Mittwoch, 22. April 2009

einmal Hamburg und zurück

Letztes Wochenende war es endlich soweit, Susanna und ich starteten Richtung Hamburg. Als ich sah, daß wir mit dieses Mal mit einem kleinen Flieger in den Norden flogen, war mir schon etwas bang. Aber die Angst war unbegründet, das Flugzeug flog fast genauso ruhig wie die großen, lediglich die Landung war etwas holpriger.

Wir freuten uns inzwischen schon fast ein Jahr auf unser Unternehmen Kiekeberg und Susanna hatte als Frau vom Fach wiedermal alles bestens organisiert. Unser klitzekleine Mietwagen stand am Flughafen bereit, das Navi funktionierte nach längerem Zureden auch und so fuhren wir direkt, aber staumäßig langsam zum Pflanzenmarkt.


Dort hatten wir uns mit meiner Gartenfreundin Gerda aus Rastede verabredet. Sie hatte mir schon vorher angekündigt, daß sie ein Gartenpicknick mitbringen würde.
Wir fanden auch einen wunderschönen Platz und Gerda packte aus. Sie hatte wirklich an alles gedacht. Es gab Kartoffelsalat, Schwarzbrot, Käse, Kräuterbutter, Gurken,Getreideküchlein, Obst und ein Quarkdessert.
Ja, wenn Engel reisen ist nicht nur das Wetter schön, nein sie speisen auch himmlisch.



Nach dieser Stärkung und gemütlichem Wiedersehensplausch, stürzten wir uns ins Pflanzengedränge. Unglaublich was hier an Schätzen zu finden war. Zu Beginn hielten wir uns noch mit dem Kaufen zurück - schließlich wollte Frau erstmal sehen, was es so alles gibt - doch das hielt nicht lange. Und die Zeit bis 18 Uhr flog nur so dahin.
Vollbepackt ging es dann Richtung Ausgang und erst dort fiel mir ein, daß wir vor lauter Pflanzengier nicht ein Foto gemacht hatten. Also packte ich schnell die Digi aus um diese Bilder zu machen.











Wir freuten uns, daß auch Gerda noch mit ins Hotel fuhr, um den Tag mit einem gemütlichen Essen und noch ein bißchen quasseln ausklingen zu lassen.
Sehr müde ging ich dann ins Bett, geschlafen habe ich leider trotzdem sehr schlecht.
So war ich früh um sechs schon wieder auf den Beinen, als Belohnung durfte ich dann den nordischen Sonnenaufgang genießen.



Nach dem Frühstück waren Susanna und ich uns wiedermal einig, wir mußten unbedingt nocheinmal zum Kiekeberg. Viel zu früh kamen wir dort an und waren bei den allerersten, die Punkt neun durch das Tor drängten. Und wieder stürzten wir uns auf die aufgefüllten Pflanzentische.



Nicht nur wir fühlten uns im Freilichtmuseum so richtig sauwohl .....




Doch irgendwann muß man sich auch vom schönsten Pflanzenmarkt trennen, schließlich wollten wir noch zum Aboretum Ellerhop.
Nach dem Markt war Ellerhop gerade das richtige Kontrastprogramm. Zuerst noch eine Tasse Kaffee und dann ging es auf den Rundweg. Doch immer wieder mußten wir stehen bleiben, um die zum Teil riesigen Bäume zu bestaunen.



Ich konnte meinen Kuchenbaum bewundern


ich weiß nun, wie ich meine Gunnera warm eingepackt über den Winter bringe


bin gespannt ob auch meine Felsenbirne diese Größe erreicht


und wir genossen einfach diesen wunderschönen Park




Dann hieß es wieder Abschied nehmen und es ging zurück in den Schwarzwald.

Spät abends befreite ich noch meine Pflanzenkinde aus dem Koffer.


Sämtliche Pflanzen hatten den Flug bestens überstanden.


Wir hatten übrigens Untergewicht ! Acht Kilogramm zu wenig hatte ich im Koffer, wieviele Pflanzen das hätte sein können - ich darf garnicht darüber nachdenken. Das nächste Mal muß eine Waage mit.

