Boskopp-Äpfel und je nach Lust und Laune füge ich noch gehackte
Walnüsse oder Mandelstifte oder auch kleingeschnittenes Marzipan
unter die Apfelstückchen.
Heute habe ich eine gute handvoll Cranberrys daruntergemischt,
die ich meist statt Rosinen verwende.


















Und da es manchmal doch Leute gibt, die gerne 'trockene' Kuchen essen,
backe ich meist noch eine Alternative zum Obstkuchen.
Heute war dies ein Eierlikör-Kuchen, den ich dieses Mal nicht in
einer Kranzform sondern in größere Muffinformen, die verschiedene Blüten
darstellen ,gebacken habe. Dieses tolle Muffinblech mit 6 Blütenköpfen
sowie noch verschiedene andere Kleinformen habe ich aus einem
USA-Urlaub mitgebracht.
(Da die Ausfuhr von Pflanzen verboten ist, habe
ich mich auf Kuchenformen und Gartenbücher beschränkt - smile)
Diese Muffinblüten werden von groß und klein bewundert.
Einzelne Muffins lassen sich auch wunderbar als Reserveküchlein
einfrieren und sind im nu wieder aufgetaut.

Hier das Rezept für den Eierlikörkuchen, der sehr einfach zu backen
ist und auch lange frisch bleibt:

- 5 Eier schaumig rühren
- 250 gr. Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillinzucker dazurühren
- 1/4 ltr. Eierlikör
- 1/4 ltr. Öl dazugeben
- 125 gr. Mehl
- 125 gr. Kartoffelmehl
- 1 Päckchen Backpulver mischen und unterheben

Kranzform oder Kastenform gut ausfetten und mit Paniermehl ausstreuen.

Bei ca. 175 °C etwa 50 Minuten backen - je nach Herd !!!!



Mittwoch, 17. Oktober 2007

Besuch bei Sylvia

Gestern besuchte ich eine Gartenfreundin. Kennengelernt habe ich sie in einem Töpferkurs für Gartenkeramik. Nachdem ich einige ihrer Töpferwerke gesehen hatte, sagte ich zu ihr, daß mir auch ihr Garten gefallen müsse, denn ihre Töpfereien entsprachen genau meinem Geschmack. Das war der Beginn unserer Gartenfreundschaft.
Nachdem ich sie schon einmal im Sommer besucht hatte - leider hatte ich damals meine Kamera vergessen - bot sich mir nun gestern ein ganz anders Gartenbild.
Die vielen Sorten Taglilien, an deren Blüten ich damals knabbern durfte, waren nun verblüht.
Ein paar wenige Rosen und Clematisse zeigten ihre letzten Blüten und auch die Astern waren zum Teil schon am Verblühen.

Doch nun setzten sich die Dekoration in den Vordergrund. Mit viel Fantasie, Geschick und Originalität werden alle Ecken und Winkel um Haus und Hof sowie im Garten dekoriert. Wurzeln, Weiden, Früchte, Stroh, und vieles mehr werden zu herrlichen Hinguckern.



Ein großer Buchsstrauch der aufgrund seines hohen Alters auseinanderfiel ideenreich ausgeschmückt



Vor, unter, auf und neben der Bank Kräuter und vielerlei Kleinigkeiten



In einem alten Balkonkasten wächst die Winterheckzwiebel.




Eine Schneckenkugel





Ein Zierapfelbaum mit roten, appetitlichen Äpfelchen noch im Topf










und eine originelle Gartenkeramik











Topfparade mit kunterbuntem, herbstlichen Inhalt















Dieser Buchsbaum hat es mir besonders angetan. Er hat große, rundlich derbe Blätter. Leider ist der Steckling, den ich im Sommer mitnahm nicht angewurzelt. So werd ich Sylvia im Frühjahr nochmal um ein Zweiglein bitten müssen.

Ich freue mich, daß ich wohl die letzten warmen Herbst-Sonnentag in diesem Kräuter-Rosen-Blumen-Garten genießen durfte.
Und ich freue mich auf bestimmt weitere Stunden in unseren Gärten.