Zum Schluss noch ein paar Bilder meiner Neuzugänge

















Dieser farnblättrige Lerchensporn stammt nicht vom Kiekeberg, sondern aus dem Garten von Susanna - freu

Freitag, 10. April 2009

Nur kurz

So kurz vor Ostern häufen sich bei mir jede Menge Termine, es geht bei uns so richtig schön rund - wieder mal. Es bleibt mir nicht einmal Zeit, ein paar Gartenfotos zu machen, doch trotz allem für 'Tasse sucht Teller' habe ich mir Zeit genommen.
Dies ist ein Geschirrbasar, an dem zugunsten der Illenau, einem großen historischen Gebäudekomplex, Geschirr mit allem was dazu gehört gespendet wird und man dann für kleines Geld kaufen kann.
Diese Veranstaltung findet im jährlichen Wechsel mit einem Bücherbasar statt.
Schon einige Zeit vor Öffnung stand eine größere Menschenmenge Schlange. Und das
Anstehen hat sich wie immer gelohnt.
Auf dem Bild seht ihr die erstandenen Schätze, die sage und schreibe gerade mal 24 € teuer waren.
Ärgerlich war dieses mal, daß sich ein nicht sehr netter Mensch, meine große zurückgelegte Vase mit Salzglasur erschwindelt hat - schade.



Ich hoffe, daß ich über die Ostertage Zeit finde, in Ruhe mit der Kamera ein paar Gartenereignisse festzuhalten.



Allen blog-Freunden und Lesern wünsche ich ein schönes Osterfest

Mittwoch, 18. März 2009

So schnell geht's

Vorletzten Samstag, den 7. März hatten wir ja noch Winter dicke.

Und nur eine Woche später, Samstag 14. März schaut es schon viel freundlicher aus.










Und am Dienstag - nur 3 Tage später - trauten sich die ersten Schneeglöckle und auch Wintelinge
















Die ersten Helleboren wagen sich mutig der Frühlingssonne entgegen














Meine neu erstandene hellgelbe Christrose hat jedoch noch einen Ehrenplatz an der Dekoleiter an der Hauswand bekommen. So kann ich sie täglich bewundern







Und bei diesem frühlingshaften Wetter hat mich nun endlich auch die Dekolust gepackt.
Die ersten Töpfe wurden Stiefmütterle und Narzissen bepflanzt - einhändig versteht sich.
Und auch die Osterhasen werden ausgepackt.

















Meine Tröge haben diesen ewig langen Winter wunderbar überstanden. Ich hatte sie weder abgedeckt noch sonst wie geschützt. Um sie an die Hauswand zu rücken, sind sie mir eh viel zu schwer.



Überall im Garten sprießt es - da hüpft mein Gärtnerherzle vor Freude.
Selbst Euphorbia griffithii, das eigentlich nicht ganz so winterhart sein soll, hat sich unter der schützenden Schneedecke fast schon beängstigend ausgebreitet. Überall spitzen die roten Austriebe aus der Erde.


Und falls doch hier und da eine Pflanze den Winter nicht überstanden hat, steht auch schon der Nachschub bereit


Also lieber Frühling, auf geht's, gib dir ein bissel Mühe und vertreib den Winter endgültig !

Samstag, 7. März 2009

So anhänglich

Sooo anhänglich ist dieses Jahr unser Winter. Eigentlich würd ich ihn jetzt schon gerne verabschieden. Während in vielen blogs die ersten Frühlingsblüher zu bewundern sind, kann ich noch immer nur Schneebilder zeigen.
Es hat 24 Stunden durchgeschneit, von Donnerstagabend bis Freitagabend und das bei Temperaturen von + 3 °C - unglaublich. Dementsprechend schwer und naß ist der Schnee.
Diese knochenschwere Arbeit müssen sich dieses Mal 2 Männer teilen, mein Sohn und mein Vater. Der dritte Mann ist wie bei den zehn kleinen Negerlein abhanden gekommen, er ist zum Skifahren in die Schweiz.
Ja und ich würde schon gerne beim Schneeschippen helfen, doch ich wurde diese Woche an der Schulter operiert und bin nun für einige Zeit ruhig gestellt.
(Gsd kann ich die Tastatur des Computers bedienen.)

Ringsrum sind viele Schneebruchschäden an den Bäumen.



Auch am schön gewachsenen stattlichen Birnbaum ist ein Ast runtergebrochen. Vom Küchenfenster aus kann ich 2 entwurzelte Birken sehen.

Der große Haselnußstrauch oberhalb der Garage ist völlig niedergedrückt.

Ich bin gesspannt, wieviele Äste dieses Mal am Boden bleiben.

Die ganze Zeit hatte ich Bange, daß der alte Zwetschgenbaum mit dem Rambler Felicite et Perpetue der Belastung nicht stand hält und in die Straße fällt.

Doch die beiden stehen noch. Ich werde die Rose diesen Sommer noch ein letztes Mal blühen lassen, dann wird der Baum gefällt und die Rose ausgegraben. Das Risiko wiedereinmal bei Wind und Wetter einen Baum samt stachliger Rose von der Straße holen zu müssen, ist mir zu groß.

Gestern abend spät fiel zuerst die Flimmerkiste aus, dann fiel 100 m die Straße hoch eine hohe Tanne um und zu guter letzt fiel der Strom komplett aus und ich saß im Dunkeln vor meinem PC.

Inzwischen scheint draußen die Sonne und die Motorsäge unseres Nachbarn ist zu hören.
Diesen Märzen-Winter werden wohl so schnell nicht vergessen.

Sonntag, 22. Februar 2009

3 Männer im Schnee und ein Fotobuch

Endlich richtig Winter mit Schnee, Eis und glatten Straßen - und das 1 Woche vor Märzbeginn.
Letzten Dienstag fing es so richtig an zu schneien.


Jahreszeitlich bedingt, war der Schnee richtig nass und schwer. Mit einer langen Stange stapfte ich durch den 'Hintereingang' den Berg hinuter in den Garten. Das eigentliche Gartenhaupttor war schon zugeschaufelt, die Treppen und Wege ließen sich nur noch erahnen. Darum also den Hintereingang. Obwohl ich mir einbildete den Garten zu kennen, habe ich beim Abschütteln der Zypern-Cypresse es doch geschafft, einen Buchs Herrenhausen zusammen zu trampeln.
Auch den alten Mirabellenbaum versuchte ich von seiner Schneelast zu befreien. Bis auf einen Ast ist es mir gelungen. Dieser eine Ast ist dann am späten Nachmittag herunter gebrochen - Mist.

Und dann heute morgen - dichter Schneefall - wieder Traumbilder rund ums Haus.













Nicht ganz so begeistert waren meine drei Männer, denn so langsam wissen wir nicht mehr wohin mit dem Schnee. Überall türmen sich die Schneeberge.












Während 3 Generationen draußen schippen genieße ich mein erstes Garten-Fotobuch, das ich vorletzte Woche aus hunderten von Gartenfotos zusammengestellt habe. Neben einzelnen Gartenansichten habe ich meine verschiedenen Taglilien und Rosen aufgelistet. Ich bin total begeistert darüber, welche Möglichkeiten so ein Fotobuch bietet und es werden bestimmt noch weitere Bücher folgen.











So träum ich vom Frühling und vom kommenden Gartenjahr.

Sonntag, 8. Februar 2009

Eine vollwertige Leckerei

Auf vielfachen Wunsch nun das leckere Nuss-Schnitten Rezept, das auch gut als Bienenstich umfunktioniert werden kann.

Es ist etwas zeitaufwendig - doch der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen.

- 20 gr. Hefe + 1 Prise Salz in 125 ml Sahne auflösen
- mit 150 gr. fein gemahlenem Weizen gut verkneten
den Vorteig mit einer Folie abgedeckt ca. 50 Minuten gehen lassen

- 80 gr. Honig + 80 gr. Butter mit dem Vorteig verrühren
- nochmals 170 gr. Weizen einarbeiten
den Teig nochmals 50 Minuten abgedeckt ruhen lassen

In der Zwischenzeit
- 150 gr. Honig mit 125 gr. Butter erwärmen
- 250 gr. Walnüsse (man kann genauso gut zerkleinerte Mandeln nehmen) zugeben.
Ich hab glücklicherweise gefrorene Walnüsse zur Verfügung, die ich mit dem
Walholz noch in der Tüte grob zerkleinere.
- 8 Eßlöffel Sahne zugeben, das Ganze kurz aufkochen und dann auskühlen lassen.

Den Teig auf einem Backblech gleichmässig verstreichen. Ich leg dazu die Abeckfolie
auf den Teig und verteil ihn dann mit einer kleinen Teigrolle, die ich nicht mehr missen möchte.

Die rechte Rolle ist für Blechkuchen, die linke konisch zulaufende ist für runde Backformen.


Die Nußmasse wird dann auf den Teig gestrichen und bevor das Blech in den Backofen wandert ist eine letzte Ruhezeit von 25 Minuten angesagt.



Dann endlich wird gebacken, bei Ober- und Unterhitze 30 Minuten bei 200 °C. Dies ist jedoch je nach Backofen etwas unterschiedlich.
Das Ergebnis sieht so aus und ist superlecker - versprochen !



Und falls ihr unbedingt einen Bienenstich im klassischen Sinne daraus machen wollt, einfach den Teig mit halben Zutaten ganz dünn ausrollen, backen, Sahne drauf und das vorige Rezept drauf setzen. Das hab ich allerdings noch nicht ausprobiert, mir und meiner Familie und einigen anderen genügt der 'Deckel'

Über Rückmeldungen würd ich mich übrigens freuen.

Und der Spruch für die kommende Woche lautet :

Wenn wir an unsere Stärken glauben,
werden wir täglich stärker.

Sonntag, 25. Januar 2009

"Jetzt"



Der Kalenderspruch der Woche lautet:
Wie schnell aus dem "nicht jetzt" "nie" wird


Gut, daß ich jetzt gesagt habe, bei meiner Ernährungsumstellung.

Vielleicht möchte der ein oder andere wissen, wie es mir seither ergangen ist.

Gut richtig gut. Ich fühle mich nach wie vor pudelwohl. Die Knieschmerzen sind noch immer nicht zurückgekehrt -riesig freu- und mein Gewicht bewegt sich noch immer langsam, langsam nach unten.
Ich gebe zu, daß es während der langen Weihnachtsferien sehr viel leichter war, die Ernährungsumstellung konsequent durch zuführen. Gerade die möglichst frische Rohkostzubereitung erfordert doch mehr Zeit. Unter der Woche bin ich nun dazu übergegangen, verschiedene Salate für 2 Tage im vorraus zu richten. Wenn ich mittags nachhause komm, hab ich dank Frischkornfrühstück eigentlich noch immer keinen Hunger, aber oft keine Lust Gemüse zu raspeln.

Enttäuschen muß ich diejenigen, die auf ein schmackhaftes Brotaufstrich-Rezept hoffen. Ich bin ehrlich gesagt noch nicht fündig geworden, vielleicht bin ich auch einfach zu schleckrig. Noch immer kauf ich bei meiner netten Gesundheitsberaterin die Brotaufstriche fertig, entweder Curryaufstrich mit Sonnenblumen oder Hotpeppi, ein Aufstrich auf der Basis von Butter mit Chilis und anderen Gewürzen. Ich habe mit Grünkern, Zwiebeln, Äpfeln und verschiedenem anderem experimentiert, jedoch geschmeckt hat mir dies nicht wirklich. Ein einfaches Butterbrot mit frischen Sprossen und Keimen schmeckt mir da um Welten besser, zumal ich unser Brot nach wie vor selbst backe und das alleine schon ein toller Geschmack ist.
Falls jedoch jemand ein gutes Brotaufstrich-Rezept hat, sehr gerne.

Inzwischen habe ich auch schon einiges an Kuchenrezepten ausprobiert, ohne Zucker und ohne Ei. Zu meiner und auch zur Überraschung meiner Männer gibt es tatsächlich wunderbare Kuchen- und Leckerli-Rezepte. Der Bienenstich-Blechkuchen ist zum Beispiel so herrlich, daß meine Männer 'normalen' Kuchen (und ich behaupte mal, daß ich eine gute Normalo-Kuchenbäckerin bin) links liegen lassen und mir meinen vollwertigen Bienenstich weg essen.

Auf Wurst, Fleisch, Milch, Zucker, Süßigkeiten wie Schokolade und auch Chips kann ich problemlos verzichten. Lediglich beim Käse fällt es mir nach wie vor etwas schwer. Ab und zu gönne ich mir deshalb ein kleines Stückchen würzigen Bio-Käse.

Meine beiden Männer haben nicht umgestellt. In vielen kleinen Dingen ernähren auch sie sich inzwischen gesünder. Sie mögen mein Brot, meine vollwertigen Kuchen, mein Mann liebt die vielen schmackhaften Salate, die er zusätzlich zu seinem Fleisch ißt.
Ganz toll find ich, daß unser Sohn seinen Tee inzwischen ohne Zucker trinkt. Ja und das letzte angebrochene Nutela-Glas mußte ich wegschmeißen, da der Nuß-Aufstrich ohne Zucker ihm genauso gut schmeckt. Doch ein paar Süßigkeiten muß ich für ihn noch immer im Haus haben.

Übrigens, ich brauch seither weniger Geld für Lebensmittel - vollwertige Ernährung ist auf keinen Fall teurer, obwohl ich oft im Naturkostgeschäft einkaufe, Biomilch und Biosahne, kaltgepreßte Öle, Biogemüse etwas mehr kosten.

Das gesparte Geld wird in Pflänzle umgesetzt - freu - und zwar jetzt
habe ich meine Bestellung für ein paar Samenraritäten fertig gemacht ;o